(„About Schmidt“ directed by Alexander Payne, 2002)

Alle guten Dinge sind drei. Einsamkeit. Selbstmitleid. Endzeitstimmung. Mit seiner Lebensphilosophie, erzeugt Warren Schmidt (Jack Nicholson), 66 Jahre alt aus Nebraska, eine Atmosphäre, die den Zuschauer schon zu Beginn des Films in eine depressive Stimmung versetzt. Alles ist schlecht, alle sind doof – vor allem ich – und wo liegt eigentlich der Sinn meines Lebens? Fragt sich Warren, als er in den Ruhestand versetzt wird und einige Tage später, seine Frau Helen tot im Haus vorfindet.

Warren fällt in ein Loch, aus dem er nicht mehr herauskommt. Schlimmer noch – es wird immer tiefer und tiefer und es scheint, als ob der Zuschauer gleich selbst mit hineinfällt. Zielstrebig geht es mit seinem Gemüt bergab und immer wieder erhofft er sich eine positive Wendung im Film, doch keine Chance – man wird bitter enttäuscht.

Unterstrichen wird die grundschlechte Stimmung noch von der klagenden, schleppenden Filmmusik, die zwar zu der Szenerie passt, allerdings, den Zuschauer dazu zwingt, seine Schultern immer mehr herunter hängen zu lassen, so dass er sich irgendwann selbst fragen muss, was ER eigentlich im Leben erreicht hat und wo SEIN Sinn des Lebens liegt.

Etwa zwei Stunden lang – geschätzte vier – ist der Zuschauer dazu verdonnert, einem alten Greis dabei zuzuschauen, wie nutzlos und allein gelassen er sich fühlt, immer seniler wird und sich sogar ausrechnet, wann er sterben wird. Dass Jack Nicholson seine Rolle gut spielt, ist nicht anzuzweifeln, wobei man sich allerdings fragen muss, wie schwierig es überhaupt ist, niedergeschlagen zu gucken und endzeitliche Stimmung zu verbreiten. Dass Warren zum Ende des Films noch einmal den Triumph erleben DARF, das Gefühl zu haben, etwas zu bedeuten, kann den Zuschauer aber leider nicht mehr aufbauen. So gut seine Stimmung vor dem Film war, umso schlechter wird sie danach sein.

About Schmidt
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