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Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück

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„Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück“ // Deutschland-Start: 16. Oktober 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als Anwältin mit jahrelanger Erfahrung hat Dr. Talia Jahnka (Gabriela Maria Schmeide) alles schon einmal gesehen, sie ist Profi durch und durch. Doch als der zwölfjährige Luca (Lionel Hesse) vor ihr steht und ihren Beistand bei einem Autounfall erbittet, der durch ein minderwertiges Ersatzteil verursacht wurde, findet sie sich in einer für sie ungewohnten Situation wieder. Zur selben Zeit versucht Lisa Liebling (Luise von Finckh), dem Azubi Thiago Acosta (Crispin Hausmann) zu mehr Geld bei der Arbeit zu verhelfen. Pikant ist jedoch, dass sie dessen Chef Dieter Seidel (Uwe Preuss) schon seit ihrer Kindheit kennt und nun zwischen den beiden vermitteln muss. Und das ist bei zwei so sturen Menschen alles andere als einfach …

Der bislang beste Teil

Warum etwas Neues erfinden, wenn man stattdessen auf einen alten Hit zurückgreifen kann? Dieser Ansicht war man offensichtlich bei der ARD, als 2024 Kanzlei Liebling Kreuzberg an den Start ging. Basierend auf der beliebten Serie Liebling Kreuzberg, die zwischen 1986 und 1998 ausgestrahlt wurde, erzählt die Neuauflage von den juristischen Gehversuchen der Enkelin. Auch wenn die Reaktionen gemischt ausfielen, waren die Einschaltquoten offensichtlich genug, um weitere Fälle zu rechtfertigen. Und so folgten 2025 gleich zwei Filme: In Bewährungsprobe musste die Kanzlei gleich drei Geschichten übernehmen, danach ging es in Nachbarschaftshilfe um den Kampf gegen eine Bank. Jetzt steht ein weiteres Doppel an, den Auftakt macht dabei Ein Meisterstück.

Den Titel sollte man besser nicht auf den Film an sich übertragen, das wäre ziemlich vermessen. Immerhin, der vierte Teil ist zumindest der beste der bisherigen. Dabei hat sich an dem Prinzip nicht so wahnsinnig viel getan. Noch immer geht es darum, wie die Leute aus der Kanzlei diverse Fälle übernehmen, wobei sich das Private und das Berufliche schnell mal überschneiden. Dass die Titelfigur den Bäcker selbst kennt, ist natürlich konstruiert, stört aber nicht weiter. Krimielemente wie in anderen Anwaltsserien braucht man in Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück nicht zu erwarten. Zwar gibt es zumindest bei einem der beiden Fälle sowie einem Nebenstrang um Lisas Freundin Mai Ninh Phan (Nhung Hong) den Aspekt der Wahrheitsfindung. Aber für einen Genrebeitrag ist das zu wenig, stattdessen gibt es ein Drama mit leichten humorvollen Elementen.

Weniger nervig

Was auffällt: Bei dem vierten Teil wird das Gesellschaftliche etwas reduziert. Zwar finden sich schon einzelne Elemente, die größer sind als das Einzelschicksal. So ist der Azubi beispielsweise ein südamerikanischer Immigrant, der jederzeit auch wieder ausgewiesen werden könnte. Doch während die ersten Folgen dadurch auffielen, dass Lisa besonders missionarisch unterwegs war und mit ihrer Besserwisserei schon ziemlich nerven konnte, ist davon diesmal wenig zu spüren. Es reicht zwischendurch sogar für etwas Eigenkritik, was der Figur guttut. Das macht Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück deutlich erträglicher. Auch die konstruierten Kontraste und Konflikte zwischen den beiden Anwältinnen sind so nicht mehr vorhanden.

Die Geschichten sind dafür ganz rührend geworden, sowohl bei dem Kind, das dringend zur Oma will, wie auch bei dem Jugendlichen, der ebenfalls ein Familienmensch ist. Und dann wäre da noch der Strang um Cem Oktay (Emre Aksizoglu), den dritten Anwalt in der Kanzlei, der noch immer dafür kämpft, als vollwertiges Mitglied angesehen zu werden. Das ist alles nicht spektakulär, aber doch irgendwie ganz nett. Man kann sich Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück gut anschauen als Einstieg ins Wochenende. Nächstes Mal geht es in Auf Augenhöhe um einen Elektriker, der mit einem geerbten Mietshaus nichts als Ärger hat.

Credits

OT: „Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Christoph Schnee
Drehbuch: Sabine Leipert
Musik: Paul Eisenach, Jonas Hofer, Maddalena Barbieri
Kamera: Christoph Krauss
Besetzung: Luise von Finckh, Gabriela Maria Schmeide, Emre Aksizoglu, Anja Franke, Roswitha Schreiner, Nhung Hong, Christian Kuchenbuch, Lionel Hesse, Uwe Preuss, Crispin Hausmann

Bilder

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Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück
fazit
„Kanzlei Liebling Kreuzberg: Ein Meisterstück“ handelt unter anderem von einem unzufriedenen Bäckerazubi und einem Jungen, der zu seiner Oma will. Die Geschichten des neuen Teils sind nicht sehr spektakulär, aber doch ganz nett. Vor allem ist die Protagonistin inzwischen deutlich erträglicher.
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