Star Fox
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Star Fox

Star Fox
„Star Fox“ // Deutschland-Start: 25. Juni 2026

Inhalt / Kritik

Star Fox ist eines dieser sekundären Franchises von Nintendo, die seit Jahrzehnten mitgeschleppt werden, auch wenn die Resonanz sich in Grenzen hält. Dabei fing das 1993 bombastisch an: Auch dank des damaligen Einsatzes des Super FX Chip beeindruckte das gleichnamige Actionspiel, welches bei uns unter dem Titel Starwing erschienen war, mit einer damals noch neuen 3D-Grafik auf dem Super Nintendo. Vier Jahre später kam der Nachfolger Star Fox 64, in Deutschland als Lylat Wars bekannt. Das Spiel erzählte zwar mehr oder weniger dieselbe Geschichte, wurde aber dank aufgemotzter Grafik, des neuen Rumble Packs, welches in bestimmten Situationen zu vibrieren begann, sowie eines Mehrspielermodus zu einem Hit. Seither weiß man aber nicht so recht, was mit dem Franchise anzufangen ist. Während der Action-Adventure-Ableger Star Fox Adventures noch viel Aufmerksamkeit erregte, gingen andere Versuche, den Shooter wieder unters Volk zu bringen, eher unter.

Wiederkehr eines Klassikers

Dieses Jahr feierte der schießwütige Fuchs aber ein doppeltes Comeback. Erst hatte er eine Nebenrolle in dem Animationshit Der Super Mario Galaxy Film. Einige Wochen später gab es mit Star Fox ein neues Spiel. Gewissermaßen. Praktisch handelte es sich dabei erneut um ein Remake, dieses Mal von Star Fox 64. Wer dieses seinerzeit gespielt hat, dürfte deshalb zahlreiche Déjà-vus haben. Denn im Gegensatz zu anderen Remakes von Nintendo wie Another Code: Doppelte Erinnerung änderte man am Spielprinzip und der Geschichte – nichts. Noch immer sind wie daher mit der tierischen Pilotencrew unterwegs, kämpfen uns durch selbst scrollende Level. Manchmal gibt es auch Abschnitte, etwa bei Bosskämpfen, bei denen wir uns mehr oder weniger frei innerhalb eines Areals bewegen können. Aber selbst dort geht es primär darum, Objekte oder sich bewegende Feinde abzuschießen und dabei möglichst wenig selbst getroffen zu werden.

Die Level sind dabei kurz, mehr als ein paar Minuten braucht es nicht, um ans Ende zu gelangen. Das Spiel selbst ist ebenfalls schnell durch: Wer es gewohnt ist, heutzutage viel Zeit investieren zu müssen oder dürfen, bis man beim Abspann ankommt, dürfte hier verwundert sein. Doch ums bloße Durchspielen geht es bei Star Fox auch gar nicht. Der Langzeitspaß ist auf verschiedene Weisen vorhanden. Zum einen ist das Spiel vollgestopft mit Geheimnissen und Abzweigungen: Je nachdem, wie man manche Level spielt, kommt man bei einem anderen Ende raus. Auf diese Weise entstehen mehrere unterschiedliche Routen durch die Galaxie. Zum anderen darf man natürlich auch verschiedene Sachen freispielen, höhere Schwierigkeitsgrade erlangen oder einfach nur an seinem Punktestand arbeiten. Es geht maßgeblich darum, mit der Zeit besser zu werden.

Visuell stark

Aber selbst wer nicht in der obersten Liga mitspielt und vielleicht nicht die notwendige Geschicklichkeit mitbringt, um wirklich alles treffen zu können, kann hier eine Menge Spaß haben. So macht es schon Laune, sich an den verschiedenen Flugmanövern zu versuchen, sich Duelle mit den großen Feinden zu liefern oder einfach zu schauen, was es alles zu entdecken gibt. Hinzu kommt die Geschichte, die sicherlich viel Tiefgang kann, aber durchaus für Unterhaltung sorgt. Die Mischung aus augenzwinkernden Science-Fiction-Klischees und anthropomorphen Tieren hat auch all die Jahre später noch Charme. Die Figuren haben auch einiges an Persönlichkeit, allein deshalb schon versucht man in Star Fox alles, um die zu retten, wenn die Kameraden mal wieder von einem Feind verfolgt werden.

Die Optik macht dabei eine Menge her, so als ob ein B-Movie mit einem Blockbuster-Budget umgesetzt wurde. Auch wenn man sich bei solchen Remakes natürlich immer fragen darf, ob es sie unbedingt braucht, trägt das visuelle Upgrade doch eine Menge zu dem Spielerlebnis bei. Zwar gibt es von manchen die Kritik, dass Star Fox mit seinen stärker realistischen Designs etwas von dem Comic-Ambiente verloren hat. Ansonsten ist es aber beeindruckend, was man hier auf die Beine gestellt hat. Da wird nicht an Effekten gespart, überall ist etwas los. Abgerundet wird das Spiel durch einen erweiterten Multiplayer-Modus. Selbst wenn man sich vielleicht gewünscht hätte, doch etwas tatsächlich Neues zu bekommen anstatt nur eine aufgemotzte Reise in die Vergangenheit, macht das hier doch Hoffnung darauf, dass das Comeback des Fuchses vielleicht in Zukunft mit einem tatsächlich neuen Spiel verbunden sein könnte.

Credits

OT: „Star Fox“
Land: USA
Jahr: 2026
Director: Daniel Doptis
Producer: Tish Cardonick, Daniel Rositano, Yoshiaki Koizumi, Shinya Saito, Takao Nakano
Musik: Matt Pirog, Stephen Barton
Publisher: Nintendo
Entwickler: Velan Studios
Plattformen: Nintendo Switch 2

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Star Fox
fazit
„Star Fox“ nimmt den Klassiker um eine tierische Piloten-Crew und spendiert diesem ein zeitgemäßes Lifting. Das macht noch immer viel Spaß, auch wenn das Game eher auf Optimierung ausgelegt ist, weniger auf viel Inhalt. Diese kann sich dafür sehen lassen, das Comeback ist gelungen und macht Lust auf mehr.
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