(„Sin City“ directed by Robert Rodriguez and Frank Miller, 2005)

Sin CityFür mich ist Sin City eine der besten Comicverfilmungen der letzten Jahre. Robert Rodriguez bleibt Frank Miller’s Vorlage sehr treu und bringt das Sin City-Universum gekonnt auf die Leinwand. Mit sehr viel Liebe zum Detail schaffen es die beiden sogar aus den Film etwas rauszuholen was mit dem Medium Comic nicht möglich ist. Ein wirklich bombastischer Film der in mehr als 120 Minuten Laufzeit dem Zuschauer keine Zeit zum verschnaufen gönnt.

Verfilmt wurden dabei drei Bänder aus Miller’s siebenteiliger Comic-Reihe. Den Anfang (und auch das Ende) macht dabei ein namenloser Profikiller (Josh Hartnett), der auch sofort den Ton angibt. Nachdem der tolle Vorspann fertig ist, beginnt die Story von Marv (Mickey Rourke) der gerade den Mord an seine geliebte Goldie (Jaime King) verarbeitet. Danach folgt die Story von Hartingan (Bruce Willis): der aufrichtige Cop will die kleine Nancy (Jessica Alba) vor dem perversen und pädophilen Senatorsohn Roark Jr. (Nick Stahl) retten. Der Film erzählt diese Geschichten allerdings nicht chronologisch, weshalb sich die das Ganze mehr und mehr verstrickt, bis schließlich im dritten und letzten Akt noch Dwight McCarthy (Clive Owen) hinzukommt. Dieser bekommt es mit dem korrupten Cop Jackie Boy (Benicio del Toro) zu tun.

Es macht wenig Sinn eine Zusammenfassung der einzelnen Storys wiederzugeben, denn es wäre einfach zu komplex und würde zu viel verraten. Anzumerken sind die wirklich genialen Leistungen von Bruce Willis, Clive Owen und Benicio del Toro. Mickey Rourke scheint für die Rolle als Marv geradezu wie geboren zu sein und auch der Rest des Cast ist sorgfältig und passend gewählt. Die weiblichen Schauspielerinnen beschränken sich hier keineswegs auf ihr gutes Aussehen, sondern ihre Figuren spielen wirklich wichtige Rollen. Vor allem Jessica Alba, Devon Aoki, Rosario Dawson und Brittany Murphy konnten mich überzeugen. Sin City ist nicht nur bildgewaltig, sondern meiner Meinung nach perfekt besetzt. Erwähnenswert sind noch der Guest-Director-Auftritt von Quentin Tarantino, der wirklich cool gespielte korrupte Polizist Bob von Michael Madsen und ein wirklich furchteinflössender Michael Clarke Duncan als Mafiaboss Manute. Die musikalische Untermalung wurde höchstpersönlich von Robert Rodriguez koordiniert und auch teilweise selbst instrumentalisiert.
Geplant sind zudem zwei weitere Filme (Sin City 2: A Dame to Kill For) die die restlichen Comic-Bänder beinhalten werden, wir dürfen also gespannt sein.

Sin City
4 (80%) 17 Artikel bewerten

Sin City
Hervorragende Schauspieler, bildgewaltige Action und ein wirklich einzigartiger Look der dem Comic alle Ehre macht
9von 10

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4 Responses

  1. Der kleine Candide

    Hatte Anfang mit einer Zusammenfassung begonnen, dann aber alles verworfen da es einfach zu kompliziert geklungen hat und ich gewisse Teile nicht weglassen wollte in der Zusammenfassung 🙂

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  2. Der kleine Candide

    Weiß nicht, laut IMDb ist immer noch 2010 das Erscheinungsjahr. Allerdings gilt das Sequel als „in production“, von daher könnte uns Rodriguez tatsächlich früher als erwartet beglücken.

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