(„Spider-Man 3“ directed by Sam Raimi, 2007)

Spider-Man 3Der dritte und voraussichtlich letzte Teil der Comic-Adaption bietet jede Menge Action und Bösewichte. Sam Raimi hat sich dieses mal nicht mit einem Schurken zufrieden gegeben, sondern führt gleich zwei neue Figuren ein.

Spider-Man aka Peter Parker (Tobey Maguire) ist mittlerweile die Ikone von New York geworden und wird überall als Retter und Helfer gefeiert. Außerdem plant er seiner Freundin Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) bald einen Heiratsantrag zu machen. Im Moment scheint also alles wie geschmiert zu laufen für die freundliche Spinne von nebenan. Doch die Idylle hält nicht lange denn ein gefährlicher, ausserirdischer Symbiont hat ausgerechnet Peter Parker als passenden Wirt auserwählt. Zeitgleich ist der Kleinganove Marko Flint (Thomas Haden Church) aus dem Gefängnis ausgebrochen und durch einen tragischen Unfall zum äußerst gefährlichen Sandman geworden.

Es stellt sich zudem heraus, dass Marko Flint der wahre Mörder von Peters Onkel (Cliff Robertson) war, eine Szene die wir im ersten Teil der Trilogie kennen. Als ob dies alles nicht genug wäre, erpresst Harry Osborn (James Franco) auch noch Mary Jane und will den Rotschopf für sich erobern. Spidey ändert unterdessen, natürlich nur durch den Einfluss des Alien-Symbionten, seine moralische Auffassung und wird arbeitslos, da nun Eddie Brock (Topher Grace) Fotos für den Daily Bugle von J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) schießt. Es gibt also jede Menge zu tun für den Superhelden, doch zuerst muss er versuchen den außerirdischen Parasiten loszuwerden.

Spider-Man 3 ist wie seine Vorgänger relativ spannend gestrickt und setzt vor allem auf Action, wobei dieses mal auch relativ viel romantische Szenen vorkommen. In den etwa 140 Minuten Laufzeit scheint es aber, dass Raimi einfach zu viel reinpacken wollte, vielleicht weil es sein letzter Film mit Spidey war. Die Ideen sind gut, aber der Film scheint damit zu überfüllt und außerdem wirken viele CGI-Effekte einfach nur billig. Die Comic-Figuren wurden dieses mal nicht unbedingt vorlagengetreu implementiert, vor allem Mary Jane und Gwen Stacy (Bryce Dallas Howard) weichen meiner Meinung nach zu stark ab. Brock und auch Osborn sind hingegen relativ gut getroffen.

Spider-Man 3
3.85 (76.92%) 26 Artikel bewerten

Spider-Man 3
Spider-Man 3 ist gutes Popcorn-Kino und auch hartgesottene Comic-Fans kommt auf ihre Kosten
6von 10

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15 Responses

  1. Yrr

    Hab den Fil zwar noch nicht ganz gesehen, aber das was ich bisher gesehen hab fand ich wesentlich schlechter als die beiden Vorgänger. Die Liebesszenen sind viel zu lang. Außerdem sind einige schwachstellen, so wie dieser tolle witz bei dem beinahe antrag im französischen Lokal wo er aus Versehen den Kellner herwinkt und das gleich 2mal, das fand ich richtig mies.

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  2. Der kleine Candide

    Ja, finde den Film auch schwächer als Teil 1 und 2. Was die Witze usw. angeht gebe ich dir Recht, deshalb meinte ich ja man muss schon oft mehr als beide Augen zudrücken (das selbe gilt aber für mehr oder weniger alle Marvel-Verfilmungen).

    Übrigens: Es stimmt nicht dass es der letzte Film von Raimi sein wird. Habe gelesen er hat schon für 4,5 und 6 einen Vertrag unterschrieben *abkotz

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  3. Anonymous

    omg. die werder ich mir dann nichtmal als raubkopie reinziehen. mir reicht schon der 3. nur zur hälfte gesehen…

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  4. Der kleine Candide

    Hehe. Naja bei den Bond-Filmen fragt ja auch niemand der wie vielte es ist…

    Aber du hast schon Recht, langsam könnten sie eine Pause einlegen für ein paar Jährchen. Comic-Vorlage gibt es jedenfalls reichlich (der Charakter stammt aus dem Jahre 1962, wenn ich nicht ganz daneben liege)

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  5. Der kleine Candide

    Check mal die alten Spider-Man Hefte von denen ich dir neulich erzählt habe, dann checkst du warum ich die Charakterisierung von Gwen nicht toll finde…

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  6. Der kleine Candide

    Ja kenn ich, wobei es ja zwei (oder gar drei) gibt. Eine aus den 60ern und eine aus den 80-90er (?) stammt. Fand ich ganz nett, aber der Charakter ist mir da zu viel verniedlicht, also eher was für Kinder (was ich übrigens gut finde, dass für die Kids auch was gemacht wird 😉 )

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  7. Ijon Tichy

    Recht ordentliche Comic-Verfilmung.
    Die Special-Effects haben sich im Vergleich zu 1 wesentlich verbessert (Da hat der Goblin noch gewirkt als wäre er jüngst einem Power Rangers-Streifen entsprungen).
    Die Story geht in Ordnung und folgt in groben Teilen den Vorlagen.
    Leider leiden alle (Superhelden)Comic-Verfilmungen unter einer Krankheit: Zugeständinisse und Anpassung an den Mainstream-Geschmack!
    Trotzdem im Großen und Ganzen recht unterhaltsam.

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  8. Candide

    Ijon Tichy :

    Leider leiden alle (Superhelden)Comic-Verfilmungen unter einer Krankheit: Zugeständinisse und Anpassung an den Mainstream-Geschmack!

    Naja aber Marvel- wie auch DC-Comics zählen doch auch längst zum Mainstream. Spider-Man wie auch Batman sind Comicbooks für die große Masse und so konzipiert um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen.
    Dass die Ableger auf der Leinwand dies genauso verfolgen ist nicht weiter verwunderlich. Ich finde bei Superhelden-Verfilmungen also die mainstremlastigkeit gar nicht so schlimm, es ist vielmehr ärgerlich dass die Charaktere teilweise (zweck)entfremdet und oft durch schlechte Besetzung und/oder miese Screenplays nicht ihren Vorlagen ebenbürtig werden.

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  9. Ijon Tichy

    Ja und Nein 😉

    Ja!
    Du hast sicherlich recht: Superheldencomics sind von sich aus bereits Massenprodukte.
    Ärgerlich ist ganz sicher auch, wenn schlechte Schauspieler in die Rollen der Comicfiguren schlüpfen oder die Screenplays schlecht sind.

    Nein!
    Die Zweckentfremdung der Charaktere ist ja eben ein Zugeständnis an das Mainstreamkino.
    Dafür habe ich auch ein stichhaltiges Beispiel als Beweis 🙂
    In Elektra werden zum Beispiel eindeutig Anleihen bei Harry Potter gemacht (Labyrinthgarten, Zauberei) was in keinem Verhältnis zu den mir bekannten (massentauglichen) Elektra-Comics mehr steht, die vor allem durch ihre Geradlinigkeit und Brutalität bekannt sind – und nicht durch Fantasy-Elemente. Der Film driftet aber eindeutig in fremde (Mainstream-)Gewässer ab.

    Natürlich wäre auch in diesem Fall eine 1:1-Verfilmung schon ein Mainstreamfilm, da gebe ich dir natürlich vollkommen recht 😉

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  10. Parker

    Hab ihn jetzt auch gesehn und fand ihn besser als erwartet. Kann mit aber nicht so ganz vorstellen, dass nach diesem Teil schon die Rächer entstehen sollen. Ich glaub, wenn es eine Zusammenführung der Charraktäre in einem Film-Universum gibt, dann wird das anders als im Comic abgehn.

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  11. Candide

    Naja der Rächer-Subplot wurde ja dann auch in Hulk und Iron Man weiter gesponnen.
    Müsste mir mal wieder die gesamte Spidey-Trilogie anschauen, doch ich glaub dann wird mein Resümee über Teil 3 auch nicht besser, womöglich würden die ersten beiden Teile dann schlussendlich auch noch schlechter abschneiden als ich sie in Erinnerung habe.
    Solange die BD-Box aber immer noch so exorbitante Preise hat, wird dieses Vorhaben wohl noch etwas dauern 😉

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  12. Parker

    Hab jetzt nachgelesen und wusste gar nicht, dass Spider Man bei den „original“-Rächern nicht dabei ist. Kannte die Rächer nur von der „Civil War“-Staffel.

    Also ich kann mich auch nicht mehr so sehr an Teil 1 und 2 erinnern, aber rückblickend fand ich den dritten wirklich besser. Die Spider-Man Filme legen den Fokus eben sehr auf Werte und Moral. Zusätzlich drücken sie dann mit typischen Hollywood-techniken auf die Tränendrüse.

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