Mit diesen 5 Tipps die Raumakustik verbessern

Ob Musik hören im Wohnzimmer oder einen Film sehen im geliebten Heimkino – die Akustik eines Raumes ist von höchster Bedeutung. Leider ist sie in vielen Zimmern ziemlich schlecht und in den meisten Fällen sind starke, laute Echos und plärrende Klänge die Folge. Bei der Verbesserung der Raumakustik helfen die folgenden fünf Tipps.

Tipp 1: Sich Grundwissen zur Raumakustik aneignen

Viele Menschen haben ein falsches Grundverständnis von der richtigen Akustik eines Raumes. Sie glauben zum Beispiel, dass es hilft, einen neuen Lautsprecher zu kaufen, wenn der Klang seltsam ist, obwohl sie sich eher um das Zimmer kümmern sollten. Ein anderes häufiges Missverständnis ist, dass es der Außenlärm von der Straße ist, der den Klang maßgeblich beeinflusst.

Die Dämmung ist natürlich wichtig, aber noch bedeutsamer ist die generelle Akustik des Raumes inklusive Schalldämpfung und Nachhall. Dazu gibt es verschiedene Faktoren, die zu einer guten Akustik beitragen. Zu ihnen zählen zum Beispiel die Maße des Zimmers, die Möblierung und das Material der Wände.

Im Internet gibt es spezielle Analyse-Tools, die helfen können, das Fundament für die Verbesserung der Raumakustik zu legen. Immerhin geht der Trend aktuell immer weiter in Richtung Do-It-Yourself-Projekte und die eigene Wohnung zu optimieren, gehört nunmal dazu.

Tipp 2: Den Raum neu aufteilen

Wer in seiner Wohnung die Raumakustik verbessern möchte, sollte sich des Phänomens der Diffusion bewusst sein. Wenn Schallwellen zerstreut werden, wird das von unserem Kopf als angenehmer empfunden. Um Diffusion zu erzeugen eignen sich zum Beispiel offene Regale oder Pflanzen mit vielen, großen Blättern. Vermieden werden sollte ein Zimmer mit sehr wenigen Möbeln. Denn obwohl der moderne, aufgeräumte Trend sich dorthin bewegt, erzeugen solche Räume sehr laute Echos.

Weiterhin sollten sich nicht zwei glatte Flächen direkt gegenüberliegen, denn das erzeugt einen stark hallenden Klang. Lieber sollte ein Raum durch Regale und verschiedene Möbel aufgeteilt werden, wie einem Bücherschrank oder große Dekorationselemente. Eine gute Akustik kann auch von schrägen Wänden erzeugt werden, wie sie in Dachgeschosswohnungen vorkommen. Sind diese nicht gegeben, gilt das Gleiche für Möbel, die in einem schrägen Winkel zueinander positioniert werden.

Tipp 3: Die richtigen Möbel und Materialien wählen

Einen weiteren Beitrag zur richtigen Raumakustik leisten selbstverständlich die Lautsprecher und wo sie stehen. Jedes gute Home Entertainment System sollte Boxen haben, jedoch dürfen sie nicht direkt im Regalfach aufgestellt werden. Außerdem sollten die beiden Lautsprecher in einer ähnlichen akustischen Situation platziert werden – steht der eine direkt an der Wand, sollte der andere nicht im Fenster stehen. Am besten eignet sich für Boxen ein freies, offenes Umfeld.

Auch das Sofa oder generell die Sitzmöbel, auf denen ferngesehen oder Musik gehört wird, sind wichtig für die Akustik eines Zimmers. Sie sollten nicht direkt vor der Wand aufgestellt werden, stattdessen erzeugt ein halber Meter Distanz zwischen Sofa und Wand einen klareren Klang. Auch die Wahl des Materials spielt eine Rolle: So sind Bezüge aus Microfaser und Stoff besser für die Akustik eines Zimmers als eine Ledercouch.

Tipp 4: Nachhall reduzieren

Eine andere große Rolle spielt die Nachhallzeit in einem Zimmer. Sie kann zum Beispiel gemessen werden, indem man sich in die Mitte des Raumes stellt und in die Hände klatscht oder ein anderes lautes Geräusch macht. Dann kann darauf gelauscht werden, wie lange der Laut nachhallt. Lange Nachhallzeiten gibt es beispielsweise, wenn in einem Zimmer viele harte und kalte Materialien wie Glas, Beton oder Stein verwendet werden.

Eine geringe Nachhallzeit ist selbstverständlich besser für einen guten Klang im Zimmer. Es lässt den Sound gleichmäßiger und angenehmer wirken. Dafür eignet es sich, wenn der Raum mit möglichst dicken Teppichen, Gardinen sowie Polsterbezügen für Möbel ausgestattet wird. Aber Vorsicht: Dünne Materialien dämpfen dabei meistens nur die Höhen von Klängen und nicht die Bässe. Das sorgt zwar für einen wärmeren Klang, aber es gibt immer noch einen Nachhall. Wer auf dickeren Stoff zurückgreift, macht vermutlich nichts falsch.

Tipp 5: Reflektierende, offene Flächen vermeiden

Zuletzt macht es Sinn, wenige parallele Flächen im Zimmer entstehen zu lassen. So kann kein lästiges Echo zwischen den Wänden hin- und herströmen. Vermeiden lässt sich dieses Phänomen durch die Nutzung von Bücherregalen, Schränken und ausreichend großen Dekorelementen. Gute Schalldämpfung kann auch durch die Nutzung eines Absorbers aus beispielsweise Schaumstoff erreicht werden, der an der Wand angebracht wird.

Weiterhin sollte in dem Zimmer, dessen Akustik verbessert werden soll, Verspiegelung und damit die exzessive Verwendung von Glas und Metall vermieden werden. Vor großflächigen Fenstern sollten Vorhänge angebracht werden, weiche Stoffe und hohe Teppiche dämpfen den Hall in einem Zimmer mit vielen metallenen Möbelstücken. Werden all diese Ratschläge in einer Kombination befolgt, steht der perfekten Raumakustik nichts im Wege.

Bildquelle: Keytion – Unsplash.com



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