(„2001 Maniacs: Field of Screams“ directed by Tim Sullivan, 2010)

Ein Dorf will sich für die Gräueltaten der Yankees im Bürgerkrieg rächen. Um dies zu erfüllen, müssen die 2001 toten Bürger, durch 2001 tote Yankees aufgewogen werden. Dazu bedient sich die offenbar inzestgefährdete Bürgerschaft jedem nur erdenklichen Mittel zur Qual. Ob elektrischem Stuhl oder messerscharfe Klingen, Mayor Buckman (Bill Moseley) fällt in jedem Fall was ein.

Die Opfer stammen dieses Jahr aus einer Gruppe junger, adretter Menschen, die ihre große Filmkarriere anstreben, aber sich lieber den Drogen- und Sexexzessen hingeben, bevor sie auch nur entfernt am Erfolg geschnuppert haben. Wie sollte es auch anders kommen, auf der Durchreise im Nirgendwo, genau vor dem Zeltlager Mayor Buckmans, verliert der auf“geblasene“ Fahrer die Kontrolle und das Fahrzeug landet im Graben. Nun sitzen die Grazien in der Falle.

Die flotte, stimmungsgeladene Musik im Hauptmenü lässt leider nicht tief blicken, denn nach den ersten fünf Minuten, die recht unterhaltsam gestaltet sind und mehr erhoffen ließen, geht es stetig bergab. Die Darsteller sind flach, die gespickten Pointen kommen auf Grund der lachhaften Überspitztheit, nicht bei den Lachmuskeln an und Spannung ist eigentlich nicht vorhanden. Insgeheim hatte ich bei 2001 Maniacs 2 eine Art von The Devils Rejects erwartet, doch leider war davon absolut nichts zu erkennen. Es wird nicht ganz klar, ob Tim Sullivan daran gescheitert ist einen Porno zu drehen und ihm das Blut fehlte, oder ob er einen Horrorfilm drehen wollte, der ihm dann aber zu wenig Sex beinhaltete. Am Ende ist eine angebliche Horrorkomödie herausgekommen, die wesentlich mehr an einen Softporno erinnert, als an ein Splattermovie. Und lustig ist hier eigentlich gar nichts.

Am Ende, ohne zu viel zu verraten, sind die „Guten“ alle tot und die Bösen werfen noch mit ein paar mordlüsternen Sprüchen um sich, welche einen weiteren Teil befürchten lassen. Schade eigentlich, denn ich bin der Überzeugung, dass die Story in den richtigen Händen, oder zumindest mit ernstzunehmenden Darstellern, oder begabten Sterbenden richtig gut hätte werden können. Mit der endgültigen Zusammensetzung bleibt leider nur ein überflüssiger Film, mit immerhin wirklich gut gewählter Musik.

Die FSK 18 sind gerechtfertigt, aber eher um die Jugend nicht vor der Volljährigkeit verblöden zu lassen. Viele „Titten“ und am Ende einiges an Kunstblut erledigen das Übrige.

2001 Maniacs 2 ist seit 14. Januar auf Blu Ray und DVD erhältlich

2001 Maniacs 2 – Es ist angerichtet
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Eine Antwort

  1. Tanja

    Ich habe mir, nachdem ich die Story richtig klasse fand, letztes Jahr den ersten Teil „2001 Maniacs“ voller Vorfreude angesehen. Noch dazu mit Robert Englund in einer der Hauptrollen, hatte ich eine sehr hohe Erwartungshaltung.
    Ich kann mich – Bezug nehmend auf Teil 1 – dieser Rezension nur anschließen. Gute Story, aus der man wirklich was hätte machen können. Bis auf ein paar wenige Highlights nichts gewesen.
    Nachdem es in „Es ist angerichtet“ offensichtlich nicht besser wird, werde ich mir diesen beruhigt sparen.

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