World Invasion Battle Los Angeles
© Sony Pictures

World Invasion: Battle Los Angeles

Inhalt / Kritik

World Invasion Battle Los Angeles
„World Invasion: Battle Los Angeles“ // Deutschland-Start: 14. April 2011 (Kino) // 14. Oktober 2011 (DVD/Blu-ray)

Eigentlich waren alle davon ausgegangen, dass es reguläre Meteoriten sind, die da vom Himmel fallen. Doch dann stellt sich heraus, dass dies nur der Anfang ist von einer geplanten Invasion durch Außerirdische und es sich bei den vermeintlichen Himmelskörpern um Raumflugkörper handelt. Dabei haben es die fremden Wesen auf die Wasservorräte der Erde abgesehen, welche sie selbst dringend brauchen. Gegen die technologisch überlegene Rasse scheint es dabei zuerst kein Mittel zu geben, eine Stadt nach der anderen wird von dieser eingenommen. Doch noch hat die Menschheit nicht aufgegeben. So sollen Marine-Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart) und sein Team eine Gruppe von Zivilisten aus einer Polizeistation retten, bevor es zum großen Gegenangriff übergehen soll. Dafür nimmt man selbst die Zerstörung von Los Angeles in Kauf …

Hilfe, die Aliens kommen!

Wenn die Erde Besuch von Außerirdischen erhält, ist das selten ein gutes Zeichen. Zumindest bei Filmen und Serien geht man meistens davon aus, dass es sich bei den Fremden um Invasoren handelt, die entweder alles zerstören oder an sich reißen wollen, die Menschen können bestenfalls auf ein Leben als Sklaven hoffen. Beispiele hierfür gibt es ohne Ende, von Independence Day bis Krieg der Welten, von Infiltration bis Mars Attacks. Das Aussehen der Aggressoren wechselt dabei natürlich, da darf jeder seine eigenen Visionen des Untergangs haben. Außerdem liegen die Schwerpunkte zuweilen woanders. Manche wollen lieber eine dramatische Geschichte erzählen. Andere nehmen es vielleicht mit Humor. Wieder andere nutzen das Szenario in erster Linie, um ein bisschen Krach zu machen.

In letztere Sparte fällt eindeutig World Invasion: Battle Los Angeles. Am Anfang gibt es noch ein bisschen Mehrdeutigkeit, was da genau über dem Himmel von Los Angeles geschieht. Danach geht es aber recht schnell zur Sache. Das ist nicht verwunderlich bei einem Film, der diverse Männer und Frauen vom Militär in den Mittelpunkt rückt. Wenn die ausrücken, dann um ihr Talent an der Waffe zu demonstrieren und fiesen Aliens so richtig in den Arsch zu treten. Oder welches Körperteil sie auch finden mögen. Dass ihnen das gelingen wird, daran besteht zu keiner Zeit ein ernster Zweifel, auch wenn der Film manchmal so tut als ob. Allenfalls die Frage, wer es aus dem Team bzw. der Zivilistengruppe bis ans Ende des Films schafft, könnte für Diskussionen sorgen.

Ein Haufen Nichts

Nicht dass es einen wirklichen Unterschied machen würde. Abgesehen von dem von Aaron Eckhart (The Core – Der innere Kern, 64 Minutes – Wettlauf gegen die Zeit) gespielten Protagonisten gibt es kaum jemanden, der einem genug auffallen würde, um irgendwie mit diesem mitfiebern zu können. Bis zu einem gewissen Grad ist das natürlich zu verschmerzen. Wer sich einen Actionfilm anschaut, tut das normalerweise nicht in der Erwartungen, existenzielle Dialogen lauschen zu dürfen. Dann doch lieber eine deftige Explosion. Man sollte aber zumindest irgendeinen Grund dafür schaffen, warum man sich für die Figuren und ihr Schicksal zu interessieren hat. Bei World Invasion: Battle Los Angeles war man aber offensichtlich der Ansicht, dass es nur einen Feind braucht, um Identifikationsfläche schaffen zu können. Dazu gibt es – wir haben es immerhin mit einem Hollywood-Film zu tun – eine dicke Portion Pathos und das nicht mehr ganz zeitgemäße Bild des US-Amerikaners, der die Welt rettet.

Streckenweise kann man trotz dieser inhaltlichen Leerstellen mit dem Film die Zeit vertreiben, was auch an dem hohen Tempo liegt. Ständig passiert hier irgendetwas. Regisseur Jonathan Liebesman, für solche Perlen wie Teenage Mutant Ninja Turtles berüchtigt, inszeniert die Abwehrschlacht als einen Kriegsfilm, bei dem der Science-Fiction-Part nur eine Randnotiz ist. Das erinnert optisch zuweilen mehr an ein Computerspiel als einen Film, wenn wir ganz dicht bei den Figuren bleiben, während drumherum die Welt untergeht. So etwas kann eine Zeit lang spannend sein. Auf Dauer ist es aber einfach nicht genug, was hier angeboten wird, das versumpft zu schnell in der Eintönigkeit. World Invasion: Battle Los Angeles ist einer dieser Filme, die so entleert sind, dass man im Anschluss schon gar nicht mehr weiß, ob man ihn nun gesehen hat oder nicht. Dafür bleibt einfach zu wenig in Erinnerung.

Credits

OT: „Battle: Los Angeles“
Land: USA
Jahr: 2011
Regie: Jonathan Liebesman
Drehbuch: Chris Bertolini
Musik: Brian Tyler
Kamera: Lukas Ettlin
Besetzung: Aaron Eckhart, Michelle Rodriguez, Bridget Moynahan, Michael Peña, Ne-Yo, Cory Hardrict, Lucas Till, Ramon Rodriguez

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

In „World Invasion: Battle Los Angeles“ wird die Erde mal wieder von Aliens angegriffen, die es diesmal auf die Wasservorräte abgesehen haben. Da gibt es viel Action, aber kaum Inhalt, vom patriotischen Militär-Pathos einmal abgesehen. Eine Zeit lang passt das, auf Dauer bietet der Film zu wenig.
Leserwertung5 Bewertungen
5.1
4
von 10