(„Kozure Ôkami: Shinikazeni mukau ubaguruma“ directed by Kenji Misumi, 1972)

Lone Wolf & CubHalbzeit. Es fehlen noch drei Teile bis die Saga ihr Ende findet, aber schon jetzt kann ich sagen, dass es sich hier um einen meiner Lieblingsfilme handelt. Auch der dritte Streich immer von Kenji Misumi, überzeugt total. Diesmal bringt der wiederum mit 80 Minunten Laufzeit sehr kurze Streifen, sogar einen tollen Soundtrack mit. Vielleicht liegt es auch daran, dass diesmal nicht Hideaki Sakurai alleine sondern mit Hiroshi Kamayatsu für die Score verantwortlich war. Der Song am Ende hat es jedenfalls in sich und jetzt weiß ich einmal mehr woher Quentin Tarantino für sein Kill Bill die Inspiration bekommen hat.
Ogami Itto (Tomisaburo Wakayama), der einsame Wolf, nimmt wie gewohnt einen Mordauftrag für 500 Ryō an. Diesmal soll er einen hohen Fürsten namens Asada Junai (Michitaro Mizushima) erledigen. Er wird von der reizenden Torizio (Yuko Hamada) und dessen Vater Miura Tatewaki (Jun Hamamura) beauftragt, weil sie der Meinung sind Asada Junai sei zu Unrecht der neue Fürst. Außerdem sei er für den Selbstmord von Torizios Zwillingsschwester verantwortlich. Der Lone Wolf willigt ein, doch kurzerhand erhält er einen neuen Auftrag. Durch ein Götzenbild das an einem Tempel angebracht wurde, signalisiert jemand, dass er mit dem tapferen Bushi sprechen möchte. Ogami Itto bestätigt das Treffen wie gewohnt, indem er spezielle Zeichen beim Tempel hinterlässt. Als er schließlich dahinter kommt wer seine Dienste benötigt, wird er überrascht. Ausgerechnet der Fürst Asada Junai möchte von ihm, dass er den alten, verkrüppelten Miura Tatewaki für ihn umbringt. Der Kozure Okami, der einsame Wolf, lehnt jedoch ab und kämpft sich den Weg frei. Der erzürnte Adelige, will es aber nicht dabei belassen und hetzt Ogami Itto seine besten Samurai auf den Hals. Bevor es aber zum obligatorischen Showdown mit dem Fürsten selbst kommt, muss sich Itto auch noch mit den flinken Ninjas des Kurokuwa-Clans herumschlagen. Der Clan der Yagū verpasst also keine Gelegenheit dem Ronin und seinem Sohn Daigoro (Akihiro Tomikawa) das Leben schwer zu machen…

Man darf also gespannt sein wie die Serie weitergeht. Obwohl ich das Manga und dadurch natürlich das letztendliche Schicksal von Ogami Itto kenne, fiebere ich mit dem Lone Wolf bei jeden Abenteuer mit. Im dritten Teil sind die Kämpfe nochmals spektakulärer als bisher und die Leistung des Hauptdarstellers lässt ebenfalls nicht nach. Es ist schwer zu sagen ob er nun besser oder schlechter als sein Vorgänger ist, viel lieber betrachte ich die Reihe als einheitliches Werk. Alle drei Filme wurden übrigens im selben Jahr gedreht, erst der fünfte (!!!) wurde ein Jahr später, nämlich 1973 verfilmt.

Lone Wolf & Cub Teil 3 – Der Wind des Todes
4.17 (83.33%) 6 Artikel bewerten

Lone Wolf & Cub Teil 3 - Der Wind des Todes
9von 10

Eine Antwort

  1. Der kleine Candide

    Sehr interessant und überaus informativ finde ich übrigens auch dieses Review.
    Die Seite hat natürlich auch die anderen Teile unter die Lupe genommen. Ich werde dazu noch zu den jeweiligen Rezensionen einen Kommentar mit einer Verlinkung posten.

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