(„Holli-dei“ directed by Yun-Ho Yang, 2006)

Nachdem ich bereits „Fighter In The Wind“ vom Südkoreaner Yun-Ho Yang gesehen habe und davon sehr enttäuscht war, dachte ich mir ich gebe dem Regisseur noch eine Chance mit seinem letzten Film. In der Tat war ich diesmal positiv überrascht. Zwar stellen die ca. 125 Minuten Laufzeit kein Meisterwerk dar, aber es ist doch etwas vorhanden das Potenzial aufweist. Es geht um die olympischen Sommerspiele 1988 die in Seoul abgehalten wurden. Basierend auf real passierten Tatsachen, erzählt der Streifen wie eins von vielen Armenvierteln in der Hauptstadt gnadenlos geräumt wurden, um Platz für neue, prunkvolle Gebäude und Straßen zu machen. Die Aufständischen werden dabei vom leitenden Polizisten, Kim An-seok (Choi Min-soo) brutal niedergeschlagen und später verhaftet. Die Gefängnisstrafen fallen dabei übertrieben hoch aus, so erhält der Hauptdarsteller Ji Kang-heon (Lee Sung-jae), dessen Bruder vom Bullenchef persönlich erschossen wurde, über 15 Jahre Knast. Wie es der Zufall will, wird Kim An-seok in der Zwischenzeit zum Gefängnisdirektor befördert in dem Ji Kang-heon einsitzt. Der gebrochene, junge Mann schwört sich Rache und schließt sich mit seinen Zellengenossen zusammen. Gemeinsam planen sie ihre Flucht und wollen anschließend der ganzen Welt mitteilen wie Koreas Demokratie wirklich funktioniert. Verfolgt vom aufgebrachten Kim An-seok endet das ganze jedoch in einem riesigen Blutbad…
Ein durchaus solider Film mit einer Message der da dem Zuschauer geboten wird, auch wenn man vll. noch mehr rausholen gekonnt hätte. Jedenfalls wird man den Regisseur im Auge behalten müssen, denn was man an tollen Bildern und erdrückenden Szenen erleben durfte, dürfte gutes für die Zukunft bedeuten.

State Of Violence
3.76 (75.29%) 17 Artikel bewerten

Über den Autor

Ehemaliger Autor

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.