(„Ghost Rider“ directed by Mark Steven Johnson, 2007)

Ghost RiderAls Marvel-Fan musste ich natürlich auch Ghost Rider im Kino sehen. Der Film von Mark Steven Johnson bedient sich an den Comicheften die Garth Ennis geschrieben hat, wobei ich diesmal keinen direkten Vergleich machen kann, da mir der Run von Ennis (noch) unbekannt ist. Ghost Rider bietet jedenfalls in ca 110 Minuten Laufzeit nicht unbedingt viel Tiefe, dafür aber gutes, altgewohntes Popcornkino. Man muss fairerweise sagen, dass Nicolas Cage den Film mehr oder weniger rettet, denn die Performance seiner Kollegen sind mehr als schlecht.

Die Story handelt von einen Stuntman namens Johnny Blaze (Nicolas Cage). Mit seinem Dad arbeitet er in einem Zirkus wo er täglich unglaubliche Tricks mit seinem Motorrad seinem Publikum bietet. Als er eines Tages erfährt dass sein Vater Krebs hat und am selben Abend dann auch noch Besuch von Mephistopheles (Peter Fonda) bekommt, geht Johnny kurzerhand einen diabolischen Pakt ein: er verkauft seine Seele an den Teufel, im Gegenzug heilt dieser seinen Vater von der tödlichen Krankheit. Anfangs scheint alles glatt zu laufen, doch plötzlich stirbt Johnny’s Vater bei einem Stunt.

Im Film findet hier ein Cut statt und der Zuschauer wird einfach in die Zukunft befördert, in der uns ein erwachsener Johnny Blaze begegnet der mittlerweile ein berühmter Stunt- und Showman ist. Johnny riskiert bei jedem seiner Motorrad-Sprünge regelrecht Kopf und Kragen und jeder der ihn sieht stellt sich unweigerlich die Frage wie ein einfacher Mann solchen Wahnsinn überhaupt überleben kann. Er selbst scheint ein gelangweiltes Leben zu führen und sich für Nichts und Niemanden begeistern zu können, bis eines Tages seine alte Liebe Roxanne Simpson (Eva Mendes) auftaucht. Zeitgleich machen sich düstere Gestalten auf ihren Weg um den sogenannten Ghost Rider zu finden um ihn als Verbündeten zu gewinnen. Bald wird klar, dass es sich dabei um Johnny Blaze handelt der einst ja mit dem Teufel paktiert hat und seitdem die Fähigkeit besitzt nach Einbruch der Dunkelheit sich in eine Art Dämon zu verwandeln. Der Streifen wird hier deutlich action-lastiger und der Kinobesucher bekommt ein paar tolle Kämpfe zu sehen. Das Ende spielt sich in einer wunderbaren, düsteren Western-Stadt, irgendwo in der Wüste ab.

Alles im allen ein solider Action-Film den man sich ruhig zur puren Unterhaltung ansehen darf. Die Performance der Schauspieler sind zwar eher mau, aber am Ende reicht es aus. Die musikalische Untermalung von Christopher Young ist hingegen sehr abwechslungsreich und gelungen. Teilweise sind wirklich fetzige Stücke dabei die dem Film eine richtige gruselige Western-Atmosphäre verpassen.

Ghost Rider
3.87 (77.33%) 15 Artikel bewerten

Ghost Rider
Solide Actionkost die kurzweilig zu unterhalten weiß, die am Ende aber leider nur mieses Schauspiel und eine recht schwache Story bietet
5von 10

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4 Responses

  1. justin slammer

    Also ich fand ihn schon ziemlich cool. Der Ghost Rider ist einfach ein geiler Charakter. Tiefe ist natürlich wie du auch sagst nicht vorhanden, mich interessiert trotzdem der Comic, um mal vergleichen zu können.

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  2. Der kleine Candide

    Das Comic trudelt bei mir Ende des Monats ein 😉

    Ich denke es wird schon gut sein, denn Garth Ennis steht für höchste Qualität. Es handelt sich dabei aber um eine Miniserie soweit mir bekannt ist, hat also nichts mit der regulären Serie (die eingestellt wurde) zu tun.

    Einziger Punkt der vielleicht zum nachdenken anregt, ist Ghost Rider’s Job: Das Hinrichten von Verbrechern, oder allgemeiner gesagt „schlechten“ Menschen. Leider überfliegt der Film dieses Thema mehr oder weniger, aber das Ziel ist ja zu unterhalten…

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  3. justin slammer

    Der Comic von Ennis, ist das einfach die Filmstory?
    Ich glaube es wird nämlich auch ne neue Serie aufgesetzt, aber von jmd anderem.
    Vielleicht kommt das Thema mit dem Verurteilen der schlechten Menschen im Comic besser raus.

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  4. Der kleine Candide

    Soweit ich weiss ist der Film eine Adaption vom Comic. Das heißt so viel dass das Comic nicht für den Film geschrieben wurde ergo es kann nur besser sein 😉

    Von einer neuen Serie weiss ich nichts, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen. Sie müßen das natürlich ausnutzen…den Hype meine ich.

    Das „verurteilen“ kommt sicher besser rüber, da Ennis für seinen Stil berühmt ist. Ich empfehle dir da seine Arbeiten mit „Preacher“ und „The Punisher“. Du wirst schnell merken wie der Typ drauf ist 😉

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