
Die Ballett-Tänzerinnen Bones (Maddie Ziegler), Princess (Lana Condor), Grace (Avantika), Zoe (Iris Apatow) und Chloe (Millicent Simmonds) sind gemeinsam mit ihrer Lehrerin Thorna Davenport (Lydia Leonard) auf dem Weg nach Budapest, wo die fünf an einem Wettbewerb teilnehmen wollen, als ihr Bus eine Panne hat. Und was nun? Anstatt inmitten des abgelegenen Waldes auf Hilfe zu warten, beschließen die Frauen, loszuziehen und die nächstgelegene Stadt zu suchen. Dabei finden sie ein Rasthaus, das von Devora Kasimer (Uma Thurman) geführt wird, die selbst einmal eine talentierte Ballerina war. Das vermeintliche Glück stellt sich aber schon bald als Unglück heraus, denn in dem Rasthaus stimmt etwas nicht …
Reichlich Action
Bei Amazon Prime Video wurden zuletzt eine Reihe von Titeln veröffentlicht, die sich an Fans düsterer Geschichten richten. Da war der Film Agent Zeta über einen Geheimagenten, der die mysteriösen Morde mehrerer Kollegen aufklären muss. Bei den Serien waren es die Romanadaptionen Scarpetta und Young Sherlock, die für Spannung sorgen sollten, auch dort mussten Verbrechen aufgeklärt und diverse Geheimnisse gelöst werden. Mit dem Film Pretty Lethal – Schön tödlich sorgt der Streamingdienst nun erneut für Nachschub. Wobei dieser sich doch von den obigen Beiträgen unterscheidet und in eine andere Richtung geht. Gerätselt wird hier eher weniger, dafür umso mehr gekämpft, der Actionanteil ist um einiges höher als bei den vorangegangenen Neuzugängen.
Pretty Lethal – Schön tödlich fackelt auch nicht lange, wenn es darum geht, die Gefahr aufzuzeigen. Von Anfang an setzt der Film auf eine unheilvolle Atmosphäre und vertraut dabei vor allem auf die Settings. Ein dunkler Wald ist für eine solche Aufgabe ebenso geeignet wie das abgelegene Rasthaus, das so düster ist, dass man sich fragt, warum jemand dort freiwillig bleiben wollte. Im Grunde hätte sich das alles auch für einen Horrorfilm angeboten, bei dem nach und nach Spannung aufgebaut wird. Stattdessen dauert es nicht lang, bis die erste Leiche auf dem Boden liegt. Und es wird nicht bei dieser einen bleiben, im Laufe des Films müssen ein paar Leute daran glauben. Das hat alles ganz irdische Ursachen. So wird quasi gleich zu Beginn verraten, dass in dem Etablissement das Verbrechen ein und ausgeht.
Übertrieben und spaßig
Regisseurin Vicky Jewson (Close – Dem Feind zu nah) fängt schon früh mit der Eskalation an. Eigentlich ist das von Anfang an ziemlich überdreht. Wie ernst kann man einen Film schon nehmen, in dem in Tutus gekleidete Ballerinen gegen Gangster kämpfen? Tatsächlich ist das alles derart absurd, dass es eine Überlegung wert gewesen wäre, gleich eine Actionkomödie à la Nobody daraus zu machen, zumal die Figuren ebenfalls überzeichnet sind. Manche zumindest, da laufen auch einige weniger prägnante Charaktere herum. Pretty Lethal – Schön tödlich hätte das gern noch konsequenter verfolgen dürfen. Aber es finden sich auch so genügend Elemente, die der Erheiterung dienen.
Insgesamt ist Pretty Lethal – Schön tödlich dann auch ganz unterhaltsam geworden. Inhaltliche Ansprüche darf man natürlich nicht haben, obwohl es etwa Ansätze gibt, die Klassenteilung zu kritisieren. Der Film will gar nicht mehr sein als ein dümmlich-chaotischer Actionfilm, bei dem ordentlich ausgetauscht wird, manchmal auf etwas unorthodoxe Weise. Als solcher erfüllt er aber seinen Zweck. Eine neue Genrereferenz ist das nicht. Zwar hat man sich bei den Kämpfen mehr Mühe gegeben als bei so manch anderem Actionbeitrag. Aber für die Oberklasse reicht das nicht aus. Zum Teil wird das durch das spielfreudige Ensemble wieder ausgeglichen, man sieht hier dann doch ganz gern zu. Wem das reicht, kann sich hiermit ganz gut anderthalb Stunden die Zeit vertreiben.
OT: „Pretty Lethal“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Vicky Jewson
Drehbuch: Kate Freund
Musik: Paul Leonard-Morgan
Kamera: Bridger Nielson
Besetzung: Iris Apatow, Lana Condor, Millicent Simmonds, Avantika, Maddie Ziegler, Uma Thurman, Tamas Szabo Sipos
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