Meine Frau unsere Kinder und ich Little Fockers
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Meine Frau, unsere Kinder und ich

Inhalt / Kritik

Meine Frau unsere Kinder und ich Little Fockers
„Meine Frau, unsere Kinder und ich“ // Deutschland-Start: 23. Dezember 2010 // 5. April 2012 (DVD/Blu-ray)

Greg Focker (Ben Stiller) ist  inzwischen erfolgreicher Pflegeleiter und Vater der zwei Zwillinge Henry und Samantha, die vor der Schuleinführung stehen. Dafür soll es eine große Party geben, die sich der Familienvater aufgebürdet hat – inklusive Bällebad, Hüpfburg und jede Menge weiterer Kapriolen. Die Schwiegereltern Jack (Robert De Niro) und Dina (Blythe Danner) wie auch die Eltern des Focker-Stammbaums Bernie (Dustin Hoffman) und Roz (Barbra Streisand), die nicht unterschiedlicher sein könnten, sorgen unter all den Vorbereitungen jedoch für ordentliches Chaos und jede Menge ulkige Twists. Als plötzlich noch die hübsche Pharmavertreterin Andi Garcia (Jessica Alba) in Gregs Leben tritt und ihm die Sicht vernebelt, gerät das Familienglück leicht aus den Fugen und nur Gregs langjähriger Kumpel Kevin (Owen Wilson) ist imstande alles zu retten und den (immer noch) argwöhnischen Schwiegervater Jack zu besänftigen.

Typisch amerikanisch

Die Komödie von Regisseur Paul Weitz’ (American Pie) ist eine ziemlich typische Triple-A Komödie. Mit jeder Menge „anatomischen“ Witzchen bleibt das Schlusslicht der Trilogie sich treu, hat im gleichen Atemzug jedoch weniger zu erzählen als die Vorgänger, wie beispielsweise im zweiten Teil anhand der Familiendiskrepanzen zwischen den Fockers und den Byrnes. Die eigentlichen Vorbereitungen der Kinderparty kommen daher auch ein wenig zu kurz, stattdessen wird auf skurrile Situationen mit beispielsweise Penisspritzen und Potenzmitteln gesetzt. Durch den grandiosen Cast, der die neben den oben genannten Stars noch Kevin Hart und Laura Dern umfasst, kann man sich so etwas aber auch erlauben, da diese zumindest für den einen oder anderen Lacher sorgen – besonders bei Dustin Hoffman und dem Standardrepertoire für Komödien Owen Wilson. Die Story dagegen fällt eher bescheiden aus, was sich auch bemerkbar macht: Dafür gab es zu seiner Zeit sogar eine Nominierung in der Kategorie Schlechtestes Drehbuch bei der Goldenen Himbeere 2011 (der „Anti-Oscar“).

Gleichbleibend sinkendes Niveau

Das ist schwächer noch als die Vorgänger Meine Braut, ihr Vater und ich (2000) und Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (2005), bei denen es zumindest noch witzige Gags innerhalb der konträren Familienbanden gab. Dies hat einerseits mit dem Fokus zutun, denn während dieser im ersten Teil noch auf dem Kennenlernen und im zweiten auf der Verschiedenheit der Elternpaare lag, so vermisst man nun ein konkretes Thema. Bei der Party, um die sich die Handlung strickt, wird stattdessen zu viel hin- und hergesprungen. Die Feier rückt somit in den Hintergrund. Es geht vielmehr darum, die Zeit mit möglichst vielen übertriebenen Gags zu füllen.

Auf der anderen Seite vermisst man zusätzlich wirklich komische Situationen, beispielsweise zwischen Dustin Hoffmann und Robert De Niro, die in den Vorgängerfilmen allen anderen die Show stahlen. Im letzten Teil dagegen bekommt Hoffmann die wenigste Screentime, obwohl er neben De Niro der beste Schauspieler in diesem Cast ist. Dies hinterlässt daher schon fast den Eindruck, als hätte man ihn regelrecht dazu überreden müssen, wieder mit dabei zu sein. Doch siehe da, wirft man mal einen Blick in den Wikipedia-Eintrag zum Film, kann man genau das auch lesen.

Durch die fehlende Inspiration wird dem Zuschauer daher nur das Mindeste geboten, besonders im Vergleich mit den Vorgängern. Überraschend ist dies aber wenig, da bekanntlich in vielen Fällen der letzte Teil einer Trilogie immer die Bürde trägt, nochmal einen draufsetzen zu müssen. Da stellt sich nur die Frage: Wie hätte ein besserer dritter Teil ausgesehen? Vielleicht weniger Übertreibung, da die Gagquote in Relation zur Laufzeit schon ziemlich hoch ausfällt – und das eher negativ als positiv. Je mehr Gags, desto besser die Komödie, wird damit einmal mehr widerlegt. „Small is beautiful“, wie es Wolfgang M. Schmitt in der Kritikeranalyse schon gesagt hat, kann man daher auch auf das Schlusslicht der Reihe beziehen. Zumindest bleiben aber witzige Anspielungen auf beispielsweise Der weiße Hai im Bällebad hängen.

Credits

OT: „Little Fockers“
Land: USA
Jahr: 2010
Regie: Paul Weitz
Drehbuch: John Hamburg, Larry Stuckey
Musik: Stephen Trask
Kamera: Remi Adefarasin
Besetzung: Robert De Niro, Blythe Danner, Ben Stiller, Dustin Hoffman, Barbra Streisand, Teri Polo, Owen Wilson, Jessica Alba

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Meine Frau, unsere Kinder und ich
Fazit
Greg Focker (Ben Stiller) gerät ein letztes mal in Beschuss des argwöhnischen Schwiegervaters. Im Dritten der Focker-Trilogie bleibt aber alles beim alten: skuriller Humor und eine "typische" Familiengeschichte.
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