(„Dragon Ball Z: Fukkatsu no ‚Efu’“ directed by Tadayoshi Yamamuro, 2015)

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„Dragon Ball Z: Resurrection ‚F’“ erscheint am 9. Dezember auf DVD und Blu-ray

Die Rache kommt spät, dafür aber gewaltig! Einige Jahre ist es bereits her, dass der bösartige Freezer von Trunks besiegt und in viele Teile zerstückelt wurde. Da macht sich dessen treuer Gehilfe Sorbet dran, seinen alten Meister mithilfe der legendären Dragonballs wiederbeleben zu lassen. Das gelingt auch, wenngleich es ein wenig dauert, bis alle Teile zusammengeführt wurden und Freezer wieder einsatzbereit ist. Gemeinsam mit Tausenden Soldaten macht er sich anschließend auf den Weg, seinem alten Peiniger Son-Goku Paroli zu bieten. Der wiederum ist gerade anderweitig beschäftigt, hat er sich doch mit Vegeta auf Beerus’ Planeten zurückgezogen, um dort trainieren zu können.

Dass erfolgreiche Manga- und Animereihen in Japan ganz gern mal ein paar Jährchen fortgesetzt werden, selbst wenn sie eigentlich nicht mehr viel zu erzählen haben, das ist nun wirklich kein Geheimnis. Warum auch, wenn Fans ihnen die Treue halten? Und so dürfen Letztere sich darüber freuen, dass Akira Toriyamas Dragon Ball auch 32 Jahre nach dem ersten Mangaband und 21 Jahre nach dem letzten in animierter Form kein Ende nehmen will. Während hiesige Anhänger noch immer darauf warten, dass die aktuelle Serie Dragon Ball Super auf Deutsch erscheint, können sie sich derweil schon einmal an Dragon Ball Z: Resurrection ‚F‘ erfreuen, dem nunmehr 19. Film rund um den Superkämpfer Son Goku.

Wie schon beim Vorgänger Dragon Ball Z – Kampf der Götter, so hat sich auch dieses Mal Toriyama hinreißen lassen, die Geschichte selbst zu verfassen. Doch auch wenn es inhaltliche Anknüpfungspunkte gibt, beispielsweise der vorherige Gegenspieler Beerus wieder mit von der Partie ist, so verfolgen die beiden Filme doch unterschiedliche Konzepte. Legte der Mangaaltmeister beim letzten Mal noch großen Wert auf Humor und das umfangreiche Personal, so wurde beides hier stark reduziert. Ein paar Mal wird natürlich schon noch gescherzt, etwa wenn die voraussichtliche Lebensdauer der anwesenden Personen mit deren Fähigkeit in Relation gesetzt wird, leckere Desserts zuzubereiten. Und das eine oder andere Wortduell ist ebenfalls mit dabei. Ansonsten fliegen aber vorzugsweise die Fäuste oder andere Zweikampfwaffen nach Wahl, die zweite Hälfte besteht praktisch aus einer einzigen Schlacht.

Das wird Fans der grundsätzlich eher ernster ausgelegten Folgeserie Dragon Ball Z eventuell freuen, denn hier geht es richtig zur Sache – wie oft treten die Helden schon gegen Tausende von Gegner auf? Wer sich jedoch nicht zur unmittelbaren Zielgruppe zählt, für den hält sich der Spaß eher in Grenzen. Zum einen wird hier nicht einmal versucht, die Figuren für Neulinge erkenntlich zu machen oder eine tatsächliche Persönlichkeit zuzuweisen. So mancher Zuschauer wird sogar seine Probleme haben, die einzelnen Personen der „guten“ oder „bösen“ Seite zuzuordnen. Nicht, weil sie moralisch so ambivalent wären, sondern weil sie zu kurz auftreten und zu wenig tun. Die diversen Anspielungen funktionieren ohnehin nur, wenn man den Kämpfern einige Jahre treu gefolgt ist.

Aber auch visuell ist Dragon Ball Z: Resurrection ‚F‘ alles andere als eine Offenbarung. Das ist teilweise natürlich so gewollt, um den über Jahre gepflegten, sehr comichaften Stil weiterhin treu zu sein. Teilweise ist es aber leider auch darauf zurückzuführen, dass es sich Toei Animation (One Piece, Der gestiefelte Kater) bekanntermaßen gerne mal etwas einfacher macht. Nennenswerte Hintergründe gibt es nicht, die Kämpfe sind entweder zu kurz oder zu lang, entfalten nie wirklich Wucht, der Computereinsatz ist zuweilen recht plump. Trotz der dünnen Geschichte und der unspektakulären Bilder bleibt immer noch genügend Unterhaltungswert, allein schon der witzigen Figuren wegen. So richtig spannend ist das Ergebnis jedoch nicht.

Dragon Ball Z – Resurrection ‚F‘
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Dragon Ball Z – Resurrection 'F'
Mehr Action, weniger Humor: „Dragon Ball Z: Resurrection 'F'“ legt einen etwas anderen Schwerpunkt als der Vorgänger. Fans von zünftigen Kämpfen wird es freuen, auch wenn die Optik nicht überragend ist, Einsteiger werden angesichts der schwachen Geschichte und der kaum vorgestellten Figuren jedoch weniger Spaß haben.
5von 10

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