(„Kiss Of The Dragon“ directed by Chris Nahon, 2001)

Ich wusste gar nicht dass Jet Li auch Drehbücher schreibt, aber nachdem ich den Film von Chris Nahon gesehen habe, ist es wohl besser wenn er bei seinen Kampfkünsten bleibt. In den nicht ganz 100 Minuten Laufzeit, musste ich mich ständig dazu überwinden nicht den roten Knopf zu drücken. Die platte Story erzählt von einem chinesischen Spezialagent namens Liu Jian (Jet Li) der nach Paris reist um an einen Fall mitzuarbeiten: es soll ein chinesischer Drogendealer gefast werden. Er gerät dabei aber in eine Verschwörung und er wird von den französischen Behörden zu Unrecht wegen Mordes angeklagt und verfolgt. Der Bösewicht der dies alles durchplant hat, ist Inspektor Richard (Tchéky Karyo), ein angesehener Polizeichef. Er mischt überall mit, nicht zuletzt in der Prostituierten-Szene. Dort arbeitet Jessica Kamen (Bridget Fonda), dessen Tochter von Richard als Druckmittel verwendet wird, damit sie weiterhin anschaffen geht. Wie es der Zufall will, wird auch die Blondine in dem Komplott verwickelt. Liu verspricht ihr, ihre Tochter freizubekommen und will nebenher seine Unschuld beweisen und die Korruption bei den Cops aufdecken. Die bösen Buben werden vor allem ordentlich verkloppt, denn ein Geheimagent aus China hat natürlich so einiges drauf und ist nicht an seine Knarre angewiesen. Unnötig zu erwähnen, dass der Film in einem Happyend mündet.
Langweilig, unnötig und gelinde gesagt einfach unspektakulär. Auch wenn ich, was die Story angeht, von dem erst kürzlich gesehenen „Fearless“ nicht sonderlich beeindruckt war, so konnte mich dort Jet Li wenigstens mit interessante Fights überzeugen. Kurz gesagt: Die Action stimmte dort einfach. In diesem Streifen taugen hingegen nicht mal die reichlich vorkommenden Ballerszenen etwas. Der Badboy Richard wird von einem total unrealistisch wirkenden und einfach nur peinlichen Tchéky Karyo gespielt und Bridget Fonda, die ich in Quentin Tarantinos Jackie Brown als „verkifftes Strandbunny“ noch ok fand, liefert hier mehr oder weniger eine Lachnummer ab. Den zweiten Film von Chris Nahon „Das Imperium der Wölfe“ (2005), fand ich da wesentlich unterhaltsamer auch wenn man da auch nicht vergessen sollte, dass es sich um einen reinen Unterhaltungsfilm handelt. Der Mann soll übrigens der Regisseur für die Verfilmung des Kult-Animes „Blood – The Last Vampire“ werden. Da bleibt nur zu hoffen, dass er nicht viele Entscheidungen treffen darf oder über Nacht zum Genie wird.

Kiss Of The Dragon
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3 Responses

  1. Diceman

    Die ursprüngliche Regie-Besetzung für den auch meinerseits sehr erwartetem „Blood: The last Vampire“-Realfilm war ja Ronny Yu, der dann aber aus mir unbekannten Gründen abgesprungen ist. Schade, hätt‘ dem nämlich auch mehr zugetraut.
    („Kiss of the Dragon“ find ich aber trotzdem geil :p)

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