Paradox Effect
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Paradox Effect

„Paradox Effect“ // Deutschland-Start: 31. Mai 2024 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Karina (Olga Kurylenko) versucht alles, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, nachdem sie es mit ihrer Drogensucht beinahe zerstört hatte. Doch diese Bemühungen drohen ein vorzeitiges Ende zu nehmen, als sie Zeugin wird, wie der Interpol-Agent Covek (Oliver Trevena) einen Mord begeht. Dieser will sie nicht so ohne Weiteres gehen lassen. Mehr noch, er entführt auch noch ihre Tochter Lucy (Alice Astons) und zwingt Karina damit, ihn bei seinem Verbrechen zu unterstützen. Im Mittelpunkt der Aktion steht ein Koffer mit einer ganze Menge Drogen, der bei einem Brand in Flammen aufgeht. Das ist für Ovek ein großes Problem, da der Gangsterboss Silvio (Harvey Keitel) auf sein Geld wartet und dafür über Leichen geht …

Die emotionale Kraft einer Mutter

Es gibt Schauspieler und Schauspielerinnen, die in Filmen eigentlich dazu genommen werden, damit man hiermit ein Publikum anzieht, die aber in so vielen schlechten Filmen auftreten, dass ihr Name eher abschreckend wirkt. Zu denen zählen frühere Stars wie Bruce Willis und John Travolta, die zum Ende hin nur noch in furchtbaren Billigproduktionen aufgetreten sind. Und auch bei Olga Kurylenko muss man inzwischen vorsichtig sein. Zwar wird sie – anders als die beiden obigen Kollegen – gelegentlich noch für höher budgetierte Filme engagiert wie etwa Thunderbolts*. Aber sie ist auch in Direct-to-Video-Produktionen wie White Elephant zu sehen, und eben in Paradox Effect.

Wobei man hier schon versucht hat, etwas zu erzählen. So hat die Protagonistin eine schwere Vorgeschichte, wenn sie mit Drogensucht zu kämpfen hat und nun endlich ihr Leben wieder in den Griff bekommen möchte. Dass ihre Tochter entführt wurde, sorgt auch für eine etwas größere Emotionalität. Da muss jemand nicht nur um das eigene Überleben kämpfen, sondern auch das eines anderen Menschen. Das ist natürlich schon drastisch, in den besseren Stellen von Paradox Effect entwickelt der Film eine Wucht. Denn so fragwürdig zuweilen die Rollenauswahl von Kurylenko ist, weiß sie doch, wie sie diese Figuren mit Leben zu füllen hat. Bei ihrem Gegenüber wird das zwar auch versucht, mit einer unerwarteten Parallele, ohne großen Erfolg jedoch.

Mäßige Action

Mit der Zeit spielt dieser Aspekt jedoch keine wirkliche Rolle mehr. Die ganze Vorgeschichte wird zur Seite geschoben und aus der anfänglich gebrochenen Frau wird eine Heldin. Natürlich ist das keine Seltenheit in Filmen, dass da jemand über sich hinauswächst und mit den Herausforderungen Großes vollbringt. Dass eine Mutter wie eine Löwin um ihr Kind kämpft, geht natürlich ebenfalls in Ordnung. Paradox Effect schert sich aber nicht mehr darum, ob das Ergebnis irgendwie glaubwürdig ist. Wenn ein Ex-Junkie, der sonst in einem Restaurant arbeitet, plötzlich ohne mit der Wimper zu zucken mit Waffen hantiert, als hätte sie das immer schon getan, wird es schnell albern.

Leider sind auch die Actionszenen nicht besonders geworden. Das liegt jetzt ebenfalls nicht an der Schauspielerin, die in der Hinsicht schon mehrfach ihr Talent bewiesen hat. Regisseur Scott Weintrob versteht aber nicht, wie er dieses nutzen kann. Das ist überwiegend eher langweilig geworden. Nicht einmal Harvey Keitel hinterlässt hier einen besonders guten Eindruck, der furchteinflößende Gangsterboss ist er nicht geworden. Eine absolute Katastrophe ist Paradox Effect nicht geworden, da gibt es in dem Segment schon noch Übleres, über das man sich richtig aufregen muss. Aber eben auch Besseres. Man verpasst daher nicht wirklich etwas, wenn man sich diesen Genrebeitrag nicht anschaut. Da kann man der Hauptdarstellerin nur wünschen, dass sie neben diesen Produktionen noch bessere Angebote bekommt. So etwas wie hier bezahlt zwar Rechnungen. Mehr als das ist nicht daraus geworden.

Credits

OT: „Paradox Effect“
Land: USA, Italien
Jahr: 2023
Regie: Scott Weintrob
Drehbuch: Samuel Bartlett, Ferdinando Dell’Omo, Andrea Iervolino
Musik:  Mokadelic
Kamera: Billy Williams
Besetzung: Olga Kurylenko, Oliver Trevena, Harvey Keitel, Alice Astons, Meredith Mickelson, Talia Asseraf, Andrea Garofalo

Bilder

Trailer

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Paradox Effect
fazit
In „Paradox Effect“ wird eine Frau von einem korrupten Interpol-Agenten zur Mitarbeit gezwungen, nachdem er ihre Tochter entführt hat. Das anfängliche Szenario hat Potenzial. Mit der Zeit wird die Protagonistin aber zu einer langweiligen Heldin aufgebaut. Die Actionszenen sind auch nicht besonders geworden.
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