Shapeshifter

„Shapeshifter“ // Deutschland-Start: 4. Dezember 2018 (DVD/Blu-ray)

Der Wissenschaftler Dr. Andre Mason (Thomas Kretschmann) hat ein Serum entwickelt, das das Bewusstsein von Menschen erweitert und eine Kommunikation zwischen unserer und der Welt der Toten ermöglicht. Getrieben vom eigenen tragischen Schicksal, den Verlust seines Sohnes und den daraufhin gewählten Freitod seiner Frau, stellt er ein Wissenschaftler-Team zusammen und quartiert sich in einer abgelegenen Villa ein, um dort das Serum an sich und seinen Mitstreitern zu testen.

Schon nach kurzer Zeit zeigt es seine unglaubliche Wirkung: das Tor zum Totenreich wurde geöffnet. Doch nicht nur verstorbene Angehörige suchen den Kontakt zu den Probanden, sondern auch ein düsteres Wesen, der sogenannte Formwandler. Wie weit wird Mason gehen, um seine Familie wiederz finden und wird er seine Mitstreiter zurück ins Leben ziehen können oder entscheidet er sich für die andere Seite?

Once it sees your soul, it hunts your flesh
Mario Sorrentis Langfilm-Debüt lockt mit einer interessanten Story, die insbesondere Fans von Serien wie Stranger Things anziehen könnte. Die Parallelen sind hier deutlich zu sehen – das Öffnen des Portals zur anderen Seite und ein gruseliges Monster, das so Zugang zu den Lebenden findet. Hier in Shapeshifter werden durch das injizierte Serum die Seelen sichtbar für die Toten – insbesondere für den Formwandler.

Der Film nimmt sehr schnell Fahrt auf und überrascht mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven und spannender Auftaktszene. Die Spezialeffekte und die verschiedenen Facetten des Formwandlers sind gekonnt in Szene gesetzt. Der ganze Look des Films ist individuell und interessant umgesetzt. An Stranger Things kommt Shapeshifter allerdings nicht annähernd heran. Das Voranschreiten der Story wird durch einen markanten und bohrenden Soundtrack begleitet, doch lenkt dies nicht davon ab, dass der Inhalt des Films von Minute zu Minute blasser erscheint. Fehlende Nebenhandlungen sowie mittelmäßige Darsteller ziehen das von Anfang an Vorhersehbare unnötig in die Länge. Wieder und wieder gleich aufgebaute Szenen nach Horrorschocker-Schema fangen spätestens zur Hälfte des Films an, langweilig zu werden.

Das Wissenschaftlerteam bestehend aus klischeehaft absurden Charakteren ist so nichtssagend, dass die schauspielerische Leistung des Formwandlers mit Abstand die einprägsamste ist. Leider wurde sich hier zu sehr auf Schreck-Momente und düstere Stimmung konzentriert, was den Film zwar zu einem soliden Werk macht, aber noch lange nicht rundum gelungen.

Shapeshifter
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Shapeshifter
Konzentriert man sich auf den individuellen Look und die bohrende Spannung, ist "Shapeshifter" ein unterhaltsames Werk. Die Story lässt zu Wünschen übrig, ebenso wie die schauspielerische Darbietung.
6von 10

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