„City of Tales“, Frankreich, 2018
Regie: Arash Nassiri

Ein Mann sitzt in dem Auto, spricht die Sätze nach, die aus seinem Kopfhörer ihren Weg nach draußen bahnen, während ringsherum die Lichter vorbeirasen. Es wird viel geredet in City of Tales. Gleichzeitig aber auch nicht. Rund 20 Minuten lang folgen wir Arash Nassiri bzw. seinen Protagonisten durch die Nacht. Er selbst ist in Teheran geboren, jene Stadt, über die die Stimme spricht. Warum sie das tut, wer sie ist, wo wir sind, wir wissen es nicht. Der Film schweigt. Schweigt und schwelgt in einem Spiel aus Farben und Stimmungen. Und Dunkelheit, viel Dunkelheit.

Eine wirkliche Geschichte hat der Kurzfilm, der auf der Berlinale 2018 seine Weltpremiere feierte, nicht. Auch keinen Kontext, der einem helfen würde, die wunderschön rätselhaften Bilder einordnen und verarbeiten zu können. Aber man lässt sich gern treiben in dieser Nacht, in der wir von fremden Ländern träumen, von der eigenen Vergangenheit. In der alles möglich scheint, weil es keine Grenzen mehr gibt. Keine geografischen. Keine zeitlichen. Alles ist hier, brennt im Feuerwerk am nächtlichen Himmel, brennt in uns. Und wenn sie nicht gestorben sind …

City of Tales
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City of Tales
„City of Tales“ folgt einigen Menschen durch die Stadt, ohne erkennbare Geschichte, ohne jeglichen Kontext. Das ist rätselhaft und doch auch wunderschön, ein märchenhafter Trip durch die flirrende Nacht.
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