(„Huo Yuan Jia“ directed by Ronny Yu, 2006)

Eigentlich nur aus Langeweile und zum Zeitvertreib gedacht, entpuppte sich dieser Film als durchaus ernst zunehmende Unterhaltung. Ronny Yu, der mir schon durch „The 51st State“ ein Begriff war, schafft einen interessanten Actionkracher mit vielen tollen Bildern und gelungenen Fights. Wer sich eine tiefgehende Story erwartet dem sei hiermit abgeraten. Eines ist nämlich klar: Es handelt sich um einen Martial Arts-Film, das bedeutet gut choreographierte Kämpfe stehen im Vordergrund. Dabei basiert das Ganze auf einen echten, mittlerweile verstorbenen, Kung-Fu-Meister namens Huo Yuan Jia (Jet Li) und seiner Kampfkunstschule. Aufgewachsen in einer solchen Schule, versucht Jia’s Vater ihn von den Kampftechniken fernzuhalten, doch es sollte ihm nicht gelingen. Als Huo Yuan Jia erwachsen wird, hat er nur ein einziges Ziel: Der beste Kämpfer in seinem Ort zu werden. Angesiedelt ist das Ganze Anfang des 20. Jahrhunderts. Ausländische Investoren und Geschäftsmänner dringen in das wenig modernisierte und noch traditionelle China ein. Die Einheimischen sollen gedemütigt werden. Ihnen soll klar werden, dass sie keine Chance gegen die westliche, zivilisierte und moderne Welt haben. Deshalb wird ein großes Turnier arrangiert bei dem die chinesische Kampfkunst lächerlich gemacht werden soll. Huo Yuan Jia meldet sich als Herausforderer und möchte seine Technik beweisen. Die sich bildende Menschenmasse ist gespannt auf die Veranstaltung, die einen Kampf über vier Runden vorsieht. Nachdem Huo Yuan Jia die Amerikaner und Europäer ohne große Probleme aus dem Weg geräumt hat, steht der japanische Meister Tanaka (Shido Nakamura) auf dem Programm. Huo Yuan Jia schlägt sich tapfer, doch schon bald bemerkt er, dass mit seinem Körper etwas nicht stimmt…
Nette 100 Minuten Laufzeit die gerade passend sind um einen langweiligen Abend zu füllen.
Jet Li wie gewohnt cool und lässig, liefert gute Fights die sauber gecuttet sind und kein Fäuste und Hände-Wirr-Warr enstehen lassen. Die Farben wirken ähnlich wie in „Hero“ oder „House Of Flying Daggers“ wunderbar frisch und peppig. Die Story ist wie gesagt Nebensache, deshalb stören die teilweise naiv und hollywoodlike gestrickten Dialog-Szenen wenig. Auch diejenigen, die sich weniger mit dem Genre befassen, sollten einen Blick riskieren und sich von den Bildern verzaubern lassen. Obwohl ich kein großer Jet Li-Fan bin, muss ich zugeben, dass der Mann in dem was er macht, viel Klasse besitzt.

Fearless
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