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Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau

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„Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau“ // Deutschland-Start: 1. Februar 2024 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Es ist ein sehr unerwarteter Besuch, den die Konditorin Roswitha Hertel (Bettina Mittendorfer) da erhält: Dave Henigan (Jeff Zach) ist eigens aus Texas nach Passau gereist in der Hoffnung, mehr über seinen Vater herauszubekommen. Schließlich war dieser als Soldat nach dem Krieg dort stationiert und kannte offensichtlich Hertels Mutter. Während die beiden und ihr Halbbruder Arthur (Charles M. Huber) der Sache nachgehen, hat Frederike Bader (Marie Leuenberger) ganz anderes im Kopf. So ist ihre Tochter Mia (Nadja Sabersky) gemeinsam mit dem Privatdetektiv Ferdinand Zankl (Michael Ostrowski) in einer Bar aufgetreten, ein Video davon hat es bis ins Internet geschafft. Für Bader ist das eine Katastrophe, weil sie befürchtet, dass die neue Identität der beiden, die sie im Rahmen des Zeugenschutzprogrammes erhalten haben, auffliegen könnte. Schließlich sucht der Bahdari-Clan immer noch fieberhaft nach ihnen …

Auf der Suche nach der Geschichte

Und weiter geht es mit Ein Krimi aus Passau. Nach einer ziemlich langen Wartezeit meldete sich die ARD-Krimireihe vergangene Woche mit Zeit zu beten zurück. Der Film war ganz passabel, auch wenn die Geschichte um einen Anwalt auf Abwegen nicht viel Stoff zum Rätseln bot. Bei Gier nach Gold ist da schon mehr zu holen. Wo letzte Woche relativ früh klar war, wer die Schuldigen sind, und es nur noch darum ging, wie man sie überführen kann, darf beim sechsten Teil der Reihe wieder mehr gerätselt werden. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass die Qualität eines Krimis nicht zwangsläufig mit der Zahl der Geheimnisse eingeht. Auch wenn man sich hoffen würde, dass der Film eine Verbesserung zum durchschnittlichen Vorgänger darstellt, ist das Gegenteil der Fall.

Kurios ist an dem neuen Auftritt, dass es lange Zeit überhaupt keinen richtigen Fall gibt. Zwar konnte man es mal wieder nicht lassen und reitet auf der alten Geschichte rund um das Zeugenschutzprogramm herum. Während das bei den vorherigen Filmen aber mit einer konkreten Bedrohung einherging, ist bei Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau zunächst gar nicht klar, ob es eine solche gibt oder ob die Protagonistin einfach nur paranoid ist. Es gibt auch kein Verbrechen, das aufgeklärt werden müsste. Später werden solche zwar schon begangen. Außerdem stellt sich im Laufe des Films heraus, dass es zuvor Verbrechen gab, über die dann zufällig gestolpert wird. Aber das ergibt sich mehr, als dass danach gesucht würde. Tatsächlich ist der Film lange irritierend ziellos.

Zu wenig Spannung

Das muss nicht zwangsläufig ein Manko sein, solange diese Sinnsuche irgendwie Spaß macht. Aber genau da hapert es. Dann und wann wird es amüsant, wenn das besondere Verhältnis zwischen der untergetauchten Ex-Polizistin und dem Privatdetektiv in den Mittelpunkt rückt. An diesen wie auch anderen Stellen setzt man bei Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau auf Humor. Die vereinzelten Tupfer können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Krimi ansonsten über weite Strecken ziemlich langweilig ist. Da werden zahlreiche Stränge aufgemacht, bei denen man ewig wartet, dass mal etwas zusammenkommt. Bei denen man auch ewig wartet, dass überhaupt mal etwas geschieht. Da kann die Bikergang, die irgendwann dazustößt, noch so grimmig schauen. Nervenkitzel entsteht dadurch nicht.

Dabei hätte der Film durchaus unterhaltsam werden können. So stellt sich irgendwann heraus, worum es in dem Titel geht, der Film wird dann zu einer Art Schatzsuche. Aber das ist viel zu spät und wird auch insgesamt zu wenig genutzt. Gerade als es anfängt, etwas interessanter zu werden, ist der Krimi schon wieder vorbei. Das ist schade, weil die Besetzung nach wie vor passt. Aber das ist nicht genug, wenn Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau wie so viele andere Fernsehkrimis aus mit einem wenig überzeugenden Drehbuch zu kämpfen hat. Zwar sticht dieser aufgrund des Szenarios schon etwas hervor aus dem breiten Angebot an Genrevertretern. Das macht ihn aber nicht zwangsläufig besser.

Credits

OT: „Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau“
Land: Deutschland
Jahr: 2024
Regie: Felix Karolus
Drehbuch: Michael Vershinin
Musik: David Schoch, David Reichelt
Kamera: Florian Schilling
Besetzung: Marie Leuenberger, Michael Ostrowski, Nadja Sabersky, Stefan Rudolf, Bettina Mittendorfer, Charles M. Huber, Thomas Schmauser, Regina Speiseder

Bilder

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Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau
fazit
„Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau“ irritiert durch eine seltsame Geschichte, bei der lange nicht klar ist, worum es überhaupt gehen soll. Hin und wieder ist das aufgrund des Duos amüsant, oft ist der Krimi aber auch einfach langweilig, zumal die guten Elemente zu wenig genutzt werden.
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