Der Alte Alte Freunde TV Fernsehen ZDF Mediathek
© ZDF/Erika Hauri

Der Alte: Alte Freunde

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„Der Alte: Alte Freunde“ // Deutschland-Start: 6. Mai 2022 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Die Freude war groß bei Tom Kupfer (Ludwig Blochberger), als ein Treffen mit seiner alten Jugendclique anstand. Anlass ist der Geburtstag von Felix Schaller (Sebastian Gerold), in dessen Gaststätte sie auch feiern wollen. Aber schon während des Abends kommt es zu ersten Spannung. Am nächsten Morgen ist Felix tot. Und was noch schlimmer ist: Einer aus der Clique muss es gewesen sein. Ausgerechnet Tom wird dabei zum Hauptverdächtigen, da sich seine Waffe als die Tatwaffe herausstellt. Während der sich nun der internen Untersuchung stellen muss, ermitteln Hauptkommissar Richard Voss (Jan-Gregor Kremp) und Annabell Lorenz (Stephanie Stumph) innerhalb des Freundeskreises, um die Unschuld ihres Kollegen zu beweisen …

Zeit für Veränderung

Selbst ein Urgestein macht hin und wieder eine Veränderung durch. So auch Der Alte. Klar, seit dem Debüt gab es da schon eine ganze Reihe. Schließlich läuft die Serie ohne Unterbrechung seit 1977. Das führt zwangsläufig zu diversen Neubesetzungen, wenn immer mal wieder Leute aussteigen und Neue ihren Platz einnehmen. Jetzt ist es mal wieder soweit. Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass es zu einer größeren Austauschaktion kommen wird. Einen ersten Vorgeschmack liefert Alte Freunde, die achte und letzte Folge der aktuellen Staffel. Ohne viel vorwegnehmen zu wollen: Die 451. Episode des Dauerbrenners markiert einen Wendepunkt in der aktuellen Konstellation.

Natürlich sollte ein Krimi im Idealfall aber auch mehr zu bieten haben als rein personelle Veränderungen. Einen spannenden Fall zum Beispiel. Der Alte: Alte Freunde tut dies zumindest zum Teil. Wenn eine Freundesclique erkennen muss, dass einer oder eine unter ihnen einen Mord begangen hat, dann ist das schon ziemlich heftig. Vor allem wenn das Opfer ebenfalls einer von ihnen war. Seltsamerweise nutzt Drehbuchautor Christoph Wortberg dieses Szenario aber kaum zur Erzeugung von Spannung. Eigentlich sollte man meinen, dass dies zu einer gesteigerten Nervosität unter den übrigen führt. Umso mehr, da das Setting sehr begrenzt ist. Stattdessen sind sie lediglich daran interessiert, nicht für die Tat verantwortlich gemacht zu werden. Wer es von ihnen war? Völlig egal.

Nicht genug Stoff

So richtig plausibel ist das alles nicht. Hinzu kommt das Problem, dass die Clique zu wenig Raum zur Entfaltung bekommt. Das liegt auch an der Laufzeit: Sieht man einmal von den selten Specials wie kürzlich Tod am Kliff ab, das zu Ostern Spielfilmlänge haben durfte, stehen Der Alte nicht einmal eine Stunde pro Folge zur Verfügung. Entsprechend oberflächlich sind die Ermittlungen und Charakterzeichnungen. Man bekommt hier kaum ein Gefühl dafür, wer diese Leute sind. Lediglich der von Franz Dinda verkörperte Anwalt bleibt durch seine eiskalte berechnende Art in Erinnerung. Wäre da nicht das Ende der Folge, es gäbe daher auch wenig Grund, weshalb man sich an Alte Freunde erinnern müsste. Mehr als Durchschnitt war wie so oft bei dieser Serie nicht drin.

Credits

OT: „Der Alte: Alte Freunde“
Land: Deutschland
Jahr: 2022
Regie: Michael Kreindl
Drehbuch: Christoph Wortberg
Musik: Titus Vollmer
Kamera: Michael Boxrucker
Besetzung: Jan-Gregor Kremp, Stephanie Stumph, Ludwig Blochberger, Christina Rainer, Yun Huang, Franz Dinda, Julia Hartmann, Sebastian Edtbauer, Victoria Fleer

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Der Alte: Alte Freunde
Fazit
„Der Alte: Alte Freunde“ markiert das Ende der aktuellen Staffel und endet mit einem ziemlichen Knall. Davon abgesehen ist der Krimi um einen Mord innerhalb einer Freundesclique aber kaum erwähnenswert. Aus dem Szenario wird kaum was gemacht, die Figuren bleiben unterentwickelt.
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