Kritik

„Arlington Road“

„Arlington Road“ // Deutschland-Start: 1. April 1999 (Kino) // 20. März 2000 (DVD)

Ein wirklich bemerkenswerter Film, auch wenn es sich um ein Produkt aus Hollywood für die breite Masse handelt. Mark Pellington stellt in seinem Film das Thema „Terror“ (in den USA) in den Mittelpunkt und das wohlgemerkt zwei Jahre vor dem tragischen 9/11. Er geht an das Thema sehr geschickt heran und weiß es, die Story spannend zu halten.

Die Story dreht um einen Professor der Uni Washington, Michael Faraday (Jeff Bridges), dessen Frau in einem Anti-Terror-Einsatz ums Leben gekommen ist. Sie war FBI-Agentin und starb durch ein fatales Missverständnis ihres Teams. Michael verarbeitet in seinen Kursen über Terror an der Uni seine Schmerzen und versucht gleichzeitig, seinen traumatisierten Sohn Grant (Spencer Treat Clark) Freunde zu verschaffen. Mit den neuen Nachbarn, den Langs (Tim Robbins und Joan Cusack), glaubt er endlich die idealen Freunde für Grant und sich selbst gefunden zu haben, doch schon bald merkt er, dass mit den augenscheinlich netten Leuten aus Kansas irgendwas nicht stimmt. Michael versucht über einen alten Freund beim FBI, Whit Carver (Robert Gossett), an persönliche Details über Oliver Lang zu kommen, doch alle halten ihn für paranoid und weisen seine Behauptungen als Hirngespinste ab. Michael steigert sich jedoch immer mehr hinein und sieht in seinem Nachbarn einen potenziellen Terroristen, der einen Anschlag plant. Faraday forscht auf eigene Faust weiter und scheint ein weitreichendes Netzwerk offen zulegen …

Der Film verspricht Spannung bis zum – absolut kontroversen – Ende, das den einen oder anderen Kopfschmerzen bereiten wird. Es gibt einige gute gesellschaftskritische Ansätze und die Performance von Jeff Bridges verspricht auch schauspielerisch gute Unterhaltung. In ca. 120 Minuten Laufzeit bekommt man einen guten Unterhaltungsfilm mit sinnvollem Inhalt serviert, der es durchaus wert ist gesehen zu werden. Musikalisch gesehen bietet der Film nur 08/15 Durchschnitt, was aber weiter nicht stört.

Credits

OT: „Arlington Road“
Land: USA
Jahr: 1999
Regie: Mark Pellington
Drehbuch: Ehren Kruger
Musik: Angelo Badalamenti
Kamera: Bobby Bukowski
Besetzung: Jeff Bridges, Tim Robbins, Joan Cusack, Hope Davis

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2 Responses

  1. Der kleine Candide

    Gute Bemerkung, ist mir so gar nicht aufgefallen, aber den Mann kenn ich natürlich. Parallelen gibt es insofern schon würde ich sagen, denn der faradayschen Käfig ist ja eine Abschirmung ein Schutz…

    Zu weit hergeholt?

    Antworten

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