(„Casino Royale“ directed by Martin Campbell, 2006)

Endlich ist auch der neueste Bond-Streifen in unseren Kinos angelaufen. Regie führt diesmal ein altbekanntes Gesicht im Bond-Universum: Martin Campbell (GoldenEye„).
Ich war wie immer bereits von den liebevoll gemachten Credits begeistert, auch wenn die aktuellen nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören. Chronologisch betrachtet, spielt der Film nachdem James Bond (Daniel Craig) ein Doppelnull-Agent des MI-6 wurde und die Lizenz zum Töten erhalten hat.
Sein erster Auftrag bringt ihn gleich nach Madagaskar wo er einen Bombenleger (Sebastian Foucan) erwischen soll, der anscheinend wertvolle Informationen besitzt. Es läuft aber überhaupt nicht nach Plan und der Zuschauer kommt gleich in den Genuss von einer gut inszenierten Verfolgungsjagd mit anschließender Schießerei in einer Botschaft. Agent 007 kommt trotz des Todes des Bombenleger zu wichtigen Informationen und gerät so auf die Spur vom Bankier „Le Chiffre“ (Mads Mikkelsen), der anscheinend durch diverse Terroranschläge die Aktienkurse manipuliert. Obwohl Bond keine Erlaubnis von M (Judi Dench) erhält, deckt er auf eigene Faust immer brisantere Indizien gegen „Le Chiffre“ auf. Schließlich wird klar, dass der Bankier Unmengen von Schulden hat, da der MI-6 diverse geplanten Terroranschläge verhindert hat. Um die Schulden zu begleichen will „Le Chiffre“ an ein Pokerspiel im „Casino Royale“ in Montenegro teilnehmen. Der MI-6 sieht darin eine gute Möglichkeit die Terroristen und „Le Chiffre“ finanziell zu schwächen und beschließt James Bond als Pokerspieler nach Osteuropa zu schicken. An seiner Seite soll die bezaubernde Vesper Lynd (Eva Green) mitreisen.
Der Film wird ab hier etwas langweilig finde ich, da mehr auf das Pokerspiel eingegangen wird um vermutlich den derzeitigen Hype auszunutzen. Die Actioneinlagen zwischendurch sind ganz nett aber ehrlich gesagt war ich froh endlich das Glücksspiel „überstanden“ zu haben. Bond gewinnt es natürlich, wird anschließend aber von „Le Chiffre“ gefangen und gefoltert. Nachdem er sich befreit hat, reisen er und Vesper mit dem gewonnenen Geld nach Venedig wo Bond seinen Job an den Nagel hängen will. Der Schluss ist eher durchschnittlich und vorhersehbar: dass Vesper Lynd mit dem Geld verschwinden will ist eigentlich nicht überraschend und dass Bond Agent 007 bleibt noch weniger. Insgesamt konnte mich der Film aber doch begeistern. Daniel Craig hatte ich übrigens falsch eingeschätzt, seine Performance ist nämlich sehr gut.
In ca. 145 Minuten Laufzeit bekommt der Zuschauer satte Action mit typischen Bond-Humor und einigen sehenswerten Bildern geboten. Anzumerken ist noch das gelungene Haupt-Theme von Chris Cornell.

James Bond 007 – Casino Royale
4.41 (88.28%) 29 Artikel bewerten

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2 Responses

  1. Dominik

    Ich war auch echt überrascht von dem Film. Besonders die Anfangsszene ist wirklich klasse gemacht.
    Ein härterer, heftigerer James Bond, der dennoch irgendwie der Alte ist. Hat mir echt gefallen und ist wohl der beste Actionstreifen seit Monaten in den Kinos.

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  2. Der kleine Candide

    Stimmt, aber mir gefielen die alten Bösewichte a là Dr.No viel besser. Die hatten Syle. Heutzutage sind die Villans – der Zeit angepasst – „nur“ Terroristen.

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