(„Alexander“ directed by Oliver Stone, 2004)

Dieses gewaltige Geschichtsepos von Oliver Stone, behandelt die Feldzüge von Alexander dem Großen (Colin Farrell) in einer Laufzeit von ca. 3 Stunden. Leider ist der Film über weite Strecken einfach nur fad und man fragt sich des öfteren warum der Regisseur auf eine so lange Laufzeit gesetzt hat. Ansonsten bin ich im Gegensatz zu den vielen schlechten Kritiken nicht einmal so abgeneigt zu diesem Streifen. Ob er historisch 100% korrekt ist wage ich zu bezweifeln, betrachtet man aber die Idee hinter Alexanders Gedanken so bekommt der Film einen sehr aktuellen Status. Für mich sind die Themen Rassismus, Freiheit und Größenwahn eindeutig im Vordergrund, auch wenn oft der Eindruck ensteht die Kämpfe wären das wichtigste. Es wird die Frage aufgeworfen wer das Recht hat über das Schicksal anderer zu entscheiden und auch hier findet man eindeutige Parallelen zum heutigen politischen Weltgeschehen. Ansonsten wartet der Film mit einer gewaltigen Bilderflut auf, die mich sehr beeindrucken konnten. Lediglich die Cuts in den Kampfsequenzen sind oft zu schnell und schlampig gemacht. Dadurch ensteht ein sehr konfuser und plumper Eindruck. Die Kostüme und Landschaften hingegen wurden wunderbar eingefangen und die Performance der einzelnen Schauspieler geht auch in Ordnung. Der Streifen wartet übrigens mit großen Namen wie Anthony Hopkins (Ptolemy), Val Kilmer (König Philip) oder Angelina Jolie (Königin Olympias) auf. Was mich am meisten gestört hat, war die schlechte musikalische Untermalung von Vangelis die teilweise total fehl am Platz oder einfach nur störend wirkte.
Insgesamt gesehen, war ich etwas enttäuscht von Oliver Stone, der zwar versucht hat eine Aussage zu schaffen, schlussendlich aber durch die überzogene Länge scheitert und den Zuschauer eher langweilt als unterhält.

Alexander
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