Kritik

Like and Follow

„Like and Follow“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Ob wir nun am Esstisch sitzen, in der Bahn, beim Spazieren oder vorm Fernseher – das Handy ist immer mit dabei und fordert Aufmerksamkeit ein. Schnell mal hier noch eine Nachricht beantworten, dort ein Like setzen. Und hast du schon das neueste Katze-Video gesehen? Zum Schießen! Auch wenn wir diese Entwicklung verteufeln mögen, dass es kaum noch eine Situation gibt, in der nicht das Mobiltelefon dabei ist, worunter dann schon mal die direkte zwischenmenschliche Kommunikation leiden kann, es ist nicht ganz einfach, dem noch etwas entgegenzusetzen.

Tobias Schlage und Brent Forrest haben es getan, auf eine etwas eigene Weise. Genauer haben die beiden einen kurzen Animationsfilm gedreht, der sich auf humorvolle Weise dieses Themas annimmt. In dem rund zwei Minuten langen Like and Follow wird ein Junge von seinem überdimensionierten Handy an der Leine geführt, so als wäre er ein Hund. Das ist als Bild nicht sonderlich subtil, aber doch technisch sauber umgesetzt und schon ein wenig zum Schmunzeln. Den besten Einfall heben sich die beiden bei ihrem Titel, der derzeit von Festival zu Festival weiterwandert, aber bis zum Schluss auf, wenn der Mini noch einen schönen Twist bereithält.

Credits

OT: „Like and Follow“
Land: Deutschland, Kanada
Jahr: 2019
Regie: Tobias Schlage, Brent Forrest
Drehbuch: Tobias Schlage, Brent Forrest
Musik: David Arcus

Filmfeste

Annecy 2020
Japan-Filmfest Hamburg 2020
Fantoche 2020

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Like and Follow
„Like and Follow“ ist ein animierter Kurzfilm über einen Jungen, der seinem überdimensionierten Handy hechelnd hinterherläuft. Subtil ist das nicht, dafür aber witzig – vor allem bei der gelungenen Schlusspointe.
7von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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