(„Trespass“ directed by Joel Schumacher, 2011)

In die gut gesicherte Villa des erfolgreichen Diamantenhändlers Kyle Miller (Nicolas Cage) wird eingebrochen. Die vier Eindringlinge haben es auf wertvolle Diamanten und einen großen Haufen Bargeld abgesehen, doch wie sich herausstellt hat Kyle alles nur auf Pump gekauft und der Schein der vielen Autos und teuren Einrichtung trügt offenbar.
Als die Verbrecher auch durch Drohungen seine Frau Sarah (Nicole Kidman) und Tochter Avery (Liana Liberato) zu töten nicht weiterkommen, spitzt sich die Lage zu und es wird deutlich, dass sich auch die gewalttätige Gang nicht in allen Punkten einig ist.

Trespass ist definitiv einer der besseren Filme mit Nicolas Cage, allerdings wird der gute, alte Herr es wohl nicht mehr schaffen an Werke wie The Rock oder Con Air anzuschließen. Cage spielt engagiert und inbrünstig, wird aber von Kollegin Kidman ein wenig in den Schatten gestellt, die mit voller Überzeugung versucht ihr trauriges Familiendasein zu schützen. Sogar die düsteren Geheimnisse, die sie mit sich trägt stoßen beim Zuschauer eher auf Verständnis als Ablehnung. Die rund 90 Minuten vergehen zuerst recht zügig, die erste Hälfte baut erwartungsgemäß eine gewisse Spannung auf, bis man sich mitten in der zweiten Halbzeit fragt ob er Film Überlänge hat und man noch einmal zur DVD-Hülle greift um nachzusehen. Hat er nicht, leider geschieht nur bis zum Finale nichts wahnsinnig Aufregendes mehr.

Verglichen mit einer Achterbahnfahrt ist der Spannungswechsel auch bei Trespass sehr abenteuerlich. Gerade wenn es mal wieder richtig zur Sache zu gehen scheint, oder es richtig zur Sache gegangen ist, werden die aufkeimenden Emotionen schlagartig wieder in einer fragwürdigen Wendung erstickt. Dass diese Berg- und Talfahrt für den Betrachter eher eine Enttäuschung darstellt hat leider auch Joel Schumacher nicht bedacht, der mit früheren Werken (Nicht Auflegen!, Number 23, Batman Forever, Falling Down, Makellos) auch durchaus schon auf einer kompletten Filmlänge begeistern konnte. Als kleines Bonbon findet man auf der DVD neben einem netten Making Of, auch Interviews und eine, für mich immer betrachtenswerte, B-Roll.

Trespass erscheint am 28. Februar auf Blu Ray und DVD

Trespass
4.33 (86.67%) 3 Artikel bewerten

Trespass
Trotz der härteren Kritik muss ich sagen, dass der Film im Großen und Ganzen Unterhaltung bieten kann und ein paar witzige Kniffe aufzeigt, sei es in der Machart oder bei oft kleinen, aber pfiffigen Einfällen zwischendurch. Wenn man sich damit abfindet, dass es den Cage von damals wohl nicht mehr geben wird und man sich versucht an den neuen zu gewöhnen, dann macht es das Ganze umso leichter. In mancherlei Hinsicht erinnert Trespass auch an den ungleich besseren Film Hostage – Entführt mit Bruce Willis aus dem Jahre 2005.
6von 10

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