Empty Spaces

Empty Spaces

Kritik

In Endzeitfilmen gehören sie zu den am liebsten verwendeten Motiven: Aufnahmen von Orten, an denen früher viele Menschen unterwegs waren, die jetzt aber ausgestorben sind. Ob nun Supermärkte, Verkehrskreuzungen oder auch Jahrmärkte – solche plötzlich menschenleere Plätze zu sehen, hat immer etwas Surreales und Gespenstisches. Geoffroy de Crécy entschied sich, aus diesem Motiv einen ganzen animierten Kurzfilm zu machen. Knapp acht Minuten lang sehen wir in Empty Spaces Objekte, die sich auch ohne Menschen unbeirrt weiterbewegen. Da sind Gepäckbänder am Flughafen dabei, Drehtüren in Gebäudekomplexen, Kopiermaschinen oder auch schon mal ein Roboter, der ein Schwimmbad reinigt. Wohin die Menschen verschwunden sind, wird dabei nicht klar, zumal in dem Film kein einziges Wort gesprochen wird.

Das hört sich unheimlicher an, als es am Ende ist, woran neben den sehr bunten Bildern die Musik ihren großen Anteil hat. Die ganze Zeit über wird ein Klavierstück von Beethoven gespielt, welches dem Geschehen eine melancholische Stimmung verleiht. Das funktioniert anfangs noch ganz gut, wird auf Dauer aber schon eher monoton. Ein bisschen Abwechslung kommt durch die sich häufig ändernden Perspektiven rein: Mal gibt es eine isometrische Ansicht, dann wieder ein Blick von oben oder von vorne. Hin und wieder wird auch nicht auf Anhieb klar, was genau man da sieht. Daraus wird jedoch keine wirkliche Einsicht gewonnen, ist mit keiner Aussage über die Menschen und unsere Beziehung zu der uns geschaffenen Welt verbunden. Die Welt geht einfach weiter, ohne dass sich die Objekte daran stören.

Credits

OT: „Empty Spaces“
Land: Frankreich
Jahr: 2020
Regie: Geoffroy de Crécy
Drehbuch: Geoffroy de Crécy



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In „Empty Spaces“ gibt es lauter menschenleere Orte zu sehen, an denen die Objekte sich einfach weiterbewegen, als wäre nichts geschehen. Der animierte Kurzfilm formuliert daraus aber keine Aussage, ist auch nicht so gespenstisch, wie sich das anhört, sondern vielmehr melancholische Leere.
5
von 10