Dass nicht erst nach dem 11. September Terroristen immer wieder eine große Rolle in Filmen und Serien spielen, ist kein großes Geheimnis. Bemerkenswert ist jedoch, dass zunehmend die Seiten getauscht werden, wir das Geschehen nicht aus Sicht von Polizei und Geheimdienst verfolgen, sondern aus der der Gegenseite. Night Moves etwa erzählte, wie drei Ökoterroristen einen Damm in die Luft sprengen und welche Folgen dies auf ihr Leben hat. Und auch Terror in Tokio verfolgt diesen ungewöhnlichen Ansatz und rückt die Bösewichter in den Vordergrund: die beiden Jugendlichen Nine und Twelve, die Tokio mit ihren terroristischen Anschlägen in helle Aufregung versetzen. Und nur Chef-Ermittler Shibazaki scheint in der Lage, ihre Hinweise richtig zu deuten und sie noch aufhalten zu können.

Bemerkenswert ist die Animeserie aber nicht nur aufgrund ihres Inhalts, sondern auch wegen des Regisseurs: Shinichiro Watanabe erlangte seinerzeit mit Cowboy Bebop und Samurai Champloo Kultstatus, anschließend wurde es ruhig um den Japaner. Dafür meldete er sich kürzlich mit einem Doppelschlag zurück, wirkte an der Nonsens-Space-Opera Space Dandy mit, und eben auch an Terror in Tokio, das wie seine hierzulande nie erschienene Jazzserie Kids on the Slope im alternativen Animeprogrammblock noitaminA lief. Und noch etwas eint beide Serien: Die Umsetzung übernahm das relativ neue Animationsstudio MAPPA, das spätestens seit Rage of Bahamut: Genesis Animefans ein Begriff sein sollte.

Erscheinen wird Terror in Tokio hierzulande in zwei Volumes: Die erste ist ab dem 29. Mai erhältlich und enthält die ersten sechs Folgen, die weiteren fünf stehen dann ab dem 10. Juli in Volume 2 zum Verkauf bereit. Vorab könnt ihr euch aber mit Hilfe des Trailers schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen.

Terror in Tokio [Trailer]
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