(„Batman: Gotham Knight“ directed by Yasuhiro Aoki, Futoshi Higashide, Toshiyuki Kubooka, Hiroshi Morioka, Jong-Sik Nam & Shoujirou Nishimi, 2008)

Ähnlich wie bei Star Wars oder bei Matrix wurde auch zum aktuellen Batman-Streifen eine Anime-Version kurz vor der Kino-Premiere veröffentlicht der die Gaps zwischen Batman Begins und The Dark Knight überwinden soll. Sechs asiatische Regisseure, sechs animierte Episoden und das Ganze in kompakte 75 Minuten Laufzeit, dürften den riesigen Durst der Batman-Fans ein wenig stillen. Zwar bin ich chronologisch gesehen, das Ganze falsch angegangen da ich den Dark Knight bereits im Kino gesehen habe, aber das tut nichts zur Sache. Man kann übrigens getrost ohne jegliche Vorkenntnis an die Kurzfilme herangehen und für diejenigen die den neuen Batman noch nicht gesehen haben (gibt es da echt noch wen? 😉 ) wird auch nichts gespoilert. Was die Villains angeht, so kommen der dem breiten Publikum bereits bekannte Scarecrow, Killer Croc und – der meiner Meinung nach – sehr gut gelungene Deadshot vor. In der deutschen Synchronisierung darf das Publikum dem deutschen Sprecher von Christian Bale lauschen in der Originalfassung hingegen spricht Kevin Conroy den dunklen Ritter. Dies ist deshalb erwähnenswert, da dieser Mann bereits in etlichen anderen animierten Batman-Serien den Comic-Charakter Bruce Wayne seine Stimme geliehen hat. Grob gesagt, stellen die sechs Folgen eine Art Entwicklung zum „Dark Knight“ dar, auch wenn keine wirklich wichtigen Schlüsselmomente vorkommen, also nicht wie etwa bei „The Animatrix“ die Story erheblich erweitert wird. Eine Zusammenfassung der einzelnen Episoden finde ich übrigens nicht dringend nötig an dieser Stelle. Am besten bei Gelegenheit einfach selbst mal reinschauen und sich unterhalten lassen. Die Animationen sind erste Sahne und ich bin froh, dass DC seinen Charakter bei seinem Anime-Abenteuer in asiatischen Händen gelegt hat. Erwähnenswert finde ich noch, dass Brian Azzarello und Greg Rucka, zwei ganz Große im Comic-Business, ihre Hände bei zwei Screenplays mit im Spiel hatten und außerdem auch David S. Goyer mit von der Partie war.

Batman: Gotham Knight
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