Kritik

Sweeney Todd

„Sweeney Todd“ // Deutschland-Start: 21. Februar 2008 (Kino) // 18. Juli 2008 (DVD/Blu-ray)

Mit hohen Erwartungen bin ich an den neuesten Film von Ausnahmeregisseur Tim Burton herangegangen und wurde nicht enttäuscht. Er basiert auf einem Broadway-Musical und erzählt die Geschichte von Benjamin Barker (Johnny Depp), einem zu Unrecht verurteilten Barbier aus London erzählt. Er wurde von Richter Turpin (Alan Rickman) auf eine Strafkolonie verbannt, damit sich der Gesetzesmann über seine hübsche Frau hermachen kann. Nach 15 Jahren kehrt Barker, der sich von nun an Sweeney Todd nennt, in die britische Hauptstadt zurück. Er plant mit mit seinen jungen Helfer Anthony Hope (Jamie Campell Bower), den Richter Turpin umzubringen und seine Tochter Johanna (Jayne Wisener) endlich wiederzusehen. Seine Frau soll in der Zwischenzeit jedoch verstorben sein, so erzählt es ihm jedenfalls die mysteriöse Kuchenbäckerin Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter). Der Barbier beschließt wieder sein Geschäft zu eröffnen und hofft, Richter Turpin als Kunden zu gewinnen, um ihn dann, wenn er ihm und seinen Messern hilflos ausgeliefert ist, zu ermorden. Als dieser Plan jedoch schief geht, schließt er ein grausiges Geschäftsabkommen mit der Bäckerin Mrs. Lovett, um endlich seine Rache zu stillen…

Die Story ist spannend aufgebaut und die Bilder von einem London im 19. Jahrhundert sind wirklich atemberaubend. In ca 120 Minuten Laufzeit bekommt der Zuschauer eine geniale Performance von Johhny Depp und der phänomenalen Helena Bonham Carter geboten. Erwähnenswert ist vor allem die Wette, die Sweeney mit Signor Adolfo Pirelli (Sacha Baron Cohen) abschließt. Sie konnte mich besonders fesseln, vor allem wegen der perfekten Schauspiel-Leistung der zwei Wettbewerber. Da das ständige Wechseln zwischen englischem Gesang und deutschen Dialogen in der Synchronisation irgendwie nicht so gut klingt, empfiehlt es sich, den Film komplett im Originalton zu gucken. Auf jeden Fall ein ein Streifen, der visuell und atmosphärisch einiges bieten kann. Zwar kenne ich das Original nicht, aber ich war beeindruckt, wie gut die einzelnen Schauspieler singen können.

Credits

OT: „Sweeney Todd: The Demon Barber Of Fleet Street“
Land: UK, USA
Jahr: 2007
Regie: Tim Burton
Drehbuch: John Logan
Vorlage: Stephen Sondheim, Hugh Wheeler
Musik: Stephen Sondheim
Kamera: Dariusz Wolski
Besetzung: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman, Timothy Spall, Sacha Baron Cohen

Trailer

Kaufen

Bei den Amazon-Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.​



(Anzeige)

Über den Autor

Ehemaliger Autor

2 Responses

  1. movie-struck

    Jawohl, da war ich auch beeinrduckt, wie gut die Stimmchen herausquellen, gerade bei Johnny Depp, von dem ich so etwas nicht erwartet hatte.
    Ein Titel, der ständig wiederholt wird, ging mir aber dann am Ende auch auf die Nerven, welches aber das einzige Manko für mich dargestellt hat, da ansonsten die Lieder sehr viel Unterhaltung bieten. Storytechnisch, muss ich Candide zustimmen, erste Sahne und schön düster alles. Johnny Depp spielt mal wieder hervorragend!

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort