Kritik

Our Wonderful Nature

„Our Wonderful Nature“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Dass sich Tiere schneller bewegen, als es das menschliche Auge wahrnehmen kann, diese Beobachtung haben wir natürlich schon des Öfteren gemacht, sei es bei Insekten oder dem Kolibri. Weniger bekannt ist, dass auch die Wasserspitzmaus ein derartiges Tempo drauf hat, dass wir nur einen Teil davon wahrnehmen. Das zumindest behauptet Our Wonderful Nature, ein animierter Kurzfilm von Tomer Eshed. Dieser beginnt wie eine Naturdoku, zeigt den Kampf zweier rivalisierender Wasserspitzmäuse, nur um dann in Zeitlupe das zu offenbaren, was sich wirklich zugetragen hat. Das Ergebnis ist überraschend, bizarr – und ausgesprochen brutal für so ein kleines possierliches Tierchen.

Aber in eben diesem Kontrast besteht auch der Humor von Our Wonderful Nature. Der Kurzfilm tarnt sich als Doku, nur um im Anschluss völlig absurd zu werden, eine Parodie auf Martial-Arts-B-Movies. Mit dem Unterschied, dass hier eben ein pelziges Nagetier seine Kampfkünste demonstriert anstatt eines durchtrainierten Menschen. Das ist durchaus ganz witzig, auch wenn der Film letztendlich fast ausschließlich auf diesen einen Gag setzt und mehrere Minuten lang variiert. Visuell ist das ebenfalls recht schlicht, was bei einem selbst produzierten CGI-Film aber mehr als verständlich ist.

Credits

OT: „Our Wonderful Nature“
Land: Deutschland
Jahr: 2008
Regie: Tomer Eshed
Drehbuch: Tomer Eshed

Film



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Our Wonderful Nature
„Our Wonderful Nature“ ist ein witziger Kurzfilm, der die wahren Kämpfe einer gewöhnlichen Wasserspitzmaus aufzeigen will. Der Humor besteht in dem Kontrast zwischen naturalistischer Doku-Anmutung und den völlig überzogenen B-Movie-Kämpfen.
6von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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