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Crime 101

„Crime 101“ // Deutschland-Start: 12. Februar 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Davis (Chris Hemsworth) ist ein echter Fachmann auf seinem Gebiet: Viele Male schon hat er Transporte überfallen und damit große Beute gemacht. Detective Lou Lubesnick (Mark Ruffalo) und die anderen von der Polizei jagen ihm deshalb schon länger hinterher, bislang aber ohne Erfolg, weil der Dieb seine Coups minutiös vorbereitet und dabei keinerlei Spuren hinterlässt. Sein nächstes Ziel ist die Versicherungsmaklerin Sharon Colvin (Halle Berry), über die er sich Zugang zu dem steinreichen Steven Monroe (Tate Donovan) erhofft. Denn der will demnächst heiraten, da gibt es eine Menge abzustauben. Doch dabei bekommt Davis Konkurrenz durch seinen jüngeren Kollegen Ormon (Barry Keoghan), der sehr impulsiv ist und im Gegensatz zu Davis auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Und als wäre das nicht alles schon kompliziert genug, entwickelt der Meisterdieb Gefühle für Maya (Monica Barbaro) …

Wenig interessante Geschichte

Mit seinen Krimis und Thrillern hat Don Winslow ein großes Publikum erreicht, mehrere Romanreihen gehen auf ihn zurück. Da verwundert es schon ein wenig, dass die Werke des US-amerikanischen Schriftstellers bislang kaum verfilmt wurden. Da war 2007 Kill Bobby Z über einen erfolglosen Kriminellen, der sich auf einen gefährlichen Deal mit der Drogenbekämpfungsbehörde einlässt. 2012 folgte Savages, auch dort ging es um den Handel mit Drogen. Seither geschah nichts mehr. Jetzt dürfen sich Fans auf Nachschub freuen, wenn mit dem von Amazon Prime Video produzierten Krimithriller Crime 101 ein weiterer Film herauskommt, der auf einer Geschichte des Autors basiert. Genauer stand die gleichnamige Kurzgeschichte aus dem Jahr 2020 Pate.

Kurzgeschichte, das klingt erst einmal nicht nach viel Inhalt. Und tatsächlich ist das schon ein kleines Manko des Films, der mit einer Laufzeit von über 140 Minuten zu einer echten Geduldprobe wird. Zumal es auch nicht so ist, als wäre das alles wirklich spannend, was Regisseur und Drehbuchautor Bart Layton (American Animals) da zu erzählen hat. Viele der Figuren bleiben etwas nichtssagend, entsprechen Stereotypen. Ob es die frauenfeindlichen Leute von der Versicherungsfirma sind, der klischeehafte Superreiche oder der formelhaft-unberechenbare Kleinkriminelle, der sich endlich beweisen will: Interessant sind diese Leute nicht. Es gibt in Crime 101 auch nur wenige, die eine Entwicklung durchmachen. Zu diesen zählt der Protagonist, der durch eine romantische Zufallsbegegnung anfängt, an seinem Leben zu zweifeln – auch das ist ein Motiv, das man in diesem Genre andauernd findet.

Gut gespielt und schön anzusehen

Als Krimi ist der Film auch etwas unbefriedigend. So ist er gleichzeitig völlig übertrieben, wenn alles minutiös vorbereitet ist, und schlampig. Da wird immer wieder gesagt, dass der Protagonist ein Phantom ist, das keinerlei Spuren hinterlässt – und verübt seine Verbrechen immer ohne jegliche Masken, sodass er eigentlich leicht zu identifizieren wäre. Das tut aber irgendwie niemand. Crime 101 ist daher kein Film, über den man groß nachdenken oder an den man inhaltliche Ansprüche haben sollte. Dann kann man hiermit Spaß haben. Ob Hemsworth als sozial ungeschickter Dieb, der seiner armen Herkunft zu entkommen versucht, Mark Ruffalo in der Rolle des aufrechten Polizisten, der sich nicht an Vertuschungen beteiligen möchte, oder Barry Keoghan als gleichermaßen brutaler wie überforderter Verbrecher – man sieht dem Ensemble gern zu.

Prinzipiell ist es auch geglückt, wie da mehrere Stränge miteinander verbunden werden. Wenn die Versicherungsagentin vom Macho-Club zur Seite gedrängt wird, während der Dieb das erste Mal eine Chance hat, ein normales Leben zu führen, dann werden menschliche und kriminelle Aspekte stimmig verknüpft. Da das Ganze auch stimmungsvoll inszeniert wurde, ist Crime 101 daher durchaus einen Blick wert, wenn man mal wieder einen Thriller auf der großen Leinwand sehen möchte – zumal die Optik gelungen ist. Nur kann das alles nicht ganz darüber hinwegtäuschen, wie uninteressant die Geschichte ist. Der gern bemühte Vergleich mit Heat endet hier nicht ganz so schmeichelhaft.

Credits

OT: „Crime 101“
Land: UK, USA
Jahr: 2026
Regie: Bart Layton
Drehbuch: Bart Layton
Vorlage: Don Winslow
Musik: Blanck Mass
Kamera: Erik Wilson
Besetzung: Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Barry Keoghan, Halle Berry, Monica Barbaro, Corey Hawkins, Nick Nolte, Tate Donovan

Bilder

Trailer

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Crime 101
fazit
In „Crime 101“ gerät ein gewissenhafter Dieb in eine Sinnkrise, während ein skrupelloser junger Kollege ihm zusetzt. Das ist erstklassig besetzt, sieht toll aus, ist auch gut inszeniert. Die uninteressante Geschichte und die überwiegend langweiligen Figuren verhindern aber, dass das hier mehr ist als gehobener Durchschnitt.
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