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© ZDF/ Julia Feldhagen / Guido Engels

Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag

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„Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag“ // Deutschland-Start: 4. Dezember 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Ihr Leben lang konnten die zwei ungleichen Schwestern Mona Berthold (Maren Kroymann) und Marie Decker (Ulrike Kriener) nicht miteinander. Aber vielleicht ist es jetzt an der Zeit, doch mal an einem Strang zu ziehen. Zumindest hatten sie sich das vorgenommen und wollen gemeinsam die Pension „Sonnengruß“ führen. Dabei stellt sich aber schnell heraus, dass ihre unterschiedlichen Ansichten schwer miteinander zu verbinden sind, immer wieder kommt es zu Meinungsverschiedenheiten. Das Verhältnis zwischen Mona und ihrer Tochter Sophia Berthold (Susanne Bormann) ist auch nicht das Beste. Selbst die Geschichte mit Hinnerk Klaasen (Thomas Sarbacher) droht, kompliziert zu werden. Und als wären das nicht genügend Schwierigkeiten, bekommt Mona noch Besuch von Chiara Ott (Ann-Kathrin Kramer), einer alten Bekannten aus besseren High-Society-Tagen, denen sie noch immer hinterher trauert …

Fortsetzung der Hit-Komödie

Es geht doch nichts über zwei ungleiche Menschen, die man irgendwie zwingt, zusammen Zeit zu verbringen! Das Prinzip lässt sich in vielfacher Weise anwenden, sei es bei einem Buddy Film oder einem Roadmovie. Aber auch reine Komödien funktionieren gut. Zumindest war man davon überzeugt, als man Ende 2021 im ZDF Mona & Marie: Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte ausstrahlte. Der Film war zwar ziemlich mäßig, überzeugte weder als Weihnachtstitel noch als Komödie. Dennoch fand sich ein genügend großes Publikum, um zwei Jahre später mit Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag die beiden Schwestern noch einmal vor die Kamera zu locken und reihenweise neuer Streitigkeiten zu inszenieren. Rund 6,4 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen sollten schließlich wieder bedient werden.

Auch wenn der zweite Teil erneut in der Vorweihnachtszeit gesendet wird, verzichtete man dieses Mal darauf, krampfhaft irgendwas mit Weihnachten konstruieren zu wollen. Tatsächlich hätte der Film quasi zu jeder Jahreszeit kommen können. Inhaltliche Anknüpfungen gibt es aber natürlich auch so. Es sind sogar so viele, dass es ratsam wäre, den Vorgänger gesehen zu haben. Zwar erzählt Drehbuchautor Mathias Klaschka (Solo für Weiss: Liebeswut), der bei beiden Filmen für die Geschichte verantwortlich war, grundsätzlich etwas Eigenständiges. Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag baut dabei aber stark auf den Ereignissen des ersten Teils auf. So muss man schon die speziellen Familienverhältnisse kennen, um hier auf seine Kosten zu kommen. Ansonsten wird man da einiges nicht richtig nachvollziehen können, etwa im Hinblick auf Sophia. Auch die Geschichte mit Harald nahm beim letzten Mal seinen Anfang, selbst wenn die Figur verwirrenderweise umbesetzt wurde.

Nette Berieselung für den Abend

Der Gegensatz der beiden Schwestern wurde sowieso beibehalten, wenngleich er etwas abgeschwächt wurde. Beim letzten Mal knallte es noch ordentlich, damit am Ende umso mehr Zuckerguss auf alles geschüttet werden konnte. In zwischen hat man sich so einigermaßen zusammengerauft, weshalb das Motiv der Annäherung bei Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag weniger ausgeprägt ist. Nun ist natürlich die Frage: Wenn sowohl Weihnachten wie auch die Annäherung wegfallen, was bleibt dann noch? Die Witze. Zum Teil sind es dieselben wie im Debüt, da hat man sich nicht sonderlich weiterentwickelt. Es gibt aber auch Running Gags rund um Monas Unvermögen, das eigene Alter zu akzeptieren – etwa ihre zunehmende Schwerhörigkeit.

Die große Kunst der Komödie ist das beim zweiten Anlauf erneut nicht. Erneut gibt es nicht so wahnsinnig viel zu lachen. Im direkten Vergleich ist Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag dem Vorgänger aber etwas überlegen. So nervt man hier nicht mit dem erzwungenen Humor. Der Kitsch hält sich ebenfalls in Grenzen, auch wenn es zum Schluss natürlich wieder besinnlich werden darf. Es ist eher so, dass alles etwas vor sich hinplätschert. Das ist alles irgendwie ganz nett, dazu gibt es hübsche Aufnahmen von der Nordsee. Und natürlich ein gutes Ensemble, auch wenn dieses zu selten die Gelegenheit bekommt, das auch zu demonstrierten. Wem das reicht, kann hier mal reinschauen. Für ein wenig Berieselung am Abend ist das gut genug.

Credits

OT: „Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Britta Keils
Drehbuch: Mathias Klaschka
Musik: Paul Eisenach, Jonas Hofer
Kamera: Ralf M. Mendle
Besetzung: Maren Kroymann, Ulrike Kriener, Ann-Kathrin Kramer, Susanne Bormann, Thomas Sarbacher, Stephan Bissmeier, Anne Düe

Bilder

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Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag
fazir
„Mona & Marie: Ein etwas anderer Geburtstag“ zwingt erneut den zwei ungleichen Schwestern diverse Konflikte auf. Der Film nervt weniger als der Vorgänger, wo ziemlich plump Weihnachten und Versöhnung mit hinein mussten. Mehr als eine durchschnittliche Komödie zum Berieseln ist aber auch der zweite Teil nicht.
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