Pokemon Die ersten Abenteuer Band 1 Comic Manga
© Panini Manga

Pokémon: Die ersten Abenteuer – Band 1

Pokemon Die ersten Abenteuer Band 1 Comic Manga
„Pokémon: Die ersten Abenteuer – Band 1“ // Deutschland-Start: 26. Januar 2016

Inhalt / Kritik

In seiner Heimat Alabastia ist Rot eine kleine Berühmtheit, die anderen Kinder blicken zu ihm auf, weil er mehr über Pokémon weiß als alle anderen. Er hat auch bereits mehrere selbst gefangen, sein ganzer Stolz ist Quaputzi. Nachdem er bei einer Begegnung im Wald aber seine eigenen Grenzen vorgeführt bekommt, beschließt er, doch noch Professor Eich einen Besuch abzustatten, von dem es heißt, er wäre eine Koryphäe auf dem Gebiet. Schließlich will Rot unbedingt besser werden. Die erste Begegnung mit dem Professor verläuft zwar etwas unglücklich. Und doch wird sie seinen weiteren Lebensweg maßgeblich beeinflussen. Sein Ziel: Er will der stärkste Pokémon-Trainer aller Zeiten werden!

Die Manga-Variante des Dauerbrenners

Als 1996 das Videospiel Pokémon Rot / Blau an den Start ging, dauerte es nicht lang, bis es die Welt im Sturm eroberte. Das lag einerseits an dem süchtig machenden Spiel selbst an sich, bei dem es darum ging, die unterschiedlichsten Monster zu sammeln, einzufangen und zu trainieren. Bis heute ist dieses bewährt, regelmäßig erscheinen neue Teile. Aber auch der Anime trug maßgeblich dazu bei, dass das Franchise zu einem globalen Phänomen werden konnte. Zwei Dutzend Staffeln wurden produziert, über 1000 Folgen waren das. Weniger bekannt ist der Manga, der seinerseits 1997 an den Start ging. Nur die ersten Bände wurden seinerzeit bei uns veröffentlicht. Dabei ist auch die Comic-Variante sehr produktiv, mehr als 60 Bände sind es inzwischen, wobei sie in Deutschland unter verschiedenen Titeln herausgebracht wurden.

Pokémon: Die ersten Abenteuer beinhaltet dabei, der Titel verrät es bereits, die ersten Geschichten. Hauptfigur ist dabei wie schon bei dem Spiel ein Junge namens Rot. Dieser ist Ash aus der Anime-Serie grundsätzlich zwar ähnlich. Auch sonst gibt es zwischen Manga und Anime eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Die beiden parallel produzierten Teile des Franchises sind aber nicht identisch. Dass der Protagonist beispielsweise ein Quaputzi hat, wird Fans heute irritieren. Später kommt zwar auch ein Pikachu hinzu, das sich ähnlich störrisch gibt wie die Fernsehvariante. Zumindest im ersten Band ist es aber nur eins von mehreren. Rocko, im Anime einer der ständigen Begleiter von Ash, taucht nur kurz als Arenaleiter auf. Wer sich an die Anfänge der gezeichneten Abenteuer wagt, sollte sich daher auf diverse notwendige Umstellungen gefasst machen.

Humorvoll und ziemlich gehetzt

Was ähnlich ist, das ist der Humor. Zwar wird in dem Manga viel gekämpft, es geht um fiese Gegner und fragwürdige Experimente. Aber das Ganze wird immer wieder aufgelockert, sei es durch die Rivalität zwischen Rot und Blau, den Eigensinn von Pikachu oder auch ein paar schräge Figuren, die auftauchen. Spaß macht Pokémon: Die ersten Abenteuer aber auch durch die große Abwechslung. Ständig taucht der Protagonist an neuen Orten auf, lernt jemanden kennen. Jedes der kleinen Kapitel beinhaltet auch eine Konfrontation mit einem Pokémon, sei es durch einen direkten Kampf oder auf andere Weise. Schön ist in dem Zusammenhang eine kleine Zusammenfassung am Ende des Bandes, wo noch einmal die Begegnungen und der Weg des angehenden Trainers nachgezeichnet werden.

Allerdings sind diese Kapitel schon sehr kurz, 14 Stück sind es in dem Band. Dadurch bleibt nie die Zeit, mal etwas zu vertiefen oder zu verschnaufen. Die Kämpfe sind in Folge immer sofort vorbei, was der Vorlage nicht ganz gerecht wird. Etwas enttäuschend ist zudem, dass man sich nur zum Teil an die Regeln gehalten hat. So wird zwar von den verschiedenen Pokémon-Typen gesprochen, von den Stärken und Schwächen, wenn beispielsweise Wasser nicht viel gegen Pflanze ausrichtet. In einer anderen Szene sehen wir dafür, wie sich das Pflanzen-Pokémon Bisasam ohne Probleme gegen giftige Käfer durchsetzt, was nun wirklich gar nicht geht. Davon einmal abgesehen ist Pokémon: Die ersten Abenteuer aber ein unterhaltsamer Manga für ein Publikum, das nicht genug von den Kultmonstern bekommt.

Credits

OT: „Pocket Monsters SPECIAL“
Land: Japan
Jahr: 1997
Text: Hidenori Kusaka
Zeichnungen: Mato

Bilder

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Pokémon: Die ersten Abenteuer – Band 1
fazit
Der parallel zum Anime entstandene Manga hat einige Gemeinsamkeiten, geht aber auch eigene Wege. Das Ergebnis ist unterhaltsam und abwechslungsreich. Manko bei „Pokémon: Die ersten Abenteuer“ sind die kurzen Kapitel, bei denen nie die Zeit bleibt, die einzelnen Geschichten auch mal zu vertiefen.
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3.5