Free Take Your Marks

„Free! Take Your Marks“ // Deutschland-Start: 26. Oktober 2018 (DVD/Blu-ray)

Gut Ding will Weile haben. Und Geduld. Sehr viel Geduld. Zumindest als Fan des Schwimm-Animes Free! sollte man die besser mitbringen. Denn es grenzt schon an Perfidie, wie diese schon seit einer ganzen Weile vertröstet werden, mit immer neuen Einfällen, während sie auf die dritte Staffel warten. Sicher, nach dem Ende der zweiten Staffel im Jahr 2014 gab es jede Menge Anschauungsmaterial. Es war nur nicht ganz das, worauf man insgeheim gehofft hatte. Erst kam der Film High Speed! – Free! Starting Days, der als Prequel die Jungs im ganz zarten Alter zeigte, danach folgten die beiden Medley-Filme, welche die Serie zusammenfassten. Und nun Take Your Marks, das zwar einerseits eine Fortsetzung ist, die an die Ereignisse von Eternal Summer anschließt, letztendlich aber doch nur offensichtliches Füllmaterial darstellt.

Erzählt wird in den vier voneinander unabhängigen Kurzfilmen, wie es mit den liebgewonnenen Figuren weitergeht. Das bedeutet viel Alltag: Makoto macht sich schon einmal auf die Suche nach einer Wohnung, denn sein Studium in Tokio steht vor der Tür. Dabei lernt er einen Jungen namens Misaki kennen, der selbst begeisterter Schwimmer ist. Auch bei Rin und Sousuke steht der Abschied bevor, da braucht es natürlich ein passendes Geschenk. Nagisa und Rei sind hingegen damit beschäftigt, neue Leute zu suchen, die dem Schwimmclub beitreten könnten. Dabei soll ihnen ein selbst gedrehtes Video helfen. Und zu guter Letzt soll auch Rin würdig verabschiedet werden, bevor er nach Australien geht – im Rahmen einer großen Party.

Netter Lückenfüller für Fans
Zu erzählen hat Free! Take Your Marks also einiges. Trotz der fehlenden Zusammenhänge der vier Kurzfilme fügen sie sich auch gut zusammen. Etwas enttäuschend ist, dass das Schwimmen an sich hier so gut wie gar keine Rolle spielt. Drüber geredet wird viel, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Zukunft, demonstriert wird aber nur wenig. Wo die Serie mitunter eben auch von den spannenden Wettkämpfen lebte, wenn die Jungs in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antraten, da ist das hier dann eben doch nur ein Lückenfüller, der nicht wirklich viel zur Geschichte oder den Figuren hinzuzufügen hat. Eine Werbeunterbrechung, bevor das eigentliche Turnier weitergeht, sozusagen.

Immerhin: Diese Unterbrechung war der letzte Versuch der Macher, noch ein bisschen Zeit zu schinden und das Publikum zu schröpfen. Diesen Sommer lief die lang erwartete dritte Staffel im japanischen Fernsehen und dürfte sich nach den diversen Prequels und Nebengeschichten sicher ebenfalls hierzulande aus dem Wasser erheben. Bis dahin tut es auch dieser Episodenfilm, zumal Kyoto Animation (A Silent Voice, Violet Evergarden) wieder sehr ansprechende Bilder auf den Bildschirm geholt hat. Als Einstieg taugt der Film natürlich nicht, er setzt zu viele Vorkenntnisse voraus, als dass Nicht-Fans hier wirklich auf die Kosten kämen. Wer die Jungs und Mädels aber schon kennt und mag, der darf sich auf ein kurzes Wiedersehen freuen.

Free! Take Your Marks
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Free! Take Your Marks
Und das Warten geht weiter. Anstatt neue Schwimmabenteuer der Jungs zu zeigen, geht es in „Free! Take Your Marks“ um alltägliche Geschichten während der Übergangszeit. Die bleiben ohne große Konsequenz, sind reine Lückenfüller, aber zumindest für Fans der Animeserie sehenswert, die ihre Helden mal wieder treffen wollen – zumal sie visuell auch wieder gut in Szene gesetzt wurden.
6von 10

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