(”Der Baader Meinhof Komplex” directed by Uli Edel, 2008)

„Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“

Das sind die Worte von Ulrike Meinhof, Intellektuelle, Journalistin, Mutter von zwei Kindern und Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF) kurz nach deren Gründung.
Mit Der Baader Meinhof Komplex, benannt nach dem Buch von Stefan Aust, ist Uli Edel ein für deutsche Verhältnisse mitreißender, actiongeladener Film über ein Phänomen gelungen, von dem die meisten jungen Menschen heute nicht die geringste Ahnung haben. Chronologisch vorgehend, schafft es der Regieseur mit der nötigen Distanz einen relativ guten Überblick über die Geschehnisse zu verschaffen.
Nur manchmal ist der Plot vielleicht zu vollgestopft, so das dem Zuschauer kaum Zeit zum Nachdenken bleibt. Wahrscheinlich ist das aber sogar gewollt, denn ganz nach postmoderner Manier ist eine klare Meinung gar nicht der Inhalt des Streifens. Gut und Böse, Recht und Unrecht, Wahrheit und Lüge, sind nicht klar umrissen und würden vermutlich auch niemand im Puplikum interessieren. In einer Zeit in der Hollywood jeden Krieg zu einem Effektfeuerwerk verkitscht und eine Doku von Michael Moore genauso lustig wie Borat empfunden wird ist der Zuschauer von zu viel Authentizität gelangweilt. Die Geschichte wurde ohnehin schon tausende Male erzählt: Die Zeit der 68er, Ermordung von Benno Ohnesorg, Radikalisierung, Brandanschläge, Verurteilungen, Befreiungen, Bombenattentate, wieder Verhaftungen, Entführungen, Selbstmord, Mord, Friede, Freude, Selbstgerechtheit.
Uli Eidel will mit diesem Film nicht aufklären. Weder ideologiekritisch in dem er erklärt was denn die angesprochene Hauptlinie der selbsternannten maxistisch-lenistischen Stadtguerilla gewesen sein soll, noch empirisch in dem er die Fakten genauer unter die Lupe nimmt. Das wäre von einem Spielfilm von 150 Minuten Dauer auch zu viel verlangt, man will das Puplikum ja nicht überfordern.
Der Interpretationsspielraum des Regisseurs lag vor allem in der Darstellung der Charaktere die er großteils recht überzeugend umgesetzt hat. Nur Baader (Moritz Bleibtreu) als um sich schießender und ständig fluchender Rock’n’Roller fand ich etwas naiv und verkürzt in Szene gesetzt. Ansonsten kann man die Leistung der zahlreichen Schauspieler nur loben. Vor allem Stipe Erceg als gequälter und sterbender Holger Meins hat wieder einmal sein ausserordentliches Talent unter Beweis gestellt.
Die Kameraführung war recht konventionell. Auflockernd fand ich die Einschnitte mit Berichten aus den 60ern und 70ern, durch die man sich besser in die Zeit (wenn auch nur vor den Fernseher der Massen) zurück versetzt fühlen konnte.
Zum Schluß bleibt alles offen und irgendwie sinnentleert. War die Radikalisierung von jungen Menschen mit der Perspektive auf eine Revolution eine unvermeidliche Folge aus der Repression des Staates, oder war es eher umgekehrt? Ohne RAF keine Rasterfahndung und andere Befugnisse für Polizei und Justiz in Richtung Überwachungsstaat. In ihren Anfängen waren noch über 30% der deutschen Zivilbevölkerung laut Umfragen dazu bereit RAF-Guerillas bei sich zu Hause zu verstecken. Als sich der „Befreiungskampf“ immer mehr zu einem Privatkrieg mit den deutschen Behörden entwickelte und namhafte linke Intellektuelle der RAF ihre Berechtigung absprachen, rannten die Revolutionäre in eine Sackgasse. War ihre Vision eine Illusion? Klar war, dass man es verabsäumt hatte eine breitere Basis an Unterstützung zu bekommen und jetzt ziemlich alleine da stand.
Ob nun die Todesnacht von Stammheim ein Mordkomplott oder Selbstmord unter staatlicher Aufsicht war ist nach wie vor eine Frage die im Raum steht. Fakt ist, dass die Vision von Baader, Ensslin und Meinhof zu diesem Zeitpunkt schon gescheitert und ihr Tod quasi die letzte Konsequenz aus der Form ihres Protests war. Doch bevor ich das Thema zerrede und den Film uninterresant mache, gebe ich das Wort an jemand ab der ein besseres Resumee getextet hat:

„Nun kämpfen die Menschen nur noch für Hunde und Benzin,
folgen irgend nem Zlatko und nicht mehr Baader und Ensslin,
die, die Unheil und Armut und Krankheit verbreiten,
für sie herrschen sorglose Zeiten,
da kein bisschen Sprengstoff sie daran hindert, ihre Geschafte zu betreiben,
endlich ham sie keine Angst mehr,
verkaufen fröhlich ihre Panzer,
jeden Tag sieben Kinder abschieben,
und dann zum Essen mit dem Kanzler… “
(Jan Delay, Die Söhne Stammheims)

Der Baader Meinhof Komplex
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Über den Autor

http://www.youtube.com/watch?v=Tn0_MWsyn7A&feature=fvw

11 Responses

  1. Der kleine Candide

    Habe den Film noch nicht gesehen, da ich ziemlich skeptisch bin. Dein Review und zahlreiche andere Kritiken bestätigten da übrigens nur meine Befürchtungen, auch wenn du dann doch noch ein paar positive (zumindest filmtechnische) Elemente erwähnst. Sehr interessant und empfehlenswert übrigens der aktuelle Eintrag von flatter auf seinem feynsinn-Blog.

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  2. parker

    Ganz interessantes und lustiges Statement auf feynsinn. Aust ist momentan auf Lesungs -Tour mit seinem Buch (auch in meiner Stadt). Bin gespannt wie viele Feinde von ihm sich ein Ticket kaufen und seine Show sabotieren. Mittlerweile hat er ja ziemlich viele ;–)

    Ich finde zwar das der Film recht oberflächlich daherkommt, aber die meisten Schauspieler doch sehr gut performen. Klar, es ist ein Spielfilm und Bleibtreu trägt verdammt dick auf, aber wenn man von der RAF oder der 68er gar keine oder nur wenig Ahnung hat, ist er sicher sein Geld wert. Eine Doku in der jeder Lebenslauf zerpflückt wird und die Schriften der RAF auf Logik und Falsifizierbarkeit überprüft werden, schaut sich sowieso kein Schwein an.

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  3. C.H.

    Also ich muss ganz ehrlich sagen, und ich bin selten so deutlich, dass mir diese ganze Besprechung von Vorne bis Hinten nicht gefällt. Fast jeder Satz wäre meiner Meinung nach zu Hinterfragen. In gewisser Weise bestätigt diese Besprechung meine recht negative Meinung zu dem Film, in dem Sinne, als das es dem Machern des Films eben nicht gelungen ist, deutlich zu machen worum es Ihnen eigentlich ging.

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  4. parker

    Also ich muss ganz ehrlich sagen, und ich bin fast immer deutlich, dass dein Kommentar absolut nicht deutlich ist, sondern nach inhaltsleeren Phrasen stinkt. Fast jeder Satz ist meiner Meinung nach sinnlos.
    Ich mag Kritik wenn sie auf den Punkt gebracht wird, deshalb bitte ich recht herzlich um eine Erklärung zu diesen von dir verwendeten Sprechblasen (In Klammer stehn meine bisherigen Deutungen):

    „von vorne bis hinten“ = (1.du kannst nicht lesen 2.du weist nicht wo vorne und hinten ist 3.du stehst nicht auf Jan Delays Mukke) ?

    „nicht gefällt“ = (2. ich habe mich nicht politisch korrekt ausgedrückt 3. du hattest einen schlechten tag) ?

    „recht negative meinung“ =(1.du findest den plot unausgereift und oberflächlich 2.du kannst mit actionfilmen über politische themen nix anfangen 3.die schauspieler waren nicht überzeugend) ?

    „worum es IHNEN eigentlich ging“ (2. Worum es der RAF ging 2. Worum es Aust und Edel ging 3. du hast das reich der wahrheit gepachtet und gewährst mir keinen zutritt ) ??

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  5. C.H.

    Nun, dem will ich gerne nachkommen. Aber vorher noch eine Reaktion auf deinen Kommentar, der mich mehr als nur einer amüsiert hat. Besonders amüsant war:

    du kannst nicht lesen

    Nun, wenn ich nicht lesen könnte, hätte ich wohl kaum deiner Rezension lesen können, geschweige den einen Kommentar schreiben können. Aber nun genug der Albernheiten. 😉

    Mit Der Baader Meinhof Komplex, benannt nach dem Buch von Stefan Aust, ist Uli Edel ein für deutsche Verhältnisse mitreißender, actiongeladener Film über ein Phänomen gelungen,

    Bereits an dieser Stelle möchte ich einhaken. Den Machern ging, wenn ich nach dem Gehe was sie in den letzten Wochen immer wieder in den Interviews ventiliert haben, mitnichten darum einen mitreßenden Actionfilm zu schaffen. Du selbst sprichst vom „BMK“ in deinen Kommentar von einem „Actionfilm über einen politischen Inhalt“. Da es den Machern also nicht darum ging, er aber oft so aufgefasst wird (augenscheinlich auch von dir) ist dies ein Indiz für die in meinen Kommentar aufgestellte These, das es den Machern nicht gelungen ist, den Augenmerk auf das zu Lenken worum es Ihnen eigentlich ging.

    Chronologisch vorgehend, schafft es der Regieseur mit der nötigen Distanz einen relativ guten Überblick über die Geschehnisse zu verschaffen.

    Du stellst ja selber die Behauptung auf, das gerade jüngere Generationen keine Ahnung von der RAF hat. Ich teile diese Meinung. Gleichzeitig aber kommst du zu dem Schluss, dass dieser Film dazu geeignet wäre diesen Leuten einen Überblick zu verschaffen. Das stelle ich in Frage: Der Film setzt unheimlich viel voraus, sei es an konkreten Ereignissen oder sozio-strukturellen Entwicklungen, wie sie für die 60er wesentlich waren. Der Film macht an dieser Stelle nichts bis lang tradierte Bilder zu zitieren. Wer keine Ahnung von diesem Teil der bundesdeutschen Geschichte hat, der muss überfordert sein, die Einzelheiten zu verstehen. Übrigens halte ich es für den völlig falschen Ansatz wenn Leute der Meinung sind, ihr Wissen mit Filmen erlangen zu wollen.

    Gut und Böse, Recht und Unrecht, Wahrheit und Lüge, sind nicht klar umrissen und würden vermutlich auch niemand im Puplikum interessieren.

    Ist das wirklich so? War es nicht das Ansinnen der Macher die Täter der RAF als das zu Zeigen, als was sie waren, nämlich Möder? In diese Richtung geht ja auch der letzte Satz des Films „Hört auf Sie zu sehen, wie Sie nicht wahren“. Ob dem Film dies gelungen ist, ist jetzt eine andere Frage. Aber ich denke schon, dass die Grenzen von „Gut“ und „Böse“ in dem Film klar umrissen sind. Und das das im Publikum angeblich NIEMANDENN interessiert, halte ich für ein Gerücht (Ich will es wissen, und schon ist dein Niemand obsolet)

    ist der Zuschauer von zu viel Authentizität gelangweilt.

    Auch hier frage ich mich ernsthaft wo du deine apodiktische Selbstsichereheit hernimmst, für Alle sprechen zu Wollen.

    Die Zeit der 68er, Ermordung von Benno Ohnesorg, Radikalisierung, Brandanschläge, Verurteilungen, Befreiungen, Bombenattentate, wieder Verhaftungen, Entführungen, Selbstmord, Mord, Friede, Freude, Selbstgerechtheit.

    Ich vermute dieser Satz soll gerade im letzten Teil provokant rüberkommen. Kann man durchaus machen. Aber wenn du schon der Meinung bist, dass die ganze Geschichte eh schon viel zu Oft erzählt wurde, warum findest du dann diesen Film Gut? Er macht doch im Endeffekt gar nichts Anderes, als das zu Erzählen, was schon oft erzählt worden ist. Und dabei bleibt der Film bis auf die klare Darstellung der Morde erstaunlich haltungslos.

    Uli Eidel will mit diesem Film nicht aufklären.

    Auch hier gilt: Es ging Aust/Eichinger/Edlel in ihrem Selbstverständnis um eine Entmyhstifizierung der RAF. Das ist sehr wohl eine aufklärerische Intention, und was für Eine. Ob es ihnen gelungen ist, steht auch hier wieder auf einem anderen Blatt Papier.

    So, kurze Pause für ein wenig Konsens: Du lobst die Leistung der Schauspieler. Dem stimme ich zu, das einzige was bei diesem Film wirklich Top war.

    War die Radikalisierung von jungen Menschen mit der Perspektive auf eine Revolution eine unvermeidliche Folge aus der Repression des Staates

    Sorry, das ist viel zu Einfach. Sicher war das unrechtmässige Auftreten des Rechtssaates gerade beim Besuch des Schahs mit Sicherheit so etwas wie ein „auslösendes Element“, doch greift der Film an dieser Stelle zu kurz. Er bgeinnt 1967, doch die wesentlichen gesellschaftlichen Konflikte begannen bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt und waren in der Reichweite nicht nur auf die Rolle des Staates beschränkt. Zudem: Sind die im Film gezeigten Entwicklungen wirklich ausreichend, um die Entstehung der RAF zu begründen? Warum wurde eine Handvoll zu Terroristen, aber die Mehrheit nicht?

    Klar war, dass man es verabsäumt hatte eine breitere Basis an Unterstützung zu bekommen und jetzt ziemlich alleine da stand.

    Ich glaube der Satz hat mich am meisten gestört. Sorry, aber der ist Mist. Weißt du wie das rübrekommt? Als hätte die RAF hübsch weitermachen können, alles wäre toll gewesen, hätte sie sich um eine gößere Anhängerschar gekümmert. Und falls das wirklich deine Meinung ist, dann finde ich die in der Tat bedenklich.

    “Nun kämpfen die Menschen nur noch für Hunde und Benzin, folgen irgend nem Zlatko und nicht mehr Baader und Ensslin

    So, und jetzt zu deinem Abschlusszitat. Ob ich die Musik von Delay mag oder nicht, spielt ja keine Rolle. Fakt ist, das diese Strophe Nähe zur RAF symbolisiert. Und das du diese Strophe für den Abschluß deiner Besprechung gewählt hast, muss ich leider wieder zu dem Schluss kommen, das die Intention der Macher des Films bei dir nicht aufgegangen ist. Ich bekomme den Eindruck nicht los (wenn ich mich irre, dann nehme ich das zurück) das du den Baader-Meinhof Komplex in der Summe für eine Geschichte über coole Outlaws hältst.

    So, wie ich zu dem Film stehe, das sollte ja jetzt in Auszügen deutlich geworden sein. Ansonsten würde ich darum bitten wollen, denn es ist jetzt wohl mit der Tipperei genug, das du einen Blick auf meinen Blog wirfst (Indem du meinen Nick anklickst), dort wirst du meine Besprechung zu dem Film unschwer übersehen können (Und keine Angst, ich habe durchaus nicht den Anspruch die Wahrheit für mich gepachtet zu haben) Und dann wird dir noch mal deutlich werden, warum ich deine Besprechung eben nicht gelungen gefunden habe.

    PS: Für Tippfehler bitte ich um Nachsicht. Ein Kommentarfenster ist nicht so geeignet für lange Ergüsse. 😉

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  6. parker

    Na also. Dankeschön. Wenn ich mit meiner Antwort fertig bin lese ich deinen blog

    Da es den Machern also nicht darum ging, er aber oft so aufgefasst wird (augenscheinlich auch von dir) ist dies ein Indiz für die in meinen Kommentar aufgestellte These, das es den Machern nicht gelungen ist, den Augenmerk auf das zu Lenken worum es Ihnen eigentlich ging.
    Du vergisst dabei, dass die Macher die wahren Motive niemals öffentlich bekennen würden wenn meine (Anti-)These stimmen würde die da lautet: Es ist offensichtlich das der Film hauptsächlich deswegen gemacht wurde um GELD zu verdienen, also musste er einen breiten Öffentlichkeit schmackhaft gemacht werden. Das ist an am Plot und der Actionszenen durchaus erkennbar. Man hätte z.B. auch die Wortgefechte zwischen Baader und Meinhof ausbauen können aber da hätte Baader ja intellektuell gewirkt, und das wurde vermieden. Man wollte ihn lieber wie einen herumballernden Gangster darstellen.

    Übrigens halte ich es für den völlig falschen Ansatz wenn Leute der Meinung sind, ihr Wissen mit Filmen erlangen zu wollen.
    Ich auch, aber hey: Willkommen in der Realität. Den meisten Leuten ist es zu viel bei der Bild mehr als die Schlagzeilen zu lesen. Lieber ein bisschen Bildung durch gute Filme als keine Bildung.

    Es ging Aust/Eichinger/Edlel in ihrem Selbstverständnis um eine Entmyhstifizierung der RAF. Das ist sehr wohl eine aufklärerische Intention, und was für Eine. Ob es ihnen gelungen ist, steht auch hier wieder auf einem anderen Blatt Papier.
    Diesen Herren ging es hauptsächlich um eines: Sich wichtig machen und den bürgerliche Scheinwelt mit vorgekauten Meinungen ein bisschen auszukitten. Der Putz bröckelt nämlich manchmal.

    Als hätte die RAF hübsch weitermachen können, alles wäre toll gewesen, hätte sie sich um eine gößere Anhängerschar gekümmert.
    Wenn die Umstände gepasst hätten, sie besser organisiert gewesen wären und nicht so über die Stränge geschlagen hätten wäre die Sympathie in gewissen Teilen der Bevölkerung vermutlich noch stärker gewesen.

    Ich bekomme den Eindruck nicht los (wenn ich mich irre, dann nehme ich das zurück) das du den Baader-Meinhof Komplex in der Summe für eine Geschichte über coole Outlaws hältst.
    Man kann einen Menschen als verrückten oder gewissenlosen Verbrecher darstellen (wie du es tust) oder als einen coolen Outlaw (wie es der Film an gewissen stellen tut). Dazwischen gibt es natürlich keinerlei Bandbreite. Die Welt ist schwarz-weis und ein Mensch kann keine Fehler begehen.

    Ich will dich nicht aus dem Gleichgewicht bringen und deinen Glauben an die reinen und ehrlichen Absichten von Aust und den Filmemachern zerstören, aber einen Tip muss ich trotzdem loswerden: MACH DICH LOCKER! Wir leben in einer Welt in der Man Che-String-Tangas kaufen kann und die Menschen „Big Brother ist ok“ gröhlen.

    Für Hunde und Benzin!

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  7. C.H.

    Dazu nur noch eine kurze Replik: Halte mich nicht für so naiv, dass ich tatsächlich glauben würde, dass Eichinger und Co kein Geld verdienen wollen würden. Das sehe ich ebenso. Allerdings messe ich die Güte eines Films, an dem Anspruch den die Macher in der Öffentlichkeit ventilieren. Und wenn dieser Anspruch nicht erfüllt wird, dann bekommt der Film von mir einen auf den Deckel. Wenn es Eichinger insgeheim um Kohle ging, dann soll er es sagen (Was er natürlich nicht tut) und dann ist es OK. Ansonsten messe ich den Film an dem Anspruch, der der Öffentlichkeit offeriert wird. Übrigens, wenn es deiner Meinung nach den Machern so offensichtlich um die Kohle geht, hättest du das ja in deiner Rezi auch deutlich machen können. Doch du machst das Gegenteil und lobst den Film in den Himmel von wegen toller Überblick und so….

    Ansonsten bin ich wirklich locker, und glaube auch nicht mehr an den Weihnachtsmann. 😉

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  8. parker

    Der Film funktioniert meiner Meinung nach ganz nach dem Prinzip des „Infotainment“. Die Blonde Tussi mit den großen Titten ließt mit einem grinser die Schlagzeilen vor. Dazu laufen Bilder einmal von zerfetzten Menschen aus dem Irak und gleich darauf von Paris Hilton die wieder mal betrunken von einem Bullen aufgehalten wurde. Alles ist innerhalb weniger Minuten vorbei, der brave Bürger fühlt sich informiert und musste nicht zu viel nachdenken, ausserdem hatt er Titten gesehn.

    Ich hab deine Rezension gelesen und jetzt weis ich was du unter einer „Besprechung“ verstehtst 😉 Kann deine Meinung nachvollziehn bleib aber dabei das man den Film durchaus ansehn kann wenn man nicht grade erwartet eine Offenbarung zu erhalten.

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