Konas Mission Una Gata Valiente Brave Cat
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Konas Mission

Konas Mission Una Gata Valiente Brave Cat
„Konas Mission“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Inhalt / Kritik

Eigentlich führte die Katze Kona mit ihrer Familie ein sehr glückliches, behütetes Leben im Wald. Doch als sie eines Tages unterwegs sind, werden sie Zeuge, wie Hunde im Auftrag der Menschen ein Tier jagen und schließlich einfangen. Und als wäre das nicht schon traumatisch genug, wird auch noch Konas Mutter verschleppt, ohne dass sie etwas dagegen tun kann. Jahre später fasst Kona den Entschluss, sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter zu machen und diese nach Hause zu holen. Ausgerüstet mit dem Kompass, den sie von ihr kurz vor dem Zwischenfall erhalten hatte, will sie endlich die Vermisste finden. Dabei trifft sie auf den Hundewelpen Colin, der seinen Vater sucht, und den Bär Bernard, die sich ihrem Abenteuer anschließen …

Ökologische Botschaft

Es gehört zu den in Filmen immer wieder gern verwendeten Szenarien: Die Hauptfigur muss eine Reise antreten, auf der Suche nach etwas oder jemanden, und dabei über sich hinauswachsen. Gerade in Animationsfilmen kommt so etwas immer wieder vor, man denke etwa an Vaiana, wo eine Häuptlingstochter eine Insel verlässt und aufs offene Meer reist, wo sie zahlreichen Gefahren trotzen muss. Bei Forgotten Island müssen zwei Freundinnen eine mysteriöse Insel erkunden, auf der Suche nach ihren verlorenen Erinnerungen. Aber auch abseits solcher Großproduktionen finden sich Filme, die mit einem solchen Szenario arbeiten. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist Konas Mission, international als Brave Cat bekannt, wo die besagte Reise durch mehrere Tiere erfolgt, die jeweils ihre eigenen Gründe haben, um sich auf dieses Abenteuer zu begeben.

Der Film richtet sich dabei an ein jüngeres Publikum, ist aber durchaus etwas düsterer geworden. Schon der Prolog, bei dem wir mitansehen, wie ein Tier in einen Käfig gesteckt wird und auch die Mutter verschleppt wird, ist etwas härterer Tobak. Konas Mission etabliert dabei auch schon früh die Kritik an den Menschen, die Tiere einfach wegsperren, obwohl sie – gerade hier – fühlende und denkende Wesen sind. Von Anfang an arbeitet Regisseur und Drehbuchautor Gabriel Osorio Vargas, der 2016 für Bear Story einen Oscar für den besten animierten Kurzfilm erhielt und hiermit sein Langfilmdebüt gibt, also mit einer ökologischen Botschaft. Das ist in dem Segment keine Seltenheit, Werke wie Savages haben das in den letzten Jahren auch schon getan. Wobei der Film nicht zu moralisierend wird, sondern das lieber miteinfließen lässt.

Schöner Pseudo-Stop-Motion

Ein weiteres Thema betrifft das tierische Miteinander. So hat die Protagonistin aus nachvollziehbaren Gründen Vorurteile gegenüber Hunden, waren sie es doch, die ihre Mutter entführt haben. Dass mit Colin sich ausgerechnet ein Hund ihrer Reise anschließt, stößt da verständlicherweise auf wenig Gegenliebe. Konas Mission handelt also auch maßgeblich davon, sich von Vorurteilen zu lösen und anderen mit Offenheit zu begegnen. Und eben auch, sich ein Stück weit von der Vergangenheit zu lösen. Über sich hinauszuwachsen kann bedeuten, einen Teil aufgeben zu müssen. Die chilenische Produktion wird dabei sogar richtig traurig, will gleichzeitig aber auch Mut spenden, den Weg fortzusetzen.

Das ist gleich in mehrfacher Hinsicht schön umgesetzt. So verwendet der Animationsfilm, der 2026 in Annecy Weltpremiere feierte, zwar eine computergenerierte Grafik. Er setzt dabei jedoch auf einen handgemachten Look, der mit abgehackten Animationen bewusst an Stop-Motion-Filme erinnert. Die Figuren wiederum sehen mit ihrer filzartigen Oberfläche wie Puppen aus. Das verleiht Konas Mission einen eigenen Charme. Die Charaktere sind schon ziemlich süß anzusehen, weshalb die Zielgruppe auf ihre Kosten kommen wird. Aber auch ein erwachsenes Publikum darf an diesem Abenteuer seinen Spaß haben. Vargas hat ein gelungenes Debüt vorgelegt, welches Spaß macht und schön anzusehen ist und dabei neugierig macht, wie es mit dem chilenischen Filmemacher weitergehen wird.

Credits

OT: „Una Gata Valiente“
IT: „Brave Cat“
Land: Chile
Jahr: 2026
Regie: Gabriel Osorio Vargas
Drehbuch: Gabriel Osorio Vargas

Trailer

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Konas Mission
fazit
„Konas Mission“ begleitet eine Katze auf ihrer Reise, während sie ihre verschwundene Mutter sucht. Das beginnt überraschend düster und wird auch später traurig. Und doch handelt es sich um einen gelungenen Kinderfilm, der neben einem ökologischen Anliegen auch etwas zu Vorurteilen zu sagen hat und mit einer schönen Optik punktet.
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