Kritik

Mobile

„Mobile“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Kühe haben eigentlich eher weniger die Angewohnheit, durch die Luft zu fliegen. Das gilt aber auch für die Schweine, Schafe und die sonstigen Tiere, die hier im Mittelpunkt steht. Die Lösung des Rätsels versteckt sich bereits im Titel des animierten Kurzfilms: In Mobile von Verena Fels (Der kleine Rabe Socke – Suche nach dem verlorenen Schatz) geht es um eines dieser freihängenden Gebilde, deren einzelnen Bestandteile so leicht sind, dass sie sich allein schon durch den Wind bewegen. Wo genau das titelgebende Objekt des Films angebracht ist, das wird nicht ersichtlich. Es gibt keine Decke, von der das Mobile herabhängen könnte, nur den blauen Himmel, der als Kulisse für das farbenfrohe Gerangel der diversen Tiere dient.

Eine Geschichte gibt es in Mobile nicht, ebenso wenig Dialoge. Stattdessen darf das Publikum mitansehen, wie die Kuh, das schwerste der herabhängenden Bestandteile, herumwirbelt und damit auch die anderen Tiere in die Bredouille bringt. Das ist kein besonders ausgeklügelter Humor, verlässt sich allein auf Slapstick. Das andauernde Chaos ist aber durchaus komisch anzusehen: Die Situation selbst ist ein klein wenig surreal, die kompetent animierten Viecher machen Laune – gerade auch deren Mimik –, man wartet nur darauf, dass das alles irgendwann zusammenkracht.

Credits

OT: „Mobile“
Land: Deutschland
Jahr: 2010
Regie: Verena Fels
Drehbuch: Verena Fels

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Mobile
„Mobile“ zeigt das gleichnamige frei schwebende Objekt, an dem mehrere Tiere angebracht sind – darunter eine Kuh, die alles durcheinanderbringt. Der Humor des animierten Kurzfilms ist eher schlicht, geht aber auf, bei dem tierischen Gerangel kann man Spaß haben.
7von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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