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Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde

Brokenwood Mord in Neuseeland Staffel 8
„Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde“ // Deutschland-Start: 5. Juni 2026 (DVD) // 4. Oktober 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Seit 1860 schon sind die Hollands und die Fergusons miteinander verfeindet. Ausgangspunkt war ein riesiges Gold-Nugget, das sie seinerzeit fanden, dann aber in den Fluss fiel und spurlos verschwand. Ein kostspieliger Verlust, den sie sich gegenseitig zum Vorwurf machen. Als Jane Fergusson (Kerry-Lee Dewing) bei der Suche nach dem Schatz erschossen wird, ist sich ihre Schwester Annie (Jess Holly Bates) daher auch sofort sicher, dass es der verhasste Bill Holland (Josh McKenzie) getan haben muss. D.C. Daniel Chalmers (Jarod Rawiri) und Kristin Sims (Fern Sutherland) nehmen den Tatort unter die Lupe, suchen nach Hinweisen, was genau da geschehen ist. Dabei stellen sie fest, dass die Geschichte anders war, als es auf den ersten Blick erscheint …

Zurück in die Vergangenheit

Als hiesiger Fan von Brokenwood – Mord in Neuseeland sollte man schon einiges an Geduld mitbringen. Nicht nur, dass wir in Deutschland gleich vier Jahre hinterherhinken, was die Ausstrahlung von Folgen angeht. Aktuell wird hierzulande die achte Staffel ausgestrahlt, die in der Heimat bereits 2022 lief. Hinzu kommt, dass die ARD die einzelnen Folgen nicht am Stück zeigt, sondern mit teils erheblichen zeitlichen Abständen. Zuletzt war Ende Mai Für eine Handvoll Münzen zu sehen, wo ein Mann im Rahmen einer Spoof-Weltmeisterschaft brutal ermordet wird. Seither war vier Monate lang Sendepause, bevor mit Die Familienfehde die fünfte von sechs Folgen kommt. Das ist auch deshalb wenig begreiflich, da die Staffel inzwischen auf DVD erschienen ist, weshalb ein Teil der Zielgruppe bereits bedient sein dürfte.

Für sich genommen ist aber auch dieser Film hier wieder sehenswert geworden. Erneut nimmt einen die beliebte Krimireihe mit zu einem etwas eigenen Milieu, das von schrägen Gestalten bevölkert wird. Dieses Mal bekommen wir es mit Goldsuchern zu tun, eine heutzutage sicher nicht ganz alltägliche Aktivität. Und damit das Ganze noch etwas traditioneller wirkt, gibt es Country-Musik und Line Dancing. Sonderlich neuseeländisch geht es in Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde also nicht zu. Aber die Reihe lebt ja ohnehin weniger von einem realistischen Abbild der Realität, sondern den schrägen Figuren und den skurrilen Momenten. Da hat man des Öfteren das Gefühl, in einer Parallelwelt gelandet zu sein. Da ist die Goldsuche im Fluss fast noch eines der normaleren Milieus.

Mehr Tragik als sonst

Wobei diese im Grundsatz humorvolle Ausrichtung durchaus auch ernste Themen enthält. Je mehr wir über die beiden Familien erfahren und über die einzelnen Menschen, umso mehr tragische Elemente kommen hinzu. Wenig überraschend enthält das auch das Motiv einer verbotenen Liebe, eine typische Romeo-und-Julia-Situation also. Das mag dann nicht überraschend sein, es funktioniert aber auch in dieser Variante noch sehr gut. Hinzu kommen bei Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde – wir haben es nun einmal mit einem Rätselkrimi zu tun – diverse Wendungen, wenn wieder alles ganz anders ist. Denn auch an den Stellen wird es emotionaler.

Die Auflösung ist nicht ganz so befriedigend. Es handelt sich nicht um einen cleveren Krimi, bei dem irgendwelche raffinierten Verbrechen begangen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Genrebeiträgen, wo das als recht billige Möglichkeit genommen wird, einfach zum Ende zu kommen, ergibt sich das hier nachvollziehbar aus den Ereignissen. Man nimmt dem Film ab, dass sich so etwas zugetragen hat, anstatt einfach nur per Losverfahren zu entscheiden, was die richtige Antwort ist. Insgesamt macht Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde wie die meisten Folgen Spaß, zumal es da auch witzige Szenen innerhalb des Teams gibt. Insofern hat sich die Wartezeit dann doch wieder gelohnt.

Credits

OT: „Brokenwood Mysteries: Good as Gold“
Land: Neuseeland
Jahr: 2022
Regie: Caroline Bell-Booth
Drehbuch: Sarah-Kate Lynch, Timothy Balme
Musik: Joel Haines
Kamera: Marty Smith
Besetzung: Neill Rea, Fern Sutherland, Jarod Rawiri, Cristina Serban Ionda, Karl Willetts, Kerry-Lee Dewing, Josh McKenzie, Jessie Lawrence, Jess Holly Bates, Lisa Chappell, Roy Billing, Roimata Fox

Bilder

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Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde
fazit
In „Brokenwood – Mord in Neuseeland: Die Familienfehde“ muss die Polizei herausfinden, wer eine Frau während ihrer Goldsuche erschossen hat. Die Folge nimmt wieder einiges Humor, kombiniert das aber mit tragischen Elementen. Da sieht man auch über die wenig raffinierte Auflösung hinweg.
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