Match
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Match

„Match“ // Deutschland-Start: 15. Oktober 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Paola (Humberly González) ist schon seit einer ganzen Weile Single, gerade ist wieder eine Beziehung in die Brüche gegangen – sehr zum Leidwesen ihres Vaters (Peter Butler), der sie gern unter der Haube sehen würde. Aber noch hat sie nicht aufgegeben. In einer Dating-App hat sie Henry kennengelernt. Der sieht nicht nur fantastisch aus, sondern ist auch ein echter Gentleman, weshalb sie sich immer wieder darauf freut, mit ihm zu chatten. Nun soll dann endlich auch ein erstes Treffen erfolgen. Dass dieses gleich bei ihm zu Hause ist, gefällt Paola zwar nicht, aber sie lässt sich darauf ein. Zu ihrer großen Irritation öffnet aber nicht Henry die Tür, sondern dessen Mutter Lucille (Dianne Simpson). Diese verwickelt sie in ein Gespräch, während sie darauf warten, dass der Sohn kommt. Dabei ahnt Paola nicht, dass es nicht bei dieser einen bösen Überraschung bleiben wird …

Der Horror des Datings

Einen anderen Menschen zum ersten Mal zu treffen, kann eine sehr aufregende und spannende Erfahrung sein. Aber auch eine grauenvolle, wenn man den seltsamsten Leuten begegnet. Und da irgendwie alle mit solchen (Online-)Dates sonderbare Erfahrungen machen, ist das ein dankbares Thema für Filme. Immer wieder werden solche daher produziert, wobei sich gleich mehrere Genres anbieten. Naheliegend sind Komödien, die sich über solche Begegnungen lustig machen und mit schrägen Figuren und kuriosen Szenen Identifikationsfläche schaffen. Aber es gibt auch eine Reihe von Horrorfilmen, die in diesem Themenbereich spielen. Fresh ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine solche vielversprechende Begegnung eine böse Richtung einnehmen kann. Bei Double Date sind es sogar zwei Leute, die eine böse Überraschung erleben. Nun kommt mit Match ein weiterer Film bei uns heraus, der mit solchen Abgründen spielt.

Während die beiden obigen Titel jedoch als Horrorkomödien konzipiert sind, will die südafrikanische Produktion prinzipiell schon ernst sein. Zumindest über weite Strecken wird auf jeglichen Humor verzichtet. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch Ansätze für Komik gibt. So kann man Match durchaus auch als überzeichnete Satire auf das Dating-Verhalten von Menschen verstehen, bei denen die Teilnehmenden sich als etwas verkaufen wollen, was sie nicht sind. Ein bisschen Mogeln ist zwar immer drin. Man kann aber auch knallhart Catfishing betreiben und mit falschen Bildern Leute anlocken. Der Film entlarvt dabei auch die Scheinheiligkeit, wenn manche Leute ungeniert lügen, bei anderen aber empört sind über Lügen. Und auch das Phänomen, dass manche in einer Art Parallelwelt leben und eine verzerrte Wahrnehmung demonstrieren, kommt dabei auf.

Das Warten auf den Knall

Und doch sollte man keine tiefgängigen Auseinandersetzungen erwarten. Hier und da wird zwar schon über das Thema gesprochen. Aber im Mittelpunkt steht der Horror, den die Protagonistin durchleben muss. Regisseurin Danishka Esterhazy (Slumber Party Massacre, Level 16) setzt dabei auf recht derbe Elemente. An manchen Stellen wird es brutal, an anderen vor allem eklig – eine ganz eigene Form von Body Horror. Allerdings heißt es dafür, geduldig zu sein. Match spannt das Publikum und die Hauptfigur längere Zeit auf die Folter, wie es hier denn weitergeht und worum es überhaupt bei all dem gehen soll. Was genau will die Mutter? Wo ist Henry? Und was wird mit Paola geschehen?

Das ist alles schon ganz unterhaltsam, woran auch die Besetzung ihren Anteil hat. Gerade Dianne Simpson als unheimliche Helikopter-Mutter hinterlässt Eindruck, wenn sie immer wieder Szenen an sich reißt. Aber auch die Wendungen, wenn die Geschichte sich nicht so weiterentwickelt wie geplant, tragen dazu bei, dass man hiermit seinen Spaß haben kann. Ein wirklicher Geheimtipp mag Match nicht sein, dafür wird am Ende aus der Situation dann doch nicht genug gemacht. Dass die Figuren sich teilweise selten dämlich anstellen, macht es auch nicht besser. Reinschauen kann man hier aber schon – und sei es nur, um eigene furchtbare Date-Erfahrungen zu relativieren.

Credits

OT: „Match“
Land: Südafrika
Jahr: 2025
Regie: Danishka Esterhazy
Drehbuch: Al Kaplan, Jon Kaplan
Musik: Zethu Mashika
Kamera: George Amos
Besetzung: Humberly González, Shaeane Jimenez, Dianne Simpson, Jacques Adriaanse, Luke Volker, Nikita Faber, Dean Goldblum

Bilder

Trailer

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Match
fazit
„Match“ folgt einer Frau zu einem Online-Date ins Haus des mutmaßlichen Traummanns, wo sie eine böse Überraschung erlebt. Das ist ganz unterhaltsam wegen des Ensembles und unvorhergesehener Entwicklungen. Aus dem Thema wird aber nicht so viel herausgeholt, wie möglich gewesen wäre.
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