In der Glut des Südens

Willkommen im Süden

(„Benvenuti al Sud“ directed by Luca Miniero)

Der eifrige Postbeamte Alberto Colombo (Claudio Bisio) wünscht sich nichts mehr, als mit seiner Frau nach Mailand ziehen zu können. Somit gibt er sich, um eine Versetzung dorthin zu garantieren, sogar als Behinderter aus. Durch dieses Vergehen, wird er statt nach Mailand, weit in den Süden versetzt, sein neue Arbeitsort heißt Castellabate. Geprägt von Vorurteilen wie Mafiaaufkommen und hoher Kriminalität, hat Alberto zunächst schwer damit zu kämpfen, gewöhnt sich aber recht schnell an Land und Leute, sogar so sehr, dass ihm der endgültige Abschied richtig schwer fällt.

Wer nun meint, dass ihm die Story bekannt vorkommt, der liegt goldrichtig. Willkommen im Süden ist ein schlechter Abklatsch von dem Kinohit Willkommen bei den Scht’tis. Es werden nahezu die gleichen Gags und Pointen verwendet, welche aber keinesfalls zünden. Die Darsteller sind unbekannt und obwohl dies bei den Sch’tis kein Problem war, trägt es hier passend zum seltsamen Gesamtbild bei.

Verantwortlich für das Drehbuch ist ironischer Weise der gefeierte Hauptdarsteller von den Sch’tis Dany Boon. Diese Tatsache macht das Ergebnis für mich leider nur noch unbegreiflicher.

Willkommen im Süden erscheint am 3. November auf Blu Ray und DVD



(Anzeige)

Ich bin wirklich enttäuscht gewesen, da ich mich zuvor nicht darüber informiert hatte, was genau Willkommen im Süden sein soll und rechnete so mit einer Fortsetzung des Lachbusters. Leider stellte sich recht schnell heraus, dass hier ein Remake versucht wurde, was mir sowohl von der zeitlichen Nähe der beiden Produktionen, wie auch von der eigenen Machart viele Fragen aufwirft und ich unter anderem selbige, nach der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit, nicht beantworten kann. Als eigenständiger Film, hätte man sich hier eventuell noch besser amüsieren können, da ich aber über alle Maßen von dem Urteil begeistert war, fällt die Wertung entsprechend aus.
3
von 10