A Quiet House Please Don't Feed the Children
© Plaion Pictures

A Quiet House

A Quiet House Please Don't Feed the Children
„A Quiet House“ // Deutschland-Start: 22. Oktober 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Seitdem ein tödliches Virus über die Menschheit hinweggefegt ist, ist nichts mehr, wie es einmal war. Dabei stehen Kinder unter besonderer Beobachtung, da sie die Krankheit weitergeben, ohne selbst Symptome zu entwickeln. Um das Risiko zu minimieren, sollen sie alle weggesperrt werden. Doch einige konnten entwischen. So trifft die Jugendliche Mary (Zoe Colletti) unterwegs auf Jeffy (Dean Scott Vazquez), Ben (Andrew Liner), Vicky (Regan Aliyah), Seth (Joshua Melnick) und Crystal (Emma Meisel), die nach ihren eigenen Regeln leben. Als Ben unterwegs verletzt wird, bleibt ihnen aber nichts anderes übrig, als Hilfe zu suchen. Dabei landen sie bei der früheren Krankenschwester Clara (Michelle Dockery), die sich ihrer annimmt. Glück im Unglück also? Nicht ganz …

Horror mit einem großen Namen

Es gehört zum herbstlichen Kinoprogramm dazu, dass kurz vor Halloween eine Reihe von Horrorfilmen veröffentlicht werden. Insofern verwundert es einen nicht wirklich, wenn ein solcher Tiel auf einmal auf den Listen auftaucht. Bei A Quiet House darf man sich aber schon ein wenig wundern. So ist der Film eigentlich bereits zwei Jahre alt, feierte seinerzeit noch unter dem Originaltitel Please Don’t Feed the Children auf dem bekannten Genrefstival in Sitges Weltpremiere. Später wurde er in den USA auf dem Streamingportal Tubi veröffentlicht. Warum er so viel später unter einem neuen Titel bei uns erscheint, ist nicht ganz klar, zumal die Kritiken damals alles andere als gut waren. Möglicherweise versucht man, mit einem bekannten Namen zu punkten, handelt es sich doch um das Langfilmdebüt der Regisseurin Destry Allyn Spielberg – die Tochter von Steven Spielberg.

Wobei es eine andere Frau ist, die mehr Eindruck hinterlässt. Hauptdarstellerin Michelle Dockery (Downton Abbey: Das große Finale, Flight Risk) gefällt in der Rolle der Helferin, die auf den zweiten Blick dann doch nicht so nett ist wie anfangs gedacht. Dass sie irgendein Geheimnis hat und etwas im Schilde führt, das ist zwar klar, daran lässt der Film von Anfang an keinen Zweifel. Auch das Haus ist so inszeniert, dass man freiwillig eher keinen Fuß hineinsetzen würde. Doch erst im weiteren Verlauf verrät A Quiet House, worum es geht. Zunächst denkt man eigentlich, dass diese tödliche Pandemie das Thema des Films sein würde. Seltsamerweise interessiert sich der Film aber überhaupt nicht dafür, obwohl dieser Generationenkampf durchaus Potenzial gehabt hätte. Man hätte diese gesamte Vorgeschichte sogar relativ problemlos weglassen können.

Inhaltlich unbefriedigend

Inhaltlich ist der Film dann auch ziemlich unbefriedigend. Nicht nur, dass Drehbuchautor Paul Bertino nicht weiß, wie er diese beiden Themen miteinander verbinden soll. Er hat auch keine Ideen für die Figuren. Bei Clara gelingt das noch am besten, da sie zumindest eine Hintergrundgeschichte bekommt und Dockery diese mit genügend Leben zu füllen versteht. Die Jugendlichen sind in A Quiet House hingegen reine Wegwerfware, die über den Namen hinaus nicht viel mitbekommen. In einem Slasher wäre es kein Problem gewesen, sie nach und nach zu töten. Ganz so weit geht man hier dann aber doch nicht, der Mut reicht dafür wohl nicht aus, gezielt Kinder zu Opfern zu machen – womit das Szenario dann ad absurdum geführt wird.

Ganz schlecht ist der Film dennoch nicht. So macht gerade auch das Haus einiges her, da dieses diverse geheime Orte hat und man sich in diesem nie wirklich zurechtfindet. Und zumindest phasenweise ist es auch spannend, wie es zu einem ungleichen Duell kommt zwischen den Jugendlichen und der Erwachsenen. Und doch überwiegt am Ende von A Quiet House die Ernüchterung. Sowohl in dem Szenario drumherum wie auch der Begegnung selbst hätte es das Potenzial für sehr viel mehr gegeben. Da hätte es deutlich spannendere Horrorfilme gegeben, die man rechtzeitig zu Halloween noch nach Deutschland hätte bringen können.

Credits

OT: „Please Don’t Feed the Children“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Destry Allyn Spielberg
Drehbuch: Paul Bertino
Musik: Cornel Wilczek
Kamera: Shane Sigler
Besetzung: Michelle Dockery, Zoe Colletti, Andrew Liner, Dean Scott Vazquez, Regan Aliyah, Emma Meisel, Joshuah Melnick, Vernon Davis, Giancarlo Esposito

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A Quiet House
fazit
In „A Quiet House“ landet eine Gruppe von Jugendlichen während einer Pandemie bei einer dubiosen Ex-Krankenschwester. Der Horrorthriller schmeißt zwei unterschiedliche Themen zusammen, interessiert sich dabei weder für das Szenario noch die Figuren. Aufgrund des stimmungsvollen Settings und einer überzeugenden Michelle Dockery reicht das noch für Mittelmaß.
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