(„The Package“ directed by Jesse V. Johnson, 2013)

The Package – Killer GamesEins vorneweg, der Untertitel Killer Games findet sich exklusiv in der deutschen Fassung. Wer sich dadurch an Filme wie Tribute von Panem oder Running Man erinnert fühlt und Entsprechendes auch hier erwartet: Fehlanzeige, Spiele sind im ganzen Film nicht zu finden. Da bringt es der englische Titel The Package doch viel deutlich auf den Punkt, worum es geht. Ein Päckchen nämlich, das Tommy (Steve Austin) zu einem mysteriösen Gangsterboss bringen soll, der überall nur „der Schwede“ genannt wird (Dolph Lundgren).

Wenn es nach Tommy ginge, dürfte sich jemand anderes an dem Auftrag versuchen. Ein besserer Laufbursche? Das ist nicht unbedingt ein Job nach seinem Geschmack, dann doch lieber das Schuldeneintreiben. Da darf er ohne große Skrupel, dafür mit umso mehr Gewalt andere Leute zur Vernunft bringen. Oder ins Krankenhaus. Darin ist er recht effektiv, weshalb er einen recht guten Ruf in gewissen Kreisen genießt. Kein Problem, das der Schrank in Menschengestalt nicht aus der Welt schaffen kann. Bis auf eins: sein Bruder Eddie. Der sitzt im Knast und schuldet Tommys Boss Big Doug (Eric Keenleyside) eine ganze Menge Geld. Eine große Wahl hat der große Bruder also nicht, als Big Doug ihn mit dem kleinen Päckchen unterm Arm auf den Weg schickt. Immerhin darf Tommy sein großes Kampftalent ausgiebig unter Beweis stellen, denn es sind noch andere Verbrecher scharf auf den geheimnisvollen Inhalt.The Package – Killer Games Szene 1

Ex-Wrestler Steve Austin trifft auf Schwedenhüne Dolph Lundgren – da reiben sich Fans schon im Vorfeld die Hände, verspricht das doch Actionszenen satt. Doch dieses Versprechen wird nur teilweise eingelöst. Zwar spielt auch Lundgren hier eine gefährliche Kampfmaschine, seine Rolle ist jedoch eher klein. Erst zum Ende begegnen sich die beiden Genregrößen überhaupt. Die restliche Zeit über gehört die Bühne allein Austin und wer auch immer da gerade den Fehler macht, sich diesem entgegenzustellen.

The Package – Killer Games Szene 2

Kampfszenen gibt es dafür mehr als genug, mal mit Waffen, mal per Faust, meistens tödlich. Die sind auch gekonnt in Szene gesetzt, ohne aber in irgendeiner Form hervorzustechen. Das Gleiche gilt für die inhaltsleeren Charaktere und die Story, die erwartungsgemäß nicht viel zu erzählen hat und eher Mittel zu dem Zweck ist, zahlreiche Auseinandersetzungen zeigen zu dürfen. Das ist okay, mehr braucht der nicht sonderlich ambitionierte Film auch nicht. Geboten wird launige und und von Regisseur Jesse V. Johnson kompetent umgesetzte Haudraufaction. Negativ fällt nur der Anfang auf, da braucht The Package zu lange, um aufs eigentliche Thema zu kommen. Und auch die gelegentlichen Versuche, durch Tommys Freundin Darla mehr emotionale Tiefe ins Spiel zu bringen, darf man getrost ignorieren. Da die aber zum Glück nur am Rande stattfinden, finden Genrefans einen immerhin durchschnittlichen Vertreter.

The Package – Killer Games ist seit 11. November auf DVD und Blu-ray erhältlich



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The Package – Killer Games (2013)
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The Package – Killer Games (2013)
Das große Duell Steve Austin Vs. Dolph Lundgren bleibt zwar aus, The Package bietet aber genügend kompetent umgesetzte Actionszenen, um Fans glücklich zu machen. Wie so oft, sollte man die Geschichte dahinter aber nicht sonderlich ernstnehmen, die dient nur als Mittel zum Zweck.
5von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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