So richtig viel hat man hierzulande in den letzten Jahren ja nicht mitbekommen vom Iran, weder gesellschaftlich noch kulturell. Doch so langsam ändert sich das, auch dank der behutsamen Annäherung an den Westen. Das Drama The Salesman wurde dieses Jahr mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet, auch der Horrorgeheimtipp Under the Shadow war für diverse Preise gut. Einmal im Jahr haben zudem die Münchner die Gelegenheit, noch ein wenig weiter über den Tellerrand zu schauen und das eine oder andere Kleinod zu entdecken.

Dann nämlich lädt Cinema Iran ein, gemeinsam das spannende Schaffen der dortigen Filmszene zu erkunden. Los geht es dieses Jahr am 12. Juli mit dem Drama Gesher, das von drei einfachen Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben erzählt. Und das ist nur der Auftakt: Fünf Tage lang werden bei der vierten Ausgabe des Filmfests Werke gezeigt zwischen Spielfilm und Dokumentation, zwischen Videokunst und Aufklärung. Mal geht es um einen Basketballtrainer, der vor einer schwierigen Aufgabe steht (Der Iran Job). Der Animationsfilm Window Horses bringt uns die Poesie des Landes in wunderbaren Bildern näher.

Wer über die Filme hinaus noch mehr über das persische Land erfahren will, der darf sich auf Lesungen und lebhafte Diskussionen mit den Ehrengästen freuen. Einer davon ist der Fotograf Mahdi Ehsaei, der uns mit seiner Ausstellung sowie seinem Fotoband „Afro Iran“ ganz unbekannte Seiten aufzeigt, die er während seiner Reisen entdeckt hat. Was es für euch zu entdecken gibt, das verrät ein Blick auf die Homepage: www.cinema-iran.de

Unsere Rezensionen von Cinema Iran 2017

Iranisches Filmfestival München (12. – 16. Juli 2017)
4.12 (82.35%) 17 Artikel bewerten

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