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Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe

„Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe“ // Deutschland-Start: 31. März 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Kobayashi hat sich inzwischen daran gewöhnt, ihre Wohnung mit dem Drachen Tohru zu teilen, der nach Belieben die Gestalt eines Hausmädchens annehmen kann. Zusammen mit Kanna und Ilulu führen sie ein ganz normales Leben, zumindest soweit die Umstände das zulassen. Doch dann taucht Kannas Vater Kimun Kamui auf, der Anführer der Chaosfraktion, und sorgt für mächtig Unordnung. Denn in der Welt der Drachen bahnt sich ein Krieg zwischen dem Chaos und der Harmonie an, welcher sie alle hineinzuziehen droht. Kobayashi will das unbedingt verhindern. Einfach ist das aber nicht, denn da zieht jemand im Hintergrund die Fäden …

Fortsetzung der Hit-Serie

Wenn Animeserien erfolgreich sind, bietet es sich oft an, auch noch Kinofilme zu produzieren, um von dieser Popularität zu profitieren. Wie lukrativ das sein kann, bewies letztes Jahr Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – Infinity Castle, das wieder reihenweise Rekorde brach. Auch Chainsaw Man – The Movie: Reze Arc spielte weltweit an den Kinokassen ordentlich Geld ein. Mit Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe startet nun der nächste Versuch, aus einem bewährten Franchise noch ein bisschen mehr herauszuholen. Ursprünglich als Manga von Coolkyousinnjya gestartet, gab es 2017 eine erste Staffel, 2021 eine zweite. Während Fans noch auf eine dritte waren, gibt es erst einmal den Film als Lückenfüller.

Die Geschichte schließt dann auch wenig überraschend an die Serie an. So sehr, dass ein Publikum, das bislang keine Berührungspunkte mit den Geschichten um die Büroangestellte und ihr Drachenumfeld hat, hier dann auch schnell an Grenzen stoßen wird. Am Anfang wird zwar noch ein bisschen versucht, die Figuren näherzubringen. Der Part ist aber schnell abgehakt, man vertraut darauf, dass die Zuschauer und Zuschauerinnen sich auch so auskennen. Zumal sich Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe ohnehin von dem bisherigen Setting entfernt. Eigentlich geht es bei der Animeserie eher um den Alltag der Figuren in der Menschenwelt, eine (fast) typische Slice-of-Life-Geschichte eben. Beim Kinofilm wird das nur beim Anfang beibehalten.

Schön, aber ohne viel Inhalt

Stattdessen handelt Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe primär von dem sich anbahnenden Krieg in der Drachenwelt. Das ist einerseits sicher keine falsche Entscheidung. So wäre es eigenartig gewesen, wenn der Kinofilm letztendlich nur das wiederholt, was man aus dem Fernsehen kennt, anstatt etwas Eigenes zu erzählen. Außerdem bietet sich gerade die große Leinwand an, ein bisschen mehr aufzutrumpfen, epischer zu werden und visuell mehr anzubieten. Letzteres ist dem Animationsstudio Kyoto Animation (Liz und der blaue Vogel, A Silent Voice) prinzipiell auch gelungen. Das Studio hat schon eine sehr ansehnliche Optik produziert. Die Charakterdesigns sind zwar wie bei vielen Animes recht beliebig, ohne eigene Handschrift. Aber es ist doch schön umgesetzt, Hintergründe, Farben und Effekte können sich sehen lassen.

Insgesamt ist der Film auch ganz solide geworden, aber wirklich nur für große Fans geeignet, die unbedingt mehr von den Charakteren sehen wollen. Für den Rest wird die Geschichte trotz des einen oder anderen emotionalen Anlaufs im Hinblick auf die Figuren zu langweilig sein. So wirklich zu erzählen hat der Film dann doch nicht, obwohl er mit 105 Minuten Laufzeit nicht gerade kurz ist. Dadurch gibt es in Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe schon die eine oder andere Länge. Diese ist wie gesagt schön inszeniert, weshalb man sich das hier schon anschauen kann. Aber es bleibt nicht ganz so viel zurück. Das Abenteuer ist auch nicht so episch, wie man bei einem allen entscheidenden Krieg hätte erwarten dürfen. Sicher, zu dem eher leicht gehaltenen Franchise passt das so besser. Einen düsteren Kriegsfilm wollte man verständlicherweise nicht draus machen. Ein bisschen mehr wäre aber schon drin gewesen.

Credits

OT: „Eiga Kobayashi-san chino meidoragon: Samishi gari ya no ryû“
IT: „Miss Kobayashi’s Dragon Maid: A Lonely Dragon Wants to be Loved“
Land: Japan
Jahr: 2025
Regie: Tatsuya Ishihara
Drehbuch: Yuka Yamada
Vorlage: Coolkyousinnjya
Musik: Masumi Ito
Animation: Kyoto Animation

Bilder

Trailer

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Miss Kobayashi’s Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe
fazit
Basierend auf der beliebten Animeserie erzählt „Miss Kobayashi's Dragon Maid: Ein einsamer Drache sehnt sich nach Liebe“ von einem sich anbahnenden Krieg in der Drachenwelt. Das ist schön umgesetzt, hat aber nicht so wahnsinnig viel zu erzählen. Das Fantasyabenteuer ist auch nur für Fans geeignet.
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