Blade Trinity
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Blade: Trinity

Blade Trinity
„Blade: Trinity“ // Deutschland-Start: 20. Januar 2005 (Kino) // 27. Mai 2005 (DVD)

Inhalt / Kritik

Der Kampf gegen die Vampire und deren weltweites Netz hat das ganze Leben des „Daywalker“ Blade (Wesley Snipes) beansprucht, wobei er sich immer auf die Unterstützung seines Assistenten und Mentors Abraham Whistler (Kris Kristofferson) verlassen konnte. Nach ihrem Aufenthalt in Osteuropa sind die beiden zurückgekehrt in die USA, wo ihnen die Vampirfürstin Danica Talos (Parker Posey) und ihre Bande von Blutsaugern entgegensteht. Blade macht sich an die Arbeit und jagt die Vampire, wobei er letztlich in die Falle der Bande gerät, die ihn nicht nur auslöschen, sondern ihn an die Öffentlichkeit zerren wollen. Als bei einem Einsatz Whistler stirbt, ergibt sich Blade schließlich den Gesetzeshütern, sodass ich Danica am Ziel ihrer Mission sieht, doch in letzter Sekunde wird der „Daywalker“ von einer zwei Vampirjägern gerettet. Niemand geringeres als Whistlers Tochter Abigail (Jessica Biel) sowie ihr Gehilfe Hannibal King (Ryan Reynolds), mit Unterstützung eines ganzen Teams, sind Blade zur Hilfe geeilt, doch dieser ist alles andere als dankbar dafür, und gibt seine Missbilligung deutlich zu erkennen, besonders als sie ihn als neues Mitglied ihres Teams begrüßen wollen.

Parallel ist das eigentliche Ziel von Danicas zweiter Operation erreicht, denn ihr ist es gelungen den ersten Vampir, den Fürsten Dracula (Dominic Purcell) nicht nur wieder zum Leben zu erwecken, sondern diesen für ihre Ziele einzuspannen. Gemeinsam mit Dracula machen sie sich auf die Jagd nach Blade, Abigail, King und ihrem Team und es kommt zu einem Kampf, der endgültig entscheiden wird, ob die Vampire die Oberhand über die Welt der Menschen bekommen werden oder das Vampirvirus ausgerottet wird.

Ein schwieriges Finale

In seiner langen Karriere als Drehbuchautor und Regisseur für so unterschiedliche Projekte wie Mit stählerner Faust, Dark City und Batman Begins kann David S. Goyer auf eine beachtliche Reihe von sehr unterschiedlichen Arbeiten zurückblicken. Doch wohl kaum eine Produktion wird ihm wohl ähnliches Kopfzerbrechen bereitet haben wie die zu Blade: Trinity. Nach den beiden ersten Teilen, zu denen Goyer das Drehbuch schrieb, sah es so aus, als wäre seine Übernahme der Regie dieses dritten und letzten Teils der Geschichte des „Daywalker“ eine sichere Sache, doch bereits vor den Dreharbeiten drohte Ärger, akzeptierte Darsteller Wesley Snipes ihn doch nicht in dieser Position und war zudem mit dem Drehbuch unzufrieden. Dies war nur eines der vielen Probleme während der Dreharbeiten zu einem Film, der all diese durch seine inkonsistente Handlung sowie die eher durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen widerspiegelt.

Im Nachhinein ist es schwierig, die Wahrheit zu erkennen, was dazu beitrug, dass Blade: Trinity ein so unterdurchschnittlicher Film geworden ist, denn über die Jahre wurde die Schuld dafür sehr unterschiedlichen Parteien zugeschoben, wobei letztlich in erster Linie Snipes die Diskussionen um diesen mittlerweile legendär fehlgeschlagenen letzten Teil der Blade-Reihe immer wieder befeuerte. Dass es jedoch Probleme mit dem Drehbuch gab, muss wohl außer Frage stehen, denn unabhängig, ob man die Kinofassung oder den auf Heimkinoveröffentlichungen existierenden Extended Cut sieht, wird man schnell feststellen, dass die Geschichte einer der großen Schwachpunkte von Blade: Trinity ist. Abgesehen von der Mischung der vielen neuen Figuren, die insgesamt wie am Reißbrett kreiert erscheinen, wirkt die Geschichte wie eine Verbindung aus vielen Ideen und Konzepten, die einfach nicht miteinander funktionieren oder schlichtweg nicht recht durchdacht sind. Dass Goyer im Finale der Blade-Reihe viele verschiedene Plots und Konzepte zu einem großen Ganzen bringen wollte, ist an sich nicht verkehrt, doch in der Praxis wirkt dies inkonsistent und hebt sich vor allem vom Ton der letzten beiden Filme ab, sodass Blade: Trinity bisweilen wie ein Film wirkt, den wenig mit den beiden anderen Teilen verbindet.

Das Ende des „Daywalkers“

Jedoch wird es auch Snipes nicht gelingen, sich von der Schuld an der problematischen Produktion dieses Filmes herauszureden. In Blade: Trinity legt er eine insgesamt lustlose Darstellung als Blade hin, die wenig mit jenem Charakter zu tun hatten, dessen Coolness und Abgebrühtheit viel dessen Faszination ausmachten. Vielmehr wirkt es bisweilen so, als würde Snipes eine lästige Pflicht erfüllen, was man am meisten in den Szenen mit seinen Ko-stars sehen kann. Während Biel als Abigail noch vergleichsweise glimpflich davonkommt, ist es immer wieder Reynolds, der durch sein Spiel dem Zuschauer auf die Nerven geht. Als wäre seine Interpretation von Hannibal King eine Vorbereitung auf seine spätere Rolle als Deadpool, testet der bereits in Blade: Trinity mehr als einmal die Geduld des Zuschauers, was vor allem Fans der Comics enttäuschen dürfte. Und über die Interpretation von Dracula sollte man am besten den Mantel des Schweigens breiten.

Insgesamt bleibt Blade: Trinity als ein unwürdiger Abschluss dieser Filmreihe in Erinnerung, dessen Durchschnittlichkeit in dem bereits erwähnten Extended Cut noch auf eine Laufzeit von über zwei Stunden ausgewälzt wird.

Credits

OT: „Blade: Trinity“
Land: USA
Jahr: 2004
Regie: David S. Goyer
Drehbuch: David S. Goyer
Musik: Ramin Djawadi, RZA
Kamera: Gabriel Beristain
Besetzung: Wesley Snipes, Jessica Biel, Ryan Reynolds, Kris Kristofferson, Parker Posey, Natasha Lyonne, Dominic Purcell, Triple H

Bilder

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Blade: Trinity
Fazit
„Blade: Trinity“ ist als Finale der beliebten Filmreihe eine einzige Enttäuschung und testet, vor allem in der längeren Fassung, die Geduld seines Zuschauers. Trotz vieler Ideen weiß David S. Goyer diese nicht zu einem würdigen Ende der Filmreihe zu bringen, was jedoch auch an den schlechten, weil lustlosen Darstellern liegt.
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