(OT: „Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute“, Regie: Betina Kuntzsch, Deutschland, 2017)

Der eine oder andere wird sich vielleicht daran erinnern, wie früher manchmal beim Fernsehen das Programm ausfiel und durch einen Bildstörungshinweis ersetzt wurde, der dem Testsignal ähnlich sah. Betina Kuntzsch zumindest erinnert sich daran. Vielleicht hat sie aber auch nur davon gelesen. Informationen darüber oder auch allgemein, die liefert ihr Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute nicht. Dafür genau das, was der Titel verrät: eine schnelle Abfolge verschiedener Bildstörungsmomente, die zusammen eine Minute dauern.

Eine „Geschichte“ sucht man darin natürlich vergebens. Ein bisschen nostalgisch darf man sich aber schon fühlen angesichts dieses Animationsminis. Wer mit den Originalen nicht vertraut ist, die dem Fernsehen aber auch den Computerbildschirmen entnommen sind, der schaut entsprechend in die Röhre. Der Kurzfilm ist ein liebevoll gemachtes, experimentelles Kunststückchen ohne darüber hinaus gehende Ambitionen, eine Art Insider-Joke für Festivalbesucher. Denn dort – zum Beispiel beim Filmfest in Braunschweig – wurde Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute gezeigt.

Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute
4.04 (80.8%) 25 Artikel bewerten

Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute
Bei „Die Geschichte der Bildstörung in 1 Minute“ ist der Name Programm: Wer die Originale, die hier in animierten Sequenzen nachgestellt wurden, nicht kennt, starr verwirrt auf die schnelle Abfolge von Symbolen und Farben. Insider dürfen sich aber an früher erinnert fühlen und dabei ein wenig schmunzeln.
0ohne Wertung

Über den Autor

Chefredakteur

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.