(„Wanted“ directed by Timur Bekmambetov, 2008)

Anfangs war ich doch etwas skeptisch, was diese x-te Comic-Verfilmung angeht, doch im Nachhinein muss ich zugeben, dass mich die 110 Minuten Laufzeit sehr gut unterhalten konnten. Um uns nicht falsch zu verstehen: Der Film von Timur Bekmambetov ist reines Unterhaltungskino, aber die tollen Slow-Motion-Aufnahmen en masse sehen einfach cool aus.

Basierend auf dem gleichnamigen Comicbook von Mark Millar und J.G. Jones erzählt die Story von Wesley Gibson (James McAvoy) einem durchschnittlichen Amerikaner, der täglich seinen langweiligen 8 Stunden Job nachgeht und Abends in seine Bruchbude zurückkehrt, wo seine nervende Freundin wartet, die erst Stunden vorher von seinem besten Freund durchgevögelt wurde. Wesley hat es satt dieses Leben zu führen, doch sieht er erstmals keinen Ausweg und hört sich lieber Tag ein Tag aus, das Geschrei seiner ätzenden und fettleibigen Vorgesetzten an. Danach kehrt er so wie immer nach Hause zurück um sich dort das Geplärr seiner Freundin anzuhören und schluckt anschließen fleißig seine Medikamente die ihm anscheinend vor Angstattacken retten sollen.

Als er eines Tages die Bekanntschaft mit der attraktiven Fox (Angeilna Jolie) macht, soll sich sein Leben jedoch schlagartig verändern. Sie erklärt ihm, dass sein – bis dato unbekannter – Vater ein Profikiller war, nun aber umgebracht wurde und Wesley jetzt seinen Platz einnehmen soll. Sie erklärt dem Milchbubi weiters, dass es ein Killer-Bündnis, die Bruderschaft, gibt und stellt ihm ihren Chef Sloan (Morgan Freeman) vor. Dieser wiederum erzählt Wesley von Cross (Thomas Kretschmann), den angeblichen Killer seines Dads.

Cross hat sich der Bruderschaft losgesagt und will nun jeden einzelnen der Profikiller eliminieren. Wesley soll dafür sorgen, dass dies nicht passiert, denn in ihm stecken ungeahnte Kräfte die er von seinem Vater geerbt haben soll: die Panik-Attacken sind in Wirklichkeit nämlich Adrenalinstöße die es ihn ermöglichen in einer Art Zeitraffer das Geschehen präziser wahrzunehmen und somit brenzlige Situationen besser zu umgehen. Sloan beweist es ihm, indem er ihn eine Pistole an die Schläfe hält und ihn befehlt die Flügel der umherschwirrenden Fliegen mit einer Knarre abzuschießen, was Wesley aufgrund der stressigen und somit adrenalinhaltigen Situation auch mühelos hinkriegt.

Wesley hat also nun die Wahl: entweder er kehrt zu seinem Job und seiner falschen Freundin zurück oder er beginnt ein neues Leben als smarter Killer mit einer heißen Fox an seiner Seite. Nachdem er die Entscheidung als Badboy weiter zu machen getroffen hat, wird er einem extrem harten Training unterzogen, schließlich wird es nicht so einfach sein den legendären Cross aus den Weg zu räumen…

Der Film hält sich anfangs sehr exakt an die Vorlage, teilweise wurden sogar Dialoge 1:1 übernommen, er schweift dann aber ziemlich ab. Dies ist aber gar nicht weiterhin schlimm finde ich, auch wenn ich insgesamt das Comic besser finde. Wer sich einen gemütlichen Abend füllen will und auf Actionfilme steht wird hier gut bedient. Vom Soundtrack ist mir ehrlich gesagt nur der Song von Nine Inch Nails Every Day Is Exactly The Same hängen geblieben, der natürlich wunderbar zu Wesleys Routineleben passt. Keine Frage, der Film ist extremst übertrieben, aber die Bilder sind ziemlich abgefahren und da schaut man auch weniger auf die Performance der relativ schwachen Schauspieler.

Wanted (2008)
4.3 (86%) 10 Artikel bewerten

Wanted (2008)
Viel Action, schnelle Kamerfahrten, wenig Augenmerk auf die Schauspielperformance, alles eben was man zum Popcornkinoabend braucht
6von 10

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6 Responses

  1. Kaiser_Soze

    Ich lese sehr ungern eure Beiträge. Und das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Denn eure Absatzgestaltung ist grauenhaft. Da bekommt man ja Augenschmerzen. 😉 Wie wär´s also mal mit ein paar Absätzen mehr. 😉

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  2. Kaiser_Soze

    Ganz ehrlich: So weit bin ich noch gekommen, nen ganzen Beitrag zu lesen…^^ Aber wenn ich so drüber fliege, muss ich oft feststellen, dass unsere Meinungen sich sehr oft unterscheiden.

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  3. Der kleine Candide

    Noch nicht gekommen oder gekommen? 😉 Dass wir nicht immer einer Meinung sind, macht die Sache doch viel interessanter. Kannst ja mal ein Beispiel hernehmen. Außerdem finde ich Kommentare wie „kann ich mich nur anschließen“ schlicht gesagt langweilig. Nichts gegen Leute die so etwas schreiben, aber seien wir doch mal ehrlich: Gegensätze ziehen sich doch immer an, oder etwa nicht?

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  4. parker

    Die Kritik zu den Absätzen kann ich nachvollziehen, obwohl das mit den Augenschmerzen vielleicht eher noch an der Schrift liegt

    Ja wär nicht schlecht auch mal einen negativen Kommentar zu lesen, das würde hier mal ein bisschen Stimmung machen.

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  5. Felix

    Mir hat der Film nicht wirklich gefallen. Die Tatsache das da ein riesiger Webstuhl irgendwelche Prophezeihungen ausspuckt ist ja noch lächerlicher als alles was Dan Brown bisher hervorgebracht hat. Dazu letztendlich auch unwichtig, weil alles zerstört wird. Und dann noch diese komische Star Wars „Ich bin dein Vater“- Nummer. Würde mir gerne mal den Comic anschauen, aber das war mir selbst zur Unterhaltung zu blöd.

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