Kritik

Hikage no hotori Shadow Side

„Shadow Side“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Wer hat nicht schon mal das Gefühl gehabt, dass da irgendwelche kleine Wesen in der Wohnung sind, die immer irgendwelche Sachen verstecken oder anderweitig für Unordnung sorgen? Laut Miō Hiruma ist das keine reine Einbildung, zumindest wenn es nach seinem Anime-Lurzfilm Shadow Side geht. Darin erzählt er von Tim und Faine, die einem Volk winzigkleiner, dabei menschenähnlicher Wesen angehören und in der Wohnung von tatsächlichen Menschen leben. Schabernack treiben die jedoch nicht. Vielmehr sind sie viel zu sehr damit beschäftigt, gegen den fiesen Feind Schimmelpilz zu kämpfen, der sich in der Wohnung ausbreiten will.

Das klingt komisch, ist es auch. Ähnlich zu Mini-Göttinnen lebt Shadow Side vom Perspektivenwechsel und den absurden Situationen, welche sich den kleinen Geschöpfen bieten. Da wird die Menschenfrau schon mal als Göttin bezeichnet, selbst wenn es alles andere als göttlich ist, was sie gerade tut. Der Kurzfilm ist dabei schon ein wenig wirr, man sollte nicht versuchen, in den zehn Minuten irgendeinen Sinn zu suchen – oder eine tatsächliche Geschichte. Aber es sieht ganz gut aus, wie Hiruma bei seiner Low-Budget-Eigenproduktion Fantasyelemente und reale Objekte kombiniert, Schwarzweiß-Umgebungen mit kräftigen Farben kontrastiert.

Credits

OT: „Hikage no hotori“
Land: Japan
Jahr: 2019
Regie: Miō Hiruma
Drehbuch: Miō Hiruma



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Shadow Side
In „Shadow Side“ tauchen wir ein in das Leben winziger Wesen, die sich eine Wohnung mit Menschen teilen. Das ist ganz witzig, auch wenn der animierte Kurzfilm keine wirkliche Geschichte erzählt und das alles ein bisschen wirr ist.
6von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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