(„Gonin“ directed by Takashi Ishii, 1995)

5 Einzelkämpfer, sehr viele Waffen und 1 Tresor. Das Morden kann beginnen„. So versucht das DVD-Release von Laser Paradise Kunden zu gewinnen und kombiniert es mit einem ziemlich geschmackslosen Cover. Eigentlich war ich nur neugierig weil ich gelesen hatte das Takeshi Kitano mitspielt und da mich die Yakuza schon immer fasziniert hat, dachte ich es wäre einen Versuch wert. Die ca. 105 Minuten Spielzeit wollten dann aber irgendwie nicht mehr enden. Die dünne Story spielt sich (vermutlich) in Tokio ab und erzählt von fünf Männern, Mikihiko Bandai (Koichi Sato), Mitsuya (Masahiro Motoki), Kaname Hizu (Jinpachi Nezu), Shohei Ogiwara (Naoto Takenaka) und den total durchgeknallten Thailänder Jimmi (Kippei Shiina). Einerseits handelt es sich um total unterschiedliche Charaktere, andererseits haben sie alle etwas gemeinsam: sie wollen dem Gangsterboss Ichiro Kyoya (Takeshi Kitano) um eine beachtliche Summe Geld erleichtern. Sie überfallen deshalb die Yakuza-Zentrale und plündern den Safe der Kriminellen. Doch mit der Yakuza sollte man sich lieber nicht anlegen, denn wie jeder weiß, kennt das organisierte Verbrechen keine Gnade und vergisst niemals etwas. Von nun an darf der gelangweilte Zuschauer der Fünfer-Gruppe bei ihrer Flucht zusehen. Als sich ihre Mitglieder nach und nach verabschieden, bleibt nur noch ein Dieb übrig. Dieser hat also das „Vergnügen“ den finalen Showdown mit dem Mafiaboss höchstpersönlich anzugehen.
Ziemlich schwach also der Streifen von Takashi Ishii, auch wenn man das Jahr und das vermutlich sehr eringe Budget bedenkt kommt nicht wirklich viel Freude dabei auf. Die Gewaltdarstellung ist für japanische Verhältnisse übrigens ziemlich moderat ausgefallen. Das Thema Homosexualität in Kombination mit Yakuza, das bei mir noch von Takashi Miikes „Shinjuku Killers“ (Anmerkung: Shinjuku ist ein Bezirk in Tokio wo es ein besonderes Viertel gibt) schreckliche Bilder hervorruft, kommt auch hier vor. Jedoch konnte ich dem Plot und de, Sinn der Ereiginisse nicht immer ganz folgen. Das mag vielleicht auch ein klein wenig an der fürchertlichen, deutschen Synchronisation liegen. Fairerweise muss ich aber erwähnen, dass ich den Film streckenweise im O-Ton mit Untertiteln geguckt habe und meiner Meinung nach dürfte eine bessere Synchronisation äußerst schwierig hinzubekommen sein. Ein weiterer Punkt ist bestimmt auch wieviel und was nun geschnitten wurde. Zwischen der Kinoversion (die ich gesehen habe) und der japanischen Fassung fehlen doch ganze 10 Minuten. Die Musik von Goro Yasukawa ist übrigens total zum vergessen. Vermutlich tut man gut daran die hiermit verlorene Zeit mit interessanteren Dingen zu füllen.
Falls sich jemand frange sollte: der Titel beudetet  – falls meine Möchtegern-Japanisch-Kentnisse nicht ganz irren – nichts anderes als „Fünf“. Außerdem gibt es auch ein Sequel das sich schlicht „Gonin 2“ nennt. Ich glaube aber kaum, dass ich davon in den „Genuss“ kommen werde.

Gonin
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