Kritik

State of Violence

„State of Violence“ // Deutschland-Start: 25. Mai 2007 (DVD)

Nachdem ich bereits Fighter In The Wind vom Südkoreaner Yun-Ho Yang gesehen habe und davon sehr enttäuscht war, dachte ich mir, ich gebe dem Regisseur noch eine Chance mit seinem letzten Film. In der Tat war ich diesmal positiv überrascht. Zwar stellen die ca. 125 Minuten Laufzeit kein Meisterwerk dar, aber es ist doch etwas vorhanden, das Potenzial aufweist.

Es geht um die Olympischen Sommerspiele 1988, die in Seoul abgehalten wurden. Basierend auf real passierten Tatsachen erzählt der Streifen, wie eines von vielen Armenvierteln in der Hauptstadt gnadenlos geräumt wurden, um Platz für neue, prunkvolle Gebäude und Straßen zu machen. Die Aufständischen werden dabei vom leitenden Polizisten Kim An-seok (Min-soo Choi) brutal niedergeschlagen und später verhaftet. Die Gefängnisstrafen fallen dabei übertrieben hoch aus, so erhält Ji Kang-heon (Sung-jae Lee), dessen Bruder vom Bullenchef persönlich erschossen wurde, über 15 Jahre Knast. Wie es der Zufall will, wird Kim An-seok in der Zwischenzeit zum Gefängnisdirektor befördert, in dem Ji Kang-heon einsitzt. Der gebrochene, junge Mann schwört Rache und schließt sich mit seinen Zellengenossen zusammen. Gemeinsam planen sie ihre Flucht und wollen anschließend der ganzen Welt mitteilen, wie Koreas Demokratie wirklich funktioniert. Verfolgt vom aufgebrachten Kim An-seok endet das ganze jedoch in einem riesigen Blutbad …

Ein durchaus solider Film mit einer Message, die da dem Zuschauer geboten wird, auch wenn man vielleicht noch mehr hätte rausholen können. Jedenfalls wird man den Regisseur im Auge behalten müssen, denn was man an tollen Bildern und erdrückenden Szenen erleben durfte, dürfte Gutes für die Zukunft bedeuten.

Credits

OT: „Holli-dei“
Land: Südkorea
Jahr: 2006
Regie: Yun-Ho Yang
Drehbuch: Hee-Jae Kim, Yun-ho Yang
Besetzung: Min-soo Choi, Sung-jae Lee

Trailer



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State Of Violence
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